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Baku, Thailand - Ecclestone setzt Expansionskurs fort

06.07.2013, 14:10 Uhr | dpa

Baku, Thailand - Ecclestone setzt Expansionskurs fort. Bernie Ecclestone denkt über den Kauf des insolventen Nürburgrings nach.

Bernie Ecclestone denkt über den Kauf des insolventen Nürburgrings nach. (Quelle: dpa)

Nürburgring (dpa) - Das deutsche Rennen will er notfalls selbst retten, für den Rest von Europa bleibt auf der Formel-1-Landkarte von Bernie Ecclestone kaum noch Platz.

Womöglich wird es schon bald drei statt nur einen Grand Prix in den USA geben, dazu kommt jeweils ein Rennen in Baku, der Hauptstadt von Aserbaidschan, und in Thailand, für viele eher ein exotisches Ferienziel. Dem Traditionsmarkt in Europa droht indes ein weiterer Schrumpfkurs.

Auf die Frage, welche Rennen er zusätzlich plant, antwortete Chefvermarkter Ecclestone der Zeitung "Die Welt" in einem Interview: "In den USA wird es hoffentlich zwei neue Rennen geben, nämlich in Long Beach und vor der Skyline von New York. Geplant ist außerdem ein Rennen in Thailand und - wenn alles nach Plan läuft - in Baku." Zutritt zum Rennzirkus erhält, wer gut zahlt und wo die Formel 1 einen Markt wittert. Nachhaltigkeit ist nicht unbedingt ein Muss.

So sind die Probleme des Nürburgrings, wo am Sonntag der neunte Saisonlauf stattfindet, noch längst nicht gelöst. Erst vor einem halben Jahr konnte das Rennen in der Eifel gesichert werden. Ecclestone kam den Verantwortlichen beim Vertragsabschluss Ende Januar entgegen.

Die Formel-1-Zukunft des Traditionskurses ist dennoch ungewiss. Der aktuelle Vertrag sei "ein Unikat", hatte der Geschäftsführer der Nürburgring GmbH, Karl-Josef Schmidt, jüngst in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa gesagt. Interesse an einem Kauf hat auch der ADAC bekundet. Ecclestone, der entspannt durch das Fahrerlager spazierte, hat sich selbst auch als Käufer ins Gespräch gebracht. "Wenn ich das mache, würde das bedeuten, dass der Große Preis von Deutschland in Zukunft gesichert ist", sagte der Formel-1-Geschäftsführer.

Sollte der Multimilliardär den Nürburgring übernehmen, würden die bestehenden Verträge mit dem Hockenheimring berücksichtigt, sagte er. Die beiden deutschen Strecken wechseln sich jährlich ab. Und dabei würde es auch bleiben, betonte Ecclestone.

Wie sehr es ihn wirklich trifft, wenn ein Veranstalter in Europa vor den Antrittsgebühren im zweistelligen Millionenbereich kapituliert, ist nicht überliefert. Österreich, Imola, Frankreich und die Türkei sind in diesem Jahrtausend aus dem Kalender verschwunden. In der Türkei machte sich Ecclestone zwischenzeitig zumindest als Retter verdient. 2013 finden letztlich aber nur noch sieben der 19 Rennen in Europa statt - so wenige waren es zuletzt 1969.

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Auf lange Sicht könnte der einstige Kernmarkt noch mehr schrumpfen. Praktisch nicht vorstellbar ist der Verzicht auf Standorte wie England, wo der Großteil der Rennställe beheimatet ist, oder Italien, wo das einflussreiche Ferrari-Team seinen Sitz hat. Und Deutschland, das trotz des Wirbels um die Zukunft von Nürburg- und Hockenheimring wegen seiner Sponsoren ein Faustpfand ist.

Allerdings hat Ecclestone auch außerhalb Europas Sorgenkinder. Das Gastspiel in Südkorea verlief bislang ernüchternd, in Indien geht das Interesse an der Veranstaltung zurück, die Rennen in Bahrain werden von politischen Unruhen überschattet und der Grand Prix von China wartet auch nach neun Jahren noch auf seinen Durchbruch. Grund zur Freude hat der gewiefte Brite dennoch. Das Nachtrennen in Singapur oder die Glitzershow in Abu Dhabi sind Höhepunkte im Formel-1-Kalender. So soll es nach dem Willen von Ecclestone weitergehen. Ob in Europa oder anderswo.

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