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Formel 1: Proteste und Demos in Bahrain überschatten Grand Prix

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F1-Karawane zieht weiter: Demos und Proteste bleiben

21.04.2013, 15:50 Uhr | dpa

Formel 1: Proteste und Demos in Bahrain überschatten Grand Prix. Sebastian Vettel bekommt von den Protesten in Bahrain nur am Rande etwas mit.

Sebastian Vettel bekommt von den Protesten in Bahrain nur am Rande etwas mit. (Quelle: dpa)

Sachir (dpa) - Die Formel-1-Karawane zieht weiter, rund um die Wüste von Sachir dürften Unruhen und Proteste aber bleiben. Die Königsklasse des Motorsports hat den umstrittenen Großen Preis von Bahrain wieder auf ihre Weise hinter sich gebracht.

In der Glitzerwelt war für Bilder von brennenden Reifen nicht viel Platz. Die Highways zur Strecke waren mit Fähnchen und Lampen dekoriert, der Bahrain International Circuit präsentierte sich wie immer in einem Top-Zustand; um das Wohl der Gäste wurde sich redlichst bemüht, eigentlich war die Traumwelt Formel 1 perfekt.

"Alles, was uns hier betrifft, da schaut die Organisation, dass es uns hier gut geht und wir uns auf den Sport konzentrieren können", sagte Sebastian Vettel. Der dreimalige Weltmeister räumte aber auch ein: "Was drumherum passiert, ist natürlich nicht schön. Das kriegt man natürlich mit."

Klarere Statements gab es aber nicht. Für Teams und Fahrer, die an Verträge mit Sponsoren gebunden sind, sind derartige politische Stellungnahmen heikel. Der Dachverband FIA und das Formula One Management hatten zudem den Kurs vorgegeben und in einem gemeinsamen Statement die positive Kraft des Sports beschworen: Man sei überzeugt, dass das Rennen dazu beitragen könne, einige der Probleme zu lindern. Nur wie?

Seit über zwei Jahren kommt es in dem 1,2 Millionen-Einwohner-Land zu Unruhen. 2011 war der Grand Prix abgesagt worden, im vergangenen Jahr fand er begleitet von scharfer Kritik statt.

Die Proteste der schiitischen Bevölkerungsmehrheit des Landes richten sich gegen das sunnitische Königshaus. Die Opposition fordert Reformen und die Freilassung von politischen Gefangenen. Zwei Tage vor dem Rennen hatten Zehntausende friedlich in der Hauptstadt Manama rund eine halbe Autostunde vom Kurs entfernt demonstriert.

Doch kommt es auch immer wieder zu Zusammenstößen mit der Polizei. Brennende Reifen und Tränengas sind keine Seltenheit. Der scharfen Kritik von Menschenrechtsorganisationen und Aktivisten an der Lage in dem Königreich entgegnete Formel-1-Chef Bernie Ecclestone: "Ich denke, jeder, der wirklich über Menschenrechte reden möchte, sollte vielleicht mal nach Syrien gehen."

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Manche seien für das Rennen, manche dagegen, "zumindest in diesen Zeiten", sagte ein ehemaliger Sportjournalist des Landes in einem Interview der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". "Warum? Weil sie wissen, dass die Formel 1 von aller Welt gesehen wird, und weil sie fürchten, dass so eine Veranstaltung den Eindruck erweckt, alles sei in Ordnung in Bahrain. Das ist es aber nicht", erklärte der 39 Jahre alte Faisal Hyat, der nach einer Festnahme seinen Beruf nicht mehr ausübt. Sport solle die Leute erfreuen. "Aber die Formel 1 reißt eine Wunde auf bei uns."

Niemand würde sagen, dass sie perfekt seien, beteuerte Kronprinz Salman bin Hamad al-Khalifa bei einem seiner Rundgänge im Fahrerlager des Bahrain International Circuits. 77 Prozent der Bahrainis würden hinter dem Rennen stehen, 90 Prozent würden an einen wirtschaftlichen Erfolg glauben. Regierungssprecherin Samira Rajab rechnete vor, dass die Veranstaltung 3000 temporäre Jobs bringe und mehr als 100 000 Besucher in die Region locke. Die Formel-1-Karawane zieht aber spätestens am Montag schon wieder weiter.

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