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Rosberg gewinnt Crash-Grand-Prix

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Rosberg gewinnt Crash-Grand-Prix

26.05.2013, 16:30 Uhr | pr, dpa, t-online.de

Nico Rosberg schreit die Freude über seinen Sieg in Monaco heraus. (Quelle: dpa)

Nico Rosberg schreit die Freude über seinen Sieg in Monaco heraus. (Quelle: dpa)

Alle guten Dinge sind drei: Beim Großen Preis von Monaco konnte Nico Rosberg nach seiner dritten Pole Position in Folge endlich auch im Rennen überzeugen. Der Wahlmonegasse ging beim prestigeträchtigsten Grand Prix allen Crashs aus dem Weg und gewann in souveräner Manier. 30 Jahre nachdem sein Vater Keke hier gewonnen hatte, fuhr Nico zu seinem ersten Saisonsieg. "Das ist großartig. Ich bin hier aufgewachsen. Der Sieg ist etwas ganz besonderes", jubelte er. Sebastian Vettel biss sich an Rosberg die Zähne aus und musste sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Die WM-Führung baute der Red-Bull-Star dennoch aus. "Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit dem Resultat", sagte Vettel. "Nico hat einen sehr guten Job gemacht. Er konnte immer antworten, wenn wir versucht haben, näher dran zu kommen."

Mark Webber komplettierte das Podium mit dem dritten Platz. Lewis Hamilton wurde Vierter, Adrian Sutil überraschte mit Platz fünf. Während des Rennens musste das Safety Car aufgrund heftiger Unfälle mehrere Male auf die Strecke kommen. Für etwa zehn Minuten musste das Rennen sogar unterbrochen worden.

Caterham geht in Flammen auf

Beim Start attackierte Vettel sofort, die Silberpfeile konnten ihre Führung aber behaupten. Gleich in der ersten Runde gab es mehrere kleinere Kollisionen. Sutil, Pastor Maldonado, Charles Pic und Giedo van der Garde waren involviert.  Einige von ihnen mussten sich neue Frontflügel an der Box abholen.

Erstmals richtig spektakulär wurde es in Runde neun, als der Caterham von Pic erst starke Rauchentwicklung zeigte und dann sogar Feuer fing. Damit was das Rennen für den Franzosen vorbei.

Massa schlägt erneut hart ein

In Runde 30 gab es dann den ersten großen Abflug. Felipe Massa crashte heftig in die Bande und zerstörte sein Auto komplett. Auch der Brasilianer selbst musste behandelt werden. Er schien unter Schock zu stehen und ihm wurde eine Halskrause angelegt. Bereits im dritten Training war Massa an der gleichen Stelle abgeflogen.

Das Safety Car kam auf die Strecke und viele Fahrer, unter anderem Vettel,  nutzten die Gelegenheit zum Stopp. Als das Rennen wieder freigegeben wurde, lag Rosberg auf Platz eins vor Vettel.

Rote Flagge - alles auf Stopp

Die nächste spektakuläre Szene ereignete sich in Runde 46. Max Chilton zog beim Überholvorgang gegen Maldonado zu früh wieder auf die Ideallinie zurück und kollidierte mit dem Venezolaner. Dessen Williams krachte daraufhin so heftig in die Reifenstapel, dass diese auf die Strecke geschoben wurden.

Das Rennen konnte nicht fortgesetzt werden, die Rote Flagge wurde geschwenkt und alle Boliden hielten auf der Start- und Zielgeraden an. Die Mechaniker durften sich um die Autos kümmern und einige Fahrer stiegen sogar aus. Maldonado blieb aber unverletzt. Er konnte alleine in die Boxengasse zurücklaufen. Die Rennleitung brummte Chilton eine Durchfahrtsstrafe für die Verursachung des Unfalls auf.

Sutil überholt Alonso

Aufregung herrschte während der Pause bei Ferrari. Fernando Alonso hatte die Schikane geschnitten, als Sergio Perez ihn überholte. Deshalb befürchteten die Italiener nun eine Bestrafung. Über Funk diskutierten die Verantwortlichen, ob Alonso Perez lieber vorbei lassen sollte. Ferrari entschied sich dafür und wies den Spanier an, den Mexikaner noch hinter dem Safety Car vorbeizulassen. Insgesamt war es nicht das Rennen von Alonso. Er war für seine Verhältnisse langsam unterwegs und kam am Ende nur auf Rang sieben.

Eine viertel Stunde später erfolgte der Neustart hinter dem Safety Car. Wieder machte Rosberg seine Sache gut und behauptete die Führung vor dem Weltmeister. Wenig später glänzte Sutil mit einem Überholmanöver an Alonso. Chapeau!

Räikkönen fällt nach Kollision zunächst aus den Punkterängen

Aber auch das war noch nicht alles. Vor der Schikane fuhr Romain Grosjean Toro-Rosso-Pilot Daniel Ricciardo ins Heck. Ricciardos Bolide wurde dabei zerstört und dann Safety Car musste erneut auf die Piste kommen. Grosjean fuhr sich den Frontflügel kaputt. Die Rennkommissare entschieden, dass Grosjean beim nächsten Rennen um zehn Plätze in der Startaufstellung versetzt wird. Er war bereits öfters durch seine ungestüme Fahrweise aufgefallen.

Die schönsten Bilder aus Monte Carlo

Kimi Räikkönen schlitze sich bei einem Positionskampf mit Perez den linken Hinterreifen auf und rutschte dadurch aus den Punkten. Seit langer Zeit verpasste der Iceman wieder die Punkteränge. Er wurde nur Zehnter und musste sich mit einem Punkt zufriedengeben.

26.05.2013, 16:30 Uhr | pr, dpa, t-online.de

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