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Vettel muss Räikkönen und Webber Vortritt lassen

19.04.2013, 18:01 Uhr | dpa

Vettel muss Räikkönen und Webber Vortritt lassen. Sebastian Vettel war beim freien Training nicht der Schnellste.

Sebastian Vettel war beim freien Training nicht der Schnellste. (Quelle: dpa)

Sachir (dpa) - Sebastian Vettel hat gleich zum Auftakt des Großen Preises von Bahrain in der 33 Grad heißen Wüste von Sachir einen Vorgeschmack auf die eiskalten Attacken seiner Verfolger bekommen.

Der dreimalige Weltmeister musste sich in der Tagesabrechnung mit dem dritten Platz begnügen - hinter Kumpel Kimi Räikkönen im Lotus und Vettels Teamrivale Mark Webber. Das Fazit fiel eher solide aus: "Es war schon ganz okay, das Auto scheint hier zu funktionieren."

Probleme bereitete dem Heppenheimer Formel-1-Piloten aber ausgerechnet die schnelle Runde, auf die es in der Qualifikation an diesem Samstag ankommen wird. Neben Saison-Auftaktsieger Räikkönen hinterließ auch Bahrain-Spezialist Fernando Alonso sowie dessen Teamkollege Felipe Massa einen schnellen Eindruck. In der ersten Session schnappte sich der Brasilianer vor Alonso den ersten Platz. Am Nachmittag reihte sich der Spanier, der 2005, 2006 und 2010 bereits auf dem Bahrain International Circuit gewann, auf Platz vier ein. Massa wurde Sechster.

Auch Nico Rosberg verschlechterte sich in der zweiten Einheit. Nach Rang drei am Vormittag reihte er sich nach dem Mittagessen auf dem achten Platz ein. Teamkollege Lewis Hamilton kam auf dem 5,412 Kilometer langen Kurs nicht über die Plätze 13 und 10 hinaus. Nico Hülkenberg belegte im Sauber die Plätze 17 und 15, Adrian Sutil kam beide Male in die Top Ten als Achter und Neunter im Force India.

Vorne machen weiter Lotus, Ferrari und Red Bull - alle mit jeweils einem Rennsieg - die Musik. "Mercedes ist vielleicht ein bisschen dahinter", sagte Vettel zu den Kräfteverhältnissen. Er selbst klagte über die Versuche mit wenig Benzin und neuen Reifen. "Ich muss einfach schauen, dass ich die Runde zusammenbringe. Wenn das passt, ist das Auto schnell genug, um ganz nach vorne zu fahren", sagte Vettel, für den es in Bahrain um die WM-Führung geht.

Der Heppenheimer hat mit 52 Punkten lediglich drei Zähler Vorsprung auf Räikkönen. Und dessen Teamchef Eric Boullier kündigte in einem Interview der "Bild"-Zeitung vor dem vierten WM-Lauf an: "Kimi tritt Vettel bis zum letzten Rennen in den Hintern."

Aber auch Alonso kann Vettel überholen, der Titelträger von 2005 und 2006 hat neun Punkte Rückstand. Hamilton, Champion von 2008, ist Vierter mit zwölf Zählern Rückstand. Vettels Teamkollege Webber liegt nach seinem Ausfall in China hingegen 26 Punkte zurück, zudem muss der Australier in der Startaufstellung an diesem Sonntag (14.00 Uhr MESZ/RTL und Sky) drei Plätze zurück.

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Neben den Verfolgern wird Vettel das Augenmerk aber auch wieder auf die Reifen richten müssen. "Wir haben gesehen, dass es auf die Distanz wieder sehr auf die Reifen geht", sagte Vettel. "Natürlich würde man sich wünschen, dass der Reifen länger hält. Aber ich möchte jetzt nicht meckern", betonte der 25-Jährige. Er rechnet mit ähnlich vielen Boxenstopps wie zuletzt in China, zumal in Bahrain auch noch der Wüstensand den Gummis zu schaffen macht.

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