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Sicherheitsdebatte um Helmpflicht in der Boxengasse

09.07.2013, 00:03 Uhr | dpa

Sicherheitsdebatte um Helmpflicht in der Boxengasse. Ein Reifen von Webbers Bolide fliegt durch die Boxengasse auf den Kameramann zu.

Ein Reifen von Webbers Bolide fliegt durch die Boxengasse auf den Kameramann zu. (Quelle: dpa)

Nürburgring (dpa) - Die Formel 1 steuert auf ihre nächste Sicherheitsdiskussion zu. Nach dem Unfall eines Kameramanns in der Boxengasse beim Großen Preis von Deutschland sind die ersten Rufe nach erhöhten Vorsichtsmaßnahmen laut geworden.

"Ich denke, jeder in der Boxengasse sollte einen Helm tragen", sagte Mercedes-Teamchef Ross Brawn. "Die Mechaniker müssen Sicherheitskleidung und Helme tragen, und vielleicht ist es an der Zeit, dass auch andere Leute, die in der Boxengasse arbeiten, das machen", pflichtete Amtskollege Christian Horner von Red Bull bei.

Er war aber auch unmittelbar betroffen. Am Auto seines australischen Piloten Mark Webber hatte sich nach einem Reifenwechsel das rechte Hinterrad gelöst und den Kameramann der Formel 1 eigenen Produktionsfirma getroffen. Der Brite zog sich dabei eine Schlüsselbeinfraktur, zwei gebrochene Rippen sowie Prellungen und Schnittwunden zu.

"Wenn du so etwas siehst, hast du ein schreckliches Gefühl, weil du dir um den Menschen Sorgen machst", betonte Horner, dessen Team zu einer Strafe von 30 000 Euro verdonnert wurde für die grobe Nachlässigkeit. Webber selbst hatte zwar mitbekommen, dass sich das Rad gelöst hatte, "aber nicht, dass jemand getroffen wurde". Er hatte das Rennen nach einer kurzen Pause fortgesetzt.

Red-Bull-Motorsportdirektor Helmut Marko rechnet damit, dass bereits beim nächsten Grand Prix in drei Wochen in Ungarn erste Maßnahmen wegen der Boxenstopps greifen. "Ich bin sicher, in Budapest haben wir schon ein System, das nach menschlichem Ermessen solche Zwischenfälle ausschaltet", sagte der Österreicher dem Sender Servus TV.

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