28.07.2013, 20:52 Uhr | t-online.de, sid, dpa
Der Platz im Red-Bull-Boliden von Mark Webber wird frei. (Quelle: xpb)
Der Große Preis von Ungarn ist Geschichte, die Formel 1 geht in die Sommerpause. In dieser will das Red-Bull-Team über die Nachfolge von Mark Webber entscheiden. Kimi Räikkönen und Daniel Ricciardo haben sich als die beiden Topkandidaten auf das frei werdende Cockpit des Weltmeister-Teams herauskristallisiert.
Doch im Laufe des Sonntags erhielt die Frage, wer denn wohl im nächsten Jahr an der Seite Vettels seine Runden dreht, eine ganz neue Dynamik. Der Schwung dabei kam aus einer recht unerwarteten Ecke: Ausgerechnet Fernando Alonso, Vettels Erzrivale im Ferrari, soll sich für das Cockpit interessieren. Das berichten "Sport Bild" und "Auto Bild Motorsport".
Die Information komme, so heißt es, direkt von Red Bull Racing. Demnach hat Alonsos Manager Luis Garcia das Gespräch gesucht, mit Red-Bull-Teamchef Christian Horner soll er die Möglichkeit eines Wechsels erörtert haben. Fotos belegen zumindest ein Treffen der beiden.
Ein möglicher Wechsel sei aber "reine Spekulation", sagte Horner. "Natürlich, wenn bei uns ein Platz frei ist, dann gibt es diese Spekulationen, bis der Platz besetzt ist. Fernando ist ein toller Fahrer, Kimi Räikkönen ist ein toller Fahrer, Daniel Ricciardo macht einen tollen Job - wir haben keine Eile." Vettel hält sich bedeckt, wenn er zu dem Thema befragt wird. "Ach", sagte der Weltmeister freundlich, "mir ist das eigentlich egal."
Vettel und Alonso in einem Team, das wäre eine Sensation - und ist gänzlich unwahrscheinlich. Immer wieder gingen die beiden Top-Piloten in den vergangenen Jahren über die Medien wenig zimperlich miteinander um. Nach Jahren, in denen er Vettel hinterherfuhr, wäre es zudem für den stolzen Spanier die größte anzunehmende Niederlage, auch bei Red Bull ins zweite Glied hinter den Hessen zu rücken.
Fanden tatsächlich Sondierungsgespräche statt, dann ist dies wahrscheinlicher: Alonso will öffentlich Druck auf Ferrari ausüben, denn die Scuderia hat ihm erneut kein Auto hingestellt, das ein Duell mit Vettel auf Augenhöhe ermöglicht. Im Rennen ist der Ferrari meist konkurrenzfähig, doch schon im Qualifying schwinden die Chancen regelmäßig. Seine letzte Pole Position holte Alonso vor mehr als einem Jahr, im Juli 2012 in Hockenheim.
Mercedes-Aufsichtsrat Niki Lauda hatte auch eine Meinung - und einen klaren Verdacht, von wem das Wechselgerücht stammt: "Der größte Blödsinn, den ich jemals gehört habe, den Helmut Marko da daherquatscht", twitterte der Österreicher.
Noch vor wenigen Tagen hatte Horner selbst den Favoritenkreis für die vakant werdende Position auf Lotus-Pilot Räikkönen und Ricciardo vom Red-Bull-Schwesterteam Toro Rosso eingeengt. "Wir wollen die zwei möglichst schnellsten und stärksten Fahrer für nächstes Jahr, Kimi und Daniel sind extrem gute Optionen", hatte er gesagt und Ricciardos ebenfalls gehandeltem Teamkollegen Jean-Eric Vergne die Hoffnung geraubt. "Im Moment ist es vielleicht noch zu früh für ihn."
Räikkönen und Ricciardo sind dabei zwei ziemlich gegensätzliche Varianten. Auf der einen Seite der erfahrene Finne, der im Grunde zwei Dinge will: Siege und seine Ruhe. Erfolge sind mit Red Bulls Weltmeister-Auto auch in der neuen Turbo-Ära höchst wahrscheinlich, Ruhe würde Räikkönen in der PR-Maschine des Getränkekonzerns wohl fehlen. Zudem hat der Champion von 2007 den Anspruch Weltmeister zu werden, ein offenes Duell mit Vettel wäre wohl die Grundvoraussetzung. Lotus will den Iceman auf jeden Fall halten und bietet ihm eine Vertragsverlängerung an.
"Es gibt da nicht nur einen Aspekt, den ich berücksichtige. Das ganze Paket muss für mich passen", sagte Räikkönen auf dem Hungaroring. "Ich weiß noch nicht, was ich mache. Aber egal wie die Entscheidung ausfällt, könnte es sein, dass sie manchen als blöd erscheint, aber für mich genau richtig ist."
Auf der anderen Seite steht Nachwuchsmann Ricciardo, für den der Wechsel zu Red Bull die größte Chance seiner Karriere wäre. Vettels Team hätte einen ambitionierten Piloten, unter dem auch der Kampf um die Hersteller-Wertung nicht leiden sollte - und eine klare Hierarchie. Der Australier sieht realistische Chancen, dass er 2014 im Red Bull sitzt. "50:50, wenn die Entscheidung zwischen Kimi und mir fällt", sagte er. "Ich denke, sie nehmen am Schluss den Schnellsten." Beide Varianten haben also ihren Reiz.
Wenn es nach dem eigenen Selbstverständnis geht, ist Red Bull jedenfalls in einer komfortablen Position. D"Jeder Pilot würde gern ein Auto von Red Bull fahren", erklärte Horner zuletzt. Mal sehen, wer es im nächsten Jahr darf.
28.07.2013, 20:52 Uhr | t-online.de, sid, dpa
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