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Rosberg rast zur Bestzeit: Mercedes verblüfft Rivalen

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Rosberg rast zur Bestzeit: Mercedes verblüfft Rivalen

03.03.2013, 19:04 Uhr | dpa

Rosberg rast zur Bestzeit: Mercedes verblüfft Rivalen. Mercedes-Pilot Nico Rosberg fuhr bei den Tests hervorragende Zeiten.

Mercedes-Pilot Nico Rosberg fuhr bei den Tests hervorragende Zeiten. (Quelle: dpa)

Barcelona (dpa) - Den Titel Trainingsweltmeister hat sich das Formel-1-Team von Mercedes schon verdient. Der neue Silberpfeil hat die Konkurrenz bei den Testfahrten zur Saison 2013 verblüfft.

Erst versetzte Neuzugang Lewis Hamilton zwei Wochen vor der ersten Qualifikation in diesem Jahr mit einer famosen Runde auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona am Samstag die Konkurrenz in Staunen. Dann unterbot Teamkollege Nico Rosberg diese Marke am Sonntag sogar, während sich Titelverteidiger Sebastian Vettel im neuen Red Bull mit über zwei Sekunden Rückstand auf Rang acht wiederfand. "Wir haben die Rundenzeit gesehen", sagte Vettel: "Rundenzeiten sind jetzt aber nicht wichtig."

Er und die restlichen Rivalen sind nach insgesamt 12 Testtagen aber gewarnt. "Ich würde sagen, dass ein Team immer schnell gewesen ist, mehr als alle anderen: Das ist Mercedes", sagte Ex-Weltmeister und Ex-Hamilton-Teamkollege Jenson Button von McLaren.

Drei Jahre kurvte der Silberpfeil meist nur kläglich hinterher, ein Sieg durch Rosberg im vergangenen April in China verlieh kurz ein bisschen Glanz. Das Team wurde umgebaut. Niki Lauda wurde zum Oberaufseher erkoren, Toto Wolff kam von Williams als Nachfolger für Motorsport-Chef Norbert Haug. Und Hamilton ersetzte Pensionär Michael Schumacher.

"Die Zuverlässigkeit, die Kilometerzahlen und die schrittweisen Verbesserungen, die wir während der drei Testphasen gemacht haben, sind sehr ermutigend", sagte Hamilton. "Wir werden definitiv an einem bestimmten Punkt in der Lage sein, ein Rennen zu gewinnen."

Einen neuen Glücksbringer hat er auch längst: Hamilton hat sich eine englische Bulldogge zugelegt. Roscoe, so der Name des putzigen Vierbeiners, bekommt sogar seinen eigenen Formel-1-Pass. Bernie Ecclestone habe es erlaubt, erzählte der Brite laut Medienberichten in Barcelona. Er habe nur ein Bild von Roscoe besorgen müssen.

Vettel verlässt sich bei der Einstimmung auf die kommende WM-Jagd vorerst auf die innere Stimme. "Ich glaube, das Gefühl passt, und darauf lässt sich aufbauen", betonte der Hesse. Im Kampf um seinen vierten Titel in Serie rechnet er mit reichlich Siegkandidaten. Wer? "Da muss man kein Genie sein, das werden die üblichen Verdächtigen sein." Zudem könnte das Mittelfeld, in dem sich zuletzt auch Mercedes befand, näher heranrücken.

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"Deswegen spricht alles dafür, dass es wieder eng wird", betonte der 25 Jahre alte Heppenheimer, der in diesem Jahr seinen vierten WM-Titel in Serie holen kann. Dass er die Tests auf Rang acht abschloss, machte Vettel nicht nervös: "Wo wir jetzt in der Zeitentabelle stehen, ist nicht so wichtig." Allerdings klagte Vettel, dass die letzten beiden Testtage nicht ganz so gut waren, wie es das Team erwartet hatte.

Erzrivale Fernando Alonso kam am letzten Testtag fast bis an Rosberg ran. 0,364 Sekunden fehlten dem zweimaligen Weltmeister am Sonntag auf den deutschen Mercedes-Piloten. Schon vorher hatte Alonso dem neuen F138 ein gutes Zeugnis ausgestellt: Das Auto sei 200 Mal besser als vor einem Jahr.

Red Bull, Ferrari, McLaren, Mercedes, dazu gesellt sich auch wieder Lotus, nachdem das Team mit Ex-Champion Kimi Räikkönen und dem Franzosen Romain Grosjean einige Tagesbestzeiten bei den Tests aufgestellt hat. Und Sauber könnte mit dem deutschen Neuzugang Nico Hülkenberg für die ein oder andere Überraschung gut sein und zu einer ähnlich verrückten Saison wie 2012 beitragen, als es sieben verschiedene Sieger in den ersten sieben Rennen gab.

"Das große Geheimnis wird sich spätestens in Melbourne lüften", meinte Vettel, der nach seinem Testauftritt am Sonntag auf dem Circuit de Catalunya noch mal für ein paar Tage abtauchen dürfte, um ausgeruht, voll konzentriert und frühzeitig die Reise ans andere Ende der Welt anzutreten. Denn dann geht es für ihn, Mercedes und alle anderen um die richtige Formel-1-Weltmeisterschaft.

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