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Vettel: Sind hier für den Sport, nicht für die Politik

18.04.2013, 19:37 Uhr | dpa

Vettel: Sind hier für den Sport, nicht für die Politik. Sebastian Vettel will sich nicht um die Politik in Bahrain kümmern.

Sebastian Vettel will sich nicht um die Politik in Bahrain kümmern. (Quelle: dpa)

Sakhir (dpa) - Das provokante Twitter-Foto seines Teamkollegen mit dem Erzrivalen beim gemeinsamen Abendessen nahm Sebastian Vettel mit spitzbübischem Humor. Beim heiklen Thema Bahrain wurde der gut gelaunte Heppenheimer ganz ernst.

"Dass die Lage angespannt ist, ist, glaub ich, kein Geheimnis", sagte Vettel am Donnerstag. Ablenken lassen will sich der dreimalige Formel-1-Weltmeister davon aber nicht. "Jeder, der morgens hier durchs Drehkreuz ins Fahrerlager geht, egal ob er fährt oder hier arbeitet, ist wegen des Sports hier und nicht, um hier bei der Politik mitzumischen."

Dennoch ist die angespannte Lage nicht zu übersehen. Auf dem Weg zur Strecke eine halbe Autostunde von der Hauptstadt Manama entfernt, wurden nicht gerade wenige Polizeikontrollen errichtet. "Das ist natürlich ein Zeichen, dass eine gewisse Unsicherheit herrscht", räumte Adrian Sutil vom Force-India-Rennstall ein: "Aber ich habe bis jetzt keinen Zwischenfall mitbekommen oder persönlich gesehen. Von daher: Geht schon." Um die Sicherheit an der Strecke zu gewährleisten, müssen Fahrzeuge sogar eine Röntgenschranke passieren.

Die Formel-1-Fahrer machen derweil ihr Visier runter - Rennfahren ist ihr Job. Im ohnehin heißen Titelrennen kann sich Vettel auch keine unwillkommene Abwechslung leisten. "Es ist nicht nur jetzt sehr eng, es wird auch bis zum Ende des Jahres eng bleiben. Daher zählt unterm Strich jeder Punkt", betonte Red-Bull-Star Vettel, der nach Platz vier zuletzt in China nur noch drei Punkte Vorsprung in der WM-Wertung auf Kumpel Kimi Räikkönen im Lotus und neun Zähler mehr als Erzrivale Fernando Alonso im Ferrari hat. Dass der Psychospielchen-Fan aus Spanien nun auf einem Bild gemeinsam mit Vettels In-Team-Feind Mark Webber grinsend in die Kamera schaute unter dem Motto "Dinner mit Freunden", störte Vettel nicht wirklich.

Der Hesse nahm's mit Humor. "Waren die da beide nackt drauf?", fragte Vettel, als er um einen Kommentar zu dem Bild gebeten wurde. Gesehen hatte er es bis dahin noch nicht. "Aber schon ein paar Mal davon gehört", meinte der 25 Jahre alte bekennende Nicht-Fan sozialer Netzwerke wie Twitter oder Facebook. Sollte es eine Provokation gewesen sein, kam die bei Vettel nicht an. "Wir müssen ja alle mal zu Abend essen und es ist ja auch ziemlich langweilig, es alleine zu haben", sagte Vettel grinsend, bevor er im Übrigen brav seinem Stallrivalen Webber zum bevorstehenden 200. Grand Prix gratulierte. Bei dem Dinner wäre Vettel dennoch "eher nicht gern" dabei gewesen.

Dass der Heppenheimer auf dem Podium in Shanghai als Vierter keinen Zutritt gehabt hatte, freute hingegen Alonso nachträglich noch einmal. "Weil er derjenige ist, der im Moment führt", erklärte Alonso. "Es geht ja nicht um Sebastian als Person, es geht darum, dass er vorne ist."

Nachdem acht der neun Podiumsplätze der noch jungen Saison von Weltmeistern geholt wurden - nur Webber konnte in diese Phalanx einbrechen - dürften Red Bull, Ferrari, Lotus und Mercedes auch auf dem Kurs in Bahrain den Sieg und die besten Plätze unter sich ausmachen. Auch Lewis Hamilton, WM-Vierter mit zwölf Punkten weniger als Vettel. Der Champion von 2008 könnte zudem mit Platz fünf schon die gesamte Vorjahresbilanz seines Mercedes-Vorgängers Michael Schumacher übertreffen. "Letztes Jahr hatte das Team hier zu kämpfen", erinnerte Hamilton. Das soll diesmal anders werden.

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Vor zwölf Monaten spielten die politischen Unruhen in Bahrain auch schon eine gewichtige Nebenrolle. 2011 war das Rennen abgesagt worden. Diesmal war es zu dafür zu spät, befand nun Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone. Der Brite soll einen Brief an mehrere humanitäre Einrichtungen in dem Inselstaat geschrieben haben. "Es ist eine große Schande, dass ich davon nicht schon vor September 2012 erfahren habe, als der Formel-1-Kalender erstellt wurde. Jetzt ist es zu spät, noch Änderungen an dem Kalender vorzunehmen", wurde Ecclestone bei "welt.de" zitiert.

Drei Tage vor der neunten Auflage des Großen Preises von Bahrain meldete die regierungsnahe Zeitung "Al-Ajjam" unterdessen die Festnahme mehrerer "Terroristen". Demnach wird sechs Beschuldigten unter anderem vorgeworfen, Autos angezündet und Straßen blockiert zu haben. Einige Protestgruppen haben bereits angekündigt, das Rennen am kommenden Wochenende in Bahrain zu stören.

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