10.06.2013, 09:08 Uhr | pr, t-online.de
Was für eine Demonstration des Weltmeisters. Sebastian Vettel ließ beim Großen Preis von Kanada überhaupt nichts anbrennen und raste zu einem souveränen Start-Ziel-Sieg. Bei erstmals an diesem Wochenende sonnigem Wetter fuhr der Red-Bull-Star reihenweise Bestzeiten und ließ den Rivalen keine Chance.
"Entsprechend glücklich war Vettel auch auf dem Podium. "Ein super Rennen - ein super Job vom Team", sagte er. "Endlich konnte ich auch in Kanada gewinnen. Jetzt kann ich das von der Liste Streichen."
Auf Platz zwei kam nach einer tollen Aufholjagd Fernando Alonso. Lewis Hamilton verlor am Ende einen harten Kampf gegen den Spanier und musste sich mit Platz drei zufrieden geben. Vettels Teamkollege Mark Webber wurde Vierter, Nico Rosberg kam auf Rang fünf. Kimi Räikkönen wurde Neunter und verlor den zweiten Platz in der Fahrerwertung an Alonso. Adrian Sutil rettete mit Position zehn einen Punkt.
Beim Start konnte Vettel seine Führung verteidigen und sich direkt vom Feld absetzen. In der Folge dominierte er wie er wollte und setzte sich immer weiter ab. Nach zehn Runden betrug sein Vorsprung bereits 5,5 Sekunden. Vielleicht schadete dies jedoch Vettels Konzentration. Denn in Runde elf touchierte Vettel die berühmte Wall of Champions. Es blieb aber alles heil am Red Bull. Auch später sorgte der Deutsche mit einigen Verbremsern für kleine Schreckmomente.
Valtteri Bottas auf Platz drei startend musste allerdings Lehrgeld zahlen und verlor gleich zwei Positionen an Webber und Rosberg. Kurz darauf ging auch Fernando Alonso am jungen Williams-Piloten vorbei. In der Folge wurde der finnische Neuling weit nach hinten durchgereicht.
In der sechsten Runde attackierte Adrian Sutil Valtteri Bottas. Dabei berührten sich die beiden und Sutils Force India drehte sich um 360 Grad, konnte dann aber weiterfahren. Er fiel dadurch aber auf Rang 14 zurück.
Doch damit nicht genug. Beim Anbremsen auf die nächste Kurve fuhr im der andere Williams-Fahrer, Pastor Maldonado, ins Heck. Vom Frontflügel des Venezolaners flogen Teile weg, dennoch blieb er auf der Strecke. Auch Sutil konnte das Rennen fortsetzen.
Kurz vor Rennende lag der Deutsche auf Rang acht, ignorierte jedoch Blaue Flaggen. Er kassierte dafür eine Durchfahrtstrafe und fiel auf Rang zehn zurück.
Räikkönen hatte von Beginn an Schwierigkeiten, die Geschwindigkeit der Topleute mitzugehen. Wie gewohnt zögerte er seinen ersten Boxenstopp länger als alle anderen heraus. Als der Iceman dann zum Reifenwechsel kam, gab es Probleme mit dem Wagenheber und wichtige Sekunden gingen verloren. Zur Rennhalbzeit kam es dann ganz bitter für den Finnen. Er musste sich von Vettel überrunden lassen.
Das der Red Bull in Kanada sehr stark war, bewies auch Webber mit schnellen Zeiten. Rundenlang lieferte sich der viertplatzierte Australier einen hartes Duell mit Rosberg. Durch diesen Fight konnte Alonso auf die Beiden aufschließen. In Runde 31 kamen dann Webber und Alonso mit Hilfe des DRS-Systems am Silberpfeil des Deutschen vorbei.
Eine weitere gute Nachricht für den Australier war, dass beim vor ihm fahrenden Hamilton das DRS ausfiel. Allerdings hatte Webber Glück im Unglück. Bei der Überrundung von Giedo van der Garde passte der Niederländer nicht auf und die Beiden kollidierten. Dabei wird der Frontflügel Webbers in Mitleidenschaft gezogen. Überraschenderweise beeinflusste das die Rundenzeiten des Red-Bull-Piloten jedoch nicht. Van der Garde bekam für seinen groben Fehler eine Stop-and-go-Strafe aufgebrummt.
Das war jedoch nicht die einzige Kollision von van der Garde. Ein Crash mit Nico Hülkenberg sollte für beide Piloten das Aus bedeuten. Dieses Mal war der Caterham-Fahrer allerdings unschuldig. Hülkenberg ließ van der Garde beim Überholen nicht genügend Platz, so dass der Reifen des Deutschen und der Frontflügel des Holländers zerstört wurden.
Während des Rennens wurde Alonso immer stärker. In der 42. Runde zog er mit einem riskanten Manöver an Webber vorbei. Sieben Runden vor dem Ende ging der Ferrari-Pilot an Hamilton vorbei und übernahm Rang zwei. Hamilton steckte aber nicht auf, griff den Spanier immer wieder an, kam aber nicht mehr an ihm vorbei.
10.06.2013, 09:08 Uhr | pr, t-online.de
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