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Nico Hülkenberg: Formel-1-Piloten sind "alle Egomanen"

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Nico Hülkenberg: Formel-1-Piloten sind "alle Egomanen"

07.02.2013, 19:14 Uhr | dpa

Nico Hülkenberg: Formel-1-Piloten sind "alle Egomanen". Laut Nico Hülkenberg sind Formel-1-Rennfahrer vom Grundcharakter her "alle irgendwo Egomanen".

Laut Nico Hülkenberg sind Formel-1-Rennfahrer vom Grundcharakter her "alle irgendwo Egomanen". (Quelle: dpa)

Jerez de la Frontera (dpa) - Der neue Sauber von Nico Hülkenberg hat schon bei seiner Präsentation für Aufsehen gesorgt. Mit den schmalen Seitenkästen ist der C32 ein echter Hingucker.

"Man muss aggressiv sein und innovativ denken, um in der Formel 1 einen Schritt weiter nach vorne machen zu können", sagte der 25 Jahre alte Sauber-Neuzugang im Interview. Außerdem sprach der Elfte der vergangenen Saison über seine Art der Frustbewältigung, Egomanie im Motorsport und Faulenzen.

Hat Sie das Design des neuen Sauber überrascht?

"Es ist innovativ und aggressiv, mal was Neues. Auf jeden Fall ist es ein Eyecatcher, kein anderer hat das in diesem Maße. Ich persönlich find's gut. Man muss aggressiv sein und innovativ denken, um in der Formel 1 einen Schritt weiter nach vorne machen zu können. Bisher gab's mit den Seitenkästen auch keine Probleme. Wie gut das letztendlich ist, wird man sehen. Fakt ist aber: Ein Teil am Auto entscheidet nicht über Sieg oder Niederlage. Das ganze Paket muss stimmen, die schmalen Seitenkästen sind nur ein Teil davon."

Auch Formel-1-Teams funktionieren nur mit Teamwork. Wie stark muss aber das Ego eines Fahrers sein?

"Rennfahrer sind Einzelsportler. Wir haben zwar unser Team um uns herum, aber wenn's auf der Strecke darauf ankommt, sind wir im Auto alleine. Vom Grundcharakter her sind wir alle irgendwo Egomanen."

Wie ausgeprägt muss die Egomanie sein, um ganz vorne zu landen?

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"Ich glaube schon ziemlich."

Muss man auch rücksichtslos sein?

"Nicht unbedingt. Aber so was ist immer Ansichtssache."

Was trennt einen Spitzenfahrer von einem Piloten, der nicht immer ganz vorne landet?

"Ich glaube, wenn man wirklich hart arbeitet, nicht nur auf der Strecke, sondern auch abseits der Strecke, dann wird das belohnt. Man muss eine gewisse Besessenheit mitbringen, die Leidenschaft, wie viel man sich wirklich einbringt, wie viel man für den Sport lebt."

Ist auch der Wohlfühlfaktor für den Erfolg bedeutend?

"Es ist auch wichtig, dass man sich wirklich ins Team eingebettet und den Rückhalt fühlt. Ich stell' es mir ziemlich schwierig vor, wenn es anders wäre, wenn das Team gegen einen ist, dass einen das so kaltlässt."

Erst Williams, dann Force India, jetzt Sauber - wie schnell werden Sie in einem neuen Rennstall heimisch?

"Ich bin ein relativ offener Mensch und habe dadurch, denke ich, auch einen guten Draht zu den Teams, zumindest zu den Leuten, die am engsten von den Ingenieuren und Mechanikern um mich herum sind. Daher fällt es mir auch nicht so schwer, mich einzuleben. Das geht nicht von Heute auf Morgen, das braucht schon ein paar Tage und auch mal einen Erfolg oder ein Rennwochenende zusammen. Da lernt man sich anders kennen. Menschen beim Test oder am Rennwochenende unter Stress sind zwei Paar Schuhe."

Beim Saisonabschluss in Brasilien haben Sie einen Podestplatz knapp verpasst. Was wäre in dieser Saison ein Erfolg?

"Der ganz große Erfolg wäre natürlich ein Sieg, ein Podiumsplatz. Das wäre ein Traum von mir, und das Team hätte sicher auch nichts dagegen. Wie realistisch das ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt schwer zu sagen. Sauber hatte letztes Jahr ein starkes Paket, darauf haben sie aufgebaut. Das sind die Fakten. Aber das ist kein Freifahrtsschein, dass das jetzt wieder erreicht wird."

Was ist Ihr Maßstab für dieses Formel-1-Jahr?

"Ich möchte nahtlos daran anknüpfen, wo ich in der vergangenen Saison aufgehört habe. Ich möchte das Maximum aus meinen Möglichkeiten rausholen. Wo das letztlich im Ranking ist, werden wir sehen. Es ist für einen Fahrer wichtig, dass man sagen kann, ich habe alles rausgeholt. Das gibt einem eine innere Zufriedenheit."

Wollen Sie Weltmeister werden?

"Absolut."

Wann soll es soweit sein?

"Dafür gibt es keinen Zeitplan."

Und wie verarbeiten Sie Frust?

"Eine Runde Tennis spielen und eine richtig schöne Vorhandfackel abziehen."

In dieser Saison starten voraussichtlich nur noch drei deutsche Fahrer. Rechnen Sie mit einer erhöhten Aufmerksamkeit?

"Für mich ändert das an meiner Arbeitsweise nichts. Aber es kann gut sein, dass etwas mehr Aufmerksamkeit entsteht. Interesse ist aber natürlich immer ein positives Zeichen. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Erfolg da ist. Und das will ich ja. Das bedeutet aber nicht, dass ich mich in der Öffentlichkeit sonne. Ich hab's privat auch gerne, wenn ich herumlaufen kann, und nicht wie ein Lewis Hamilton oder Michael Schumacher überall angesprochen werde."

Können Sie auch mal komplett abschalten?

"Nach einer Saison gebe ich mir schon zwei Wochen, in denen ich absolut chille und auch keinen Sport mache, oder nur, wenn ich mal Lust habe, Tennis spiele. Ansonsten ist da auch Faulenzen dabei - Couch-Programm, guck' DVD, geh' mit Freunden ins Kino. Das ist wichtig und tut mir gut. Aber auch zwischen den Rennen habe ich mal Tage, in denen ich mir mal etwas gönne."

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