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Vettel und sein Team haben die Hausaufgaben gemacht

09.02.2013, 14:24 Uhr | dpa

Vettel und sein Team haben die Hausaufgaben gemacht. Sebastian Vettel ist nach den ersten Test zufrieden mit seinem neuen Red Bull.

Sebastian Vettel ist nach den ersten Test zufrieden mit seinem neuen Red Bull. (Quelle: dpa)

Jerez de la Frontera (dpa) - Vielleicht wird es diesmal ein liebevoller Kosename. Sebastian Vettel ist jetzt jedenfalls schon ein bisschen hin und weg von seinem neuen Formel-1-Auto.

"Ich fühle mich etwas besser als vor einem Jahr. Damals hatten wir ein paar Probleme mit der Zuverlässigkeit", sagte der 25 Jahre alte Heppenheimer nach seinen ersten knapp 1000 Kilometern im neuen RB9 von Red Bull. Rückblick: Vor zwölf Monaten hatte der damalige RB8 am letzten Testtag ebenfalls auf dem Circuito de Jerez ordentlich gezickt. Fünf Stunden hatte Vettel verharren müssen. Elektronik- und Motorenprobleme hatten den neuen Red Bull, den Vettel später auf den Namen für seine Verhältnisse eher schlichten Namen Abbey taufte, außer Betrieb gesetzt.

Diesmal bereitete das weiterentwickelte Nachfolgemodell keine Schwierigkeiten. 198 Runden à 4,428 Kilometer schaffte Vettel an seinen ersten beiden Arbeitstagen im neuen Wagen. "Es sieht so aus, dass wir unsere Hausaufgaben gemacht haben", betonte Vettel. All das bezieht sich auf die Zuverlässigkeit des Autos, mit dem der österreichische Rennstall seine Herrschaft ausbauen und jeweils Titel Nummer 4 in Serie in der Fahrer- und in der Konstrukteurswertung holen will.

Offen ist hingegen wie leistungsstark der Wagen ist. "Ich denke, darüber können wir jetzt noch nichts sagen", betonte Vettel. Er unterschlug dabei, dass er auf einer härteren - und damit langsameren - Reifenmischung am Finaltag eine beachtliche Zeit gefahren war. "Wir hatten im Ganzen einen sehr guten ersten Test", resümierte Renningenieur-Koordinator Andy Damerum.

Auch wenn die Probefahrten erst am 19. Februar auf dem Circuit de Catalunya für vier Tage weitergehen, kann sich niemand auf den ersten Eindrücken und Ergebnissen ausruhen. Ganz im Gegenteil.

Ob Red Bull oder Ferrari, das die Wochenbestzeit fuhr, aber Probleme hatte. Oder Mercedes, das die Sorgen schnell vertreiben konnte und zu den Marathon-Testern avancierte. Oder Lotus (früher Renault), das nicht zum ersten Mal vor einer Saison mit guten Auftritten schon auf sich aufmerksam machte. Oder McLaren, das immer zu den potenziellen Siegkandidaten zählt, in Jerez aber noch keine Akzente setzen konnte. Ober Sauber, das mit seinem aggressiv- schlanken Wagen für den bisherigen Hingucker sorgte. Alle schnappen sich nun die Daten und Aufzeichnungen und werten sie aus.

"Wir werden nach den kommenden zwei Wochen sicherlich noch mehr über uns und auch über die anderen wissen", meinte Vettel mit Blick auch auf die zweite Runde der Testfahrten bis 22. Februar. Die Teams würden noch mehr fahren und ein bisschen mehr ausprobieren. "Wenn Du die Augen offen hältst, entdeckst du vielleicht was."

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Vom 28. bis 3. März dürfen Vettel und seine Herausforderer dann noch mal auf dem katalanischen Grand-Prix-Kurs ran. Die Saison beginnt mit dem Großen Preis von Australien am 17. März. Bis dahin hat Vettels neuer Red Bull auch seinen Kosenamen.

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