07.07.2013, 20:06 Uhr | sid
Lewis Hamilton (vorne) und Nico Rosberg fahren der Spitze auf dem Nürburgring hinterher. (Quelle: AP/dpa)
Die silberne Herrlichkeit war vorbei. "Es ist etwas skurril, dass innerhalb einer Woche mit neuen Reifen aus einem Sieg-Auto ein Platz fünf-, sechs-Auto wird", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff im TV-Sender Sky nach dem Formel-1-Heimspiel auf dem Nürburgring. Zwei Stunden zuvor war Daimler-Chef Dieter Zetsche noch wohlgelaunt durch die Startaufstellung geschlendert bis zu Lewis Hamiltons Pole Position.
Nach guter Laune war danach keinem mehr zumute. Hamilton wurde Fünfter, Nico Rosberg Neunter. Eine Woche nach seinem Silverstone-Sieg hatte der Deutsche zudem das Heimrennen nach einem taktischen Missgriff von Platz elf in Angriff nehmen müssen. Hamiltons Pole Position kaschierte dieses Mischgeschick aber noch.
Dabei präsentierten sich die Silberpfeile zuletzt bärenstark. Zwei Siege feierte Rosberg in den drei vorangegangenen Grand Prix-Rennen. Und in den Trainings in der Eifel überzeugte das Team ebenfalls. Mit Red Bull schien Mercedes auf Augenhöhe.
Der erste Rückschlag traf Mercedes dann im Qualifying. Im zweiten Abschnitt war Rosberg seine Runde bereits gefahren, als die Strecke plötzlich immer schneller wurde. Während die Konkurrenz immer bessere Zeiten fuhr, musste Rosberg von der Garage aus tatenlos zusehen. Am Ende rutschte er auf Rang elf und qualifizierte sich nicht für den dritten Qualifikations-Abschnitt.
Auf den 60 Rennrunden erlebten beide Piloten dann ein Déjà-vu. Hamilton wurde gleich nach dem Start von beiden Red Bulls überholt. "Sie scheinen sehr gute Starts hinzubekommen. Vielleicht war meiner auch schlecht. Sie nahmen mich ins Sandwich und es war kein Platz mehr für mich", sagte der Brite.
In der Folge wurde Hamilton noch weiter nach hinten durchgereicht. Erst gegen Rennende konnte er wieder bis auf Platz fünf vorfahren. "In der ersten Rennhälfte war unsere Pace total schlecht. Beide Fahrer haben sich über mangelnden Grip beklagt. Auf dem weichen Reifen ging es einigermaßen, aber auf dem harten war es schwierig. Wir müssen jetzt analysieren, warum dieses Auto nicht mehr so fährt wie vor sieben Tagen", sagte Wolff.
Die Probleme mit den Reifen kehrten zurück. "Da ging nichts. Das erinnerte an die ersten Rennen in dieser Saison", sagte Rosberg. Mit hohen Temperaturen kommt der Silberpfeil nach wie vor nicht zurecht. Sobald es heiß wird, lässt der Mercedes extrem nach. "Die Temperaturen sind sehr kritisch. Wenn es um fünf, sechs Grad wärmer wird, fehlt uns Performance", wird Wolff bei "motorsport-total.com" zitiert. Auch Rosberg bestätigte das: "Wir rutschten auf der Hinterachse. Überhitzen - das war kein schönes Erlebnis. Wir waren nirgendwo im Rennen."
Zuletzt hatte sich die Konkurrenz noch über die umstrittenen Tests beschwert, die Mercedes mit Reifenlieferant Pirelli durchgeführt hatte. "Die Leute haben gesagt, wir hätten durch diese Tests einen Vorteil", so Hamilton. "Das kann aber irgendwie nicht so richtig stimmen, weil es ja jetzt nach dem Test ist."
Es könnte sogar noch schlimmer kommen. Während die anderen zehn Teams vom 17. bis 19. Juli in Silverstone die ganz neuen Reifen für Budapest testen dürfen, ist Mercedes nach seinen Privatfahrten für Pirelli nicht dabei. Und was macht das Team bis Ungarn? "Nachdenken", sagte Wolff.
07.07.2013, 20:06 Uhr | sid
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