12.05.2013, 16:59 Uhr | dpa, t-online.de
Rückschlag für Sebastian Vettel: Beim Großen Preis von Spanien konnte der Red-Bull-Pilot die Konkurrenten um den WM-Titel nicht wie gewohnt dominieren und musste sich mit Rang vier zufrieden geben. Den Sieg sicherte sich Fernando Alonso, der bei seinem Heimrennen souverän vor Kimi Räikkönen blieb. Felipe Massa machte mit Platz drei einen tolle Vorstellung von Ferrari perfekt.
Nico Rosberg, der von der Pole Position ins Rennen ging, wurde nach dem ersten Boxenstopp durchgereicht und konnte Platz sechs gerade so gegen Paul di Resta verteidigen. Vettel führt die WM-Wertung zwar weiterhin mit 89 Punkten an, er hat aber nur noch vier Zähler Vorsprung auf Räikkönen (85). Alonso rückte ebenfalls heran und hat nun 72 WM-Punkte, Hamilton (50) belegt Platz vier.
Alonso war nach seinem Sieg natürlich sehr zufireden. "Es war ein fantastisches Rennen. Wir sind alle glücklich, die Fans haben natürlich eine Menge geholfen", sagte Alonso vor seiner Heimkulisse. Räikkönen zeigte sich gewohnt nüchtern: "Kein Problem für mich Zweiter zu werden. Ich versuche immer das Beste zu erreichen."
Vettel dagegen schimpfte nach dem Rennen über die Reifen: "Der neue harte Reifen war ein Griff ins Klo", stellte der dreimalige Champion mit Blick auf den Gummi-Hersteller angesäuert fest. "Ich war ein bisschen angefressen Mitte des Rennens, als ich merkte, dass drei Stopps nicht drin waren, und die Box darauf bestand, dass die Reifen doch länger halten sollen." Vettel merkte bitter an: "Als Fahrer kann man da nichts aus der Wundertüte ziehen."
Beim Start konnte Rosberg die Führung noch behaupten, sein Teamkollege Lewis Hamilton wurde aber sofort von Vettel und Alonso kassiert. In der Folge wurde Hamilton durchgereicht. Seine Reifen hielten der Belastung kaum stand. Der Brite nahm es mit Galgenhumor. "Ich kann nicht mehr langsamer fahren", funkte er an seine Box. Am Ende sprang nur ein enttäuschender zwölfter Platz heraus.
Rosberg wurde bereits in der dritten Runde per Funk gewarnt, seine Pneus nicht zu überlasten. Der linke Hinterreifen stand zu dem Zeitpunkt schon extrem unter Druck. Allgemein waren die Gummis auch in Barcelona wieder Funk-Thema Nummer eins. Immer wieder warnten die Teams ihre Fahrer, die Reifen zu schonen.
Mark Webber erwischte einmal mehr einen schlechten Start. Er fiel von Rang sieben auf elf zurück. Das Team holte den Australier dann auch schon in Runde acht zum Reifenwechsel in die Box. Am Ende hielt er mit Platz fünf hinter Vettel den Schaden noch in Grenzen.
Adrian Sutil machte es zu Beginn besser. Der Force-India-Pilot fuhr von P13 auf acht vor. Bei seinem Boxenstopp ging aber einiges schief und er verlor viel Zeit. Zum Rennende war Platz 13 eine Enttäuschung.
Auch bei Lotus lief nicht alles rund. Romain Grosjean rollte ganz langsam in die Box. Vermutlich hatte er Probleme mit der Aufhängung seines Boliden. Der Franzose musste das Rennen beenden.
Richtig eng wurde es nach dem ersten Boxenstopp: Rosberg und Vettel hielten gleichzeitig und der Silberpfeil-Pilot konnte die Führung hauchdünn verteidigen. Bei der Boxenausfahrt fuhr Alonso zwischen die beiden Deutschen. Rosberg konnte in der Folgezeit die Pace der anderen Spitzenfahrer nicht mehr mitgehen.
Zuerst überholte der Spanier unter tosendem Beifall der Zuschauer den Silberpfeil, dann folgten auch Vettel, Räikkönen und Massa. Alonso zeigte daraufhin, was in seinem F138 steckt. Er fuhr innerhalb der nächsten Runden vier Sekunden Vorsprung auf Vettel heraus.
Nach dem zweiten Besuch an der Box übernahm Massa Platz zwei. Beide Ferraris setzten sich sofort von dem Red Bull ab. Zur Rennhalbzeit hatte der Brasilianer acht Sekunden Vorsprung auf Vettel herausgefahren. Alonso aber fuhr in seiner eigenen Liga und lag bereits knapp 20 Sekunden vor dem Weltmeister.
Vettel konnte aber auch Rang drei nicht halten. Räikkönen, dessen Lotus sich wieder einmal als Reifenschoner erwies, kam immer näher und lieferte sich einige heiße Duelle mit dem Deutschen. In Runde 32 zog der Finne schließlich am Red Bull vorbei. Dadurch, dass der Iceman einmal weniger stoppte als die anderen Top-Piloten, eroberte er am Ende Rang zwei.
Hoch her ging es auch in der Boxengasse. Nico Hülkenberg fuhr Toro-Rosso-Pilot Jean-Eric Vergne ins Heck. Daraufhin musste er erneut zu seiner Garage und sich einen neuen Frontflügel holen. Er beendete das Rennen als 15. Vielleicht lag es an dem Crash mit Hülkenberg. Denn wenig später flog dem Franzosen der Hinterreifen in Fetzen von der Felge.
12.05.2013, 16:59 Uhr | dpa, t-online.de
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