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Heppenheim feiert Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel

26.11.2012, 09:33 Uhr | dpa

Heppenheim feiert Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel. In Sebastian Vettels Heimatort Heppenheim war die Hölle los.

In Sebastian Vettels Heimatort Heppenheim war die Hölle los. (Quelle: dpa)

Heppenheim (dpa) - Ein Anfang mit Schrecken, ein Ende mit Jubel. Nach einem spannenden Formel-1-Finale und einer Achterbahn der Gefühle feiert die Heimatstadt Heppenheim Sebastian Vettel als Dreifach-Weltmeister.

"Das war ein Krimi. Ein Wahnsinnsrennen", freute sich Bürgermeister Rainer Burelbach (CDU). Der 47-Jährige war wie rund andere 2000 Fans zum Public Viewing des Vettel-Fanclubs gekommen, um dem berühmten Sohn der Stadt die Daumen zu drücken. Fans ließen nach dem Sieg Feuerwerks-Raketen steigen und feierten mit einem Autokorso.

Mit Begeisterung wurde schon kurz vor dem Ende des titelentscheidenden Großen Preises von Brasilien gejubelt, als alles klar war. Das Queen-Lied "We are the champions" traf die Gefühle genau. Jetzt wird darauf gewartet, ob Vettel seiner Heimatstadt wie zuvor als Weltmeister wieder einen Besuch abstattet.

Zu Beginn des Rennens stockte den Fans der Atem. Als Vettel nach einer Karambolage zurückfiel, waren fassungslose Gesichter und enttäuschtes Kopfschütteln zu sehen. Schon bald die Wende der Gefühle. Vettels rasante Aufholjagd begeisterte. "Hauptsache, er kämpft", meinte Tobias Laesch (29) aus Heppenheim. "Er kommt, er kommt", ruft ein anderer.

Das Hinfiebern auf den Vettel-Sieg begann schon zwei Stunden vor dem Formel-1-Finale im weit entfernten Sao Paulo, mit lauten "Sebastian, Sebastian"-, "Vettelheim, Vettelheim"-Rufen und dem Rocklied, dass einfach dazugehört: "Final Countdown".

Die Fans hielten den Blick auf die Großbildleinwand gebannt bis zum Schluss, dazu mit Tröten - den kleinen Vuvuzelas - und mit den riesigen Vettel-Fingern, die das siegessichere Zeigefinger-Zeigen des Rennfahrers symbolisieren und immer wieder nach oben gestreckt wurden.

Beim Daumendrücken hatten sich die Fans aber auch auf das Handicap des Rennens eingerichtet, auf Regen. So etwa Brigitte Hahn aus Lorsch, nicht weit von Heppenheim entfernt. Die 62-Jährige hatte extra ein Plakat gemacht, dass gleich zwei Seiten hatte. "Go - Sebastian - Go. Lass uns nicht im Regen stehen", hieß es auf der einen. "Go - Sebastian - Go. Bleib nicht im Regen stehen. Denn wir wollen Dich siegen sehen", hieß es auf der anderen.

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Der Vettel-Fanclub hatte wieder die Lackiererei einer Autowerkstatt ausgeräumt, draußen noch Zelte aufgestellt, mit Bier-, Wurst und Fritten-Buden. Dabei war wie schon vor einer Woche Tobias Markowiak (25) aus Gescher im Münsterland. Er weiß, was Fans bei einem Vettel-Sieg empfinden: "Tränen fließen."

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