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Reifentestaffäre: Mercedes tat es in guter Absicht

21.06.2013, 19:26 Uhr | dpa

Reifentestaffäre: Mercedes tat es in guter Absicht. Ross Brawn beharrt auf seinen Standpunkt.

Ross Brawn beharrt auf seinen Standpunkt. (Quelle: dpa)

Paris (dpa) - Sogar zwei Regelverstöße stellte das Internationale Tribunal in der Reifentest-Affäre durch MercedesAMG fest.

Weil das deutsche Formel-1-Team aus Sicht der unabhängigen Richter aber nie die Absicht hatte, sich einen Vorteil durch die dreitägigen Testfahrten im aktuellen Silberpfeil zu verschaffen, kam es weder zu einer Geldstrafe noch zu einem Punktabzug oder gar einem Rennausschluss. All das wäre auch möglich gewesen, da es für Verstöße in der Königsklasse des Motorsports keinen Strafenkatalog gibt. Die Richter beließen es aber bei einer Verwarnung und dem Ausschluss bei den nächsten Nachwuchsfahrer-Tests.

Wie gut kann Mercedes mit dem Urteil leben?

Ziemlich gut. Die Gelbe Karte tut nicht wirklich weh, würde sich nur in einem Wiederholungsfall negativ bemerkbar machen. Der sogenannte Young-Drivers-Test im Juli in Silverstone, bei dem Nachwuchspiloten beziehungsweise die Testfahrer ans Steuer dürfen, bringt zwar Kilometer und Daten. Mit einem regulären Formel-1-Test mit Stammpiloten ist er aber nicht gleichzusetzen.

Was gab den Ausschlag für das relativ milde Urteil?

Dass Mercedes nie die Absicht hatte, sich mit den Testfahrten durch Lewis Hamilon und Nico Rosberg vom 15. bis 17. Mai auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona einen Vorteil zu verschaffen. Nicht nur einmal wiesen die Richter in der insgesamt 20-seitigen Urteilsbegründung darauf hin. Zudem zahlte sich aus, dass Mercedes zweimal bei FIA-Rennleiter Charlie Whiting nachgefragt hatte. Das Problem lag in diesem Fall wohl eher beim Weltverband als bei dem deutschen Rennstall.

Wie reagierte denn die FIA?

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Sie hofft auf einen Lerneffekt. Die Kontrolle der Testfahrten durch die FIA soll in Zusammenarbeit mit den Teams gestärkt werden. Das Problem: Zum einen gibt es eine Vereinbarung zwischen der FIA und Pirelli, die die Zusatzfahrten von maximal 1000 Kilometer pro Team genehmigt, zum anderen sind zusätzliche Testrunden mit dem aktuellen Wagen während der Saison eigentlich streng verboten. Und für den Mercedes-Test habe die FIA nie die Erlaubnis gegeben, hatte der Verbandsanwalt in der Anhörung betont.

Also hat Mercedes sehr wohl gegen Regeln verstoßen?

Ja. Das stellten auch die Richter fest, sowohl gegen Test-Artikel 22 des Sport-Regelwerks als auch gegen Paragraf 151 des International Sporting Codes. Von einem "arglistigen Verhalten", wie es unter Absatz c unter Strafe gestellt wird, konnte nach Auffassung des Internationalen Tribunals aber keine Rede sein.

Hat Mercedes denn wirklich keinen Nutzen von den Testfahrten gehabt?

Seit Bekanntwerden der Tests unmittelbar vor dem Großen Preis von Monaco, den Rosberg gewann, beteuerten die Silberpfeil-Verantwortlichen, keinen Vorteil aus den Fahrten gehabt zu haben. Man habe nie gewusst, wann welche Reifen auf dem Auto waren. "Wir arbeiten stets nach dem Prinzip, dass keine Information besser ist als eine schlechte Information. Ich erkenne nicht, wie wir irgendwelche Daten aus dem Test hätten nutzen können", meinte Brawn. Die Richter meinten allerdings, es sei undenkbar, dass man überhaupt keinen Nutzen aus diesen Fahrten hätte ziehen können.

Und welche Rolle spielten die Ferrari-Tests im vergangenen und in diesem Jahr?

Mercedes nutzte die Fahrten, um sie in die eigene Verteidigungsstrategie einzubauen - kaum zur Freude der Scuderia.

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