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Daniel Ricciardo als Kollege für Sebastian Vettel bei Red Bull verpflichtet

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Motorsport  

Ricciardo wohl im zweiten Cockpit neben Vettel

18.08.2013, 14:40 Uhr | dpa

Daniel Ricciardo als Kollege für Sebastian Vettel bei Red Bull verpflichtet. Daniel Ricciardo wird angeblich Nachfolger von Mark Webber bei Red Bull.

Daniel Ricciardo wird angeblich Nachfolger von Mark Webber bei Red Bull. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Kurz vor Ende der Formel-1-Sommerpause scheint die Partnersuche für Sebastian Vettel bei Red Bull beendet. Der Australier Daniel Ricciardo soll nach Informationen von "Sport Bild online" in der kommenden Saison Nachfolger seines Landsmannes Mark Webber als Vettels Teamkollege werden.

Ricciardo hat damit offenbar das Rennen gegen Kimi Räikkönen gewonnen. Red Bull wollte dies weder bestätigen noch dementieren und verwies auf den bevorstehenden Grand Prix in Belgien. "Vor Spa geben wir nichts bekannt. Mehr kann ich dazu nicht sagen", sagte Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko.

Team-Besitzer Dietrich Mateschitz habe die Beförderung des 24 Jahre alten Ricciardo verfügt, hieß es. Ricciardo fährt seit zwei Jahren für das Red-Bull-Schwesterteam Toro Rosso und hat das Motorsport-Nachwuchsprogramm des österreichischen Getränkekonzerns durchlaufen. Sein Aufstieg ins Weltmeisterteam an die Seite des dreimaligen Champions Vettel wäre damit auch ein eindeutiges Bekenntnis zur hauseigenen Talentförderung. Auch Vettel war diesen Weg gegangen.

Für den Hessen wäre Ricciardo sportlich wohl vorerst keine große Herausforderung, sondern eher ein lernwilliger Adjutant. Der Finne Räikkönen, anscheinend Wunschkandidat von Teamchef Christian Horner, hätte Vettel von Beginn an gefordert - damit aber womöglich auch neue Unruhe in den Rennstall gebracht. Die Zukunft des Weltmeisters von 2007 ist weiter offen. Sein derzeitiger Arbeitgeber Lotus will den Vertrag mit Räikkönen unbedingt verlängern. Aber es halten sich auch hartnäckige Gerüchte über eine Rückkehr des Routiniers zu Ferrari.

Bei der Scuderia war Räikkönen 2009 gegen Zahlung einer Abfindung in Millionenhöhe vor die Tür gesetzt worden. Ferrari-Boss Luca di Montezemolo hatte den "Iceman" danach als zu schweigsam und unterkühlt kritisiert. Eine erneute Verpflichtung des trinkfesten Top-Fahrers anstelle des seit langem schwächelnden Brasilianers Felipe Massa wäre deshalb eine echte Überraschung.

Finnische Medien hatten zuletzt unter Berufung auf Räikkönens Umfeld berichtet, er habe sich für ein Ferrari-Angebot entschieden. Ferrari dementierte Verhandlungen energisch. "Egal wie die Entscheidung ausfällt, könnte es sein, dass sie manchen als blöd erscheint, aber für mich genau richtig ist", hatte Räikkönen kurz vor Beginn der Sommerpause erklärt.

Angebliche Verhandlungen von Red Bull mit Ferrari-Platzhirsch Fernando Alonso dürften indes eher ins Reich der Fabel gehören. Der Besuch seines Managers im Red-Bull-Motorhome beim jüngsten Rennen in Ungarn war wohl der Tatsache geschuldet, dass der Berater auch die Red-Bull-Nachwuchshoffnung Carlos Sainz jr. vertritt. Vettel und Alonso in der gleichen Garage - dieses Gespann ist sehr wahrscheinlich auch Red Bull schlichtweg zu explosiv.

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