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Vettels Titelrechnung: Ohne große Töne zum WM-Triumph

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Motorsport  

Vettels Titelrechnung: Ohne große Töne zum WM-Triumph

26.08.2013, 17:00 Uhr | dpa

Vettels Titelrechnung: Ohne große Töne zum WM-Triumph. Sebastian Vettel feierte seinen Sieg beim Großen Preis von Belgien mit dem Red-Bull-Team.

Sebastian Vettel feierte seinen Sieg beim Großen Preis von Belgien mit dem Red-Bull-Team. (Quelle: dpa)

Spa-Francorchamps (dpa) - Sebastian Vettels Titelrechnung wird seinen ärgsten WM-Rivalen so gar nicht schmecken.

"Man muss kein Genie sein, um herauszufinden, dass wenn man vor allen anderen ist, auch mehr Punkte mitnimmt als der Rest", meinte der Heppenheimer nach seinem Sieg im Großen Preis von Belgien gewohnt zurückhaltend, aber unmissverständlich. Sein bescheidenes Motto ist klar: Mit Bedacht und ohne großes Tönen zum vierten WM-Titel in der Formel. "Jeder sollte mittlerweile wissen, dass ich die Art von Typ bin, der einen Schritt nach dem anderen macht", unterstrich Vettel seine Titel-Arithmetik.

Auf dem Weg zum historischen vierten WM-Triumph in Serie, mit dem er sich weiter der Formel-1-Rekordmarke von Michael Schumacher nähert, ist der Red-Bull-Star in einer angenehmen Situation. Gegenüber dem WM-Dritten Lewis Hamilton zum Beispiel würden bis zum Saisonende schon ausschließlich zweite Plätze reichen, um erneut Weltmeister zu werden. Aber Vettel will im vermeintlichen Dreikampf mit dem Mercedes-Piloten und Ferrari-Ass Fernando Alonso auf Nummer sicher gehen.

So wie in Spa-Francorchamps, als er die Konkurrenz mit einer unglaublich überlegenen Fahrt regelrecht demütigte und womöglich einen Vorgeschmack auf den Rest der Saison gab: Eine Formel Langeweile. "Nach und nach killt Vettel die gesamte Spannung", befürchtete am Tag nach der Demonstrationsfahrt bereits die französische Sportzeitung "L'Équipe".

Seine drei schärfsten Rivalen Alonso, Hamilton und Kimi Räikkönen können nur hinterhecheln. Immerhin kürte das spanische Sportblatt "As" das Führungstriumvirat zu den besten drei Fahrern. "Sie prägen eine Epoche in der Geschichte der Formel 1, die unvergessen bleiben wird."

Der "erschreckende Vettel" ("La Gazzetta dello Sport") hat aber schon 46 Zähler Vorsprung auf Ferrari-Star Alonso, dem Zweiten von Belgien. Üppige 58 Punkte muss der britische Mercedes-Pilot Hamilton auf den Dominator aufholen. Und für Lotus-Mann Räikkönen sind es nach seinem Ausfall auf der Ardennen-Achterbahn sogar 63.

Was bleibt, ist die Hoffnung. Auf eine eigene und vor allem anhaltende Hoch- und Siegphase, wie sie aber keiner der drei Verfolger in dieser Saison bislang hatte. Und auf ein Tief, das Vettels Vorsprung schrumpfen lässt. Damit einer aus dem spanisch-englisch-finnischen Trio den Deutschen noch abfangen kann, muss wohl beides zusammenkommen.

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"Ohne Zweifel wird das sehr, sehr hart. Er hat schon so lange ein phänomenales Auto, und es ist immer noch phänomenal schnell", gab Hamilton zu. Der 28-Jährige weiß: "Wir kommen immer mehr zu dem Punkt, an dem wir immer vor ihm landen müssen." Selbst das würde Hamilton nicht reichen. Gewinnt er alle ausstehenden acht Rennen, kassiert er 200 Punkte. Wird Vettel jedes Mal Zweiter, streicht der Heppenheimer 144 Zähler ein. Hamilton würde 56 Punkte wettmachen - zu wenig, bei aktuell 58 Punkten Rückstand.

Auf eine erneute Vettel-Feier hat auch Alonso keine Lust. Schon beim nächsten Grand Prix in zwei Wochen will sich der Iberer vor den heimischen Ferrari-Fans als Spielverderber erweisen. "In Monza möchten wir den Tifosi ein Lächeln schenken", kündigte Alonso an. Nach seinem Erfolg im ersten Scuderia-Jahr 2010 reichte es dort aber nur zu zwei dritten Plätzen. Für den großen Coup zu wenig.

Für Vettel dagegen läuft es blendend. Seine Konkurrenten müssen auf Patzer des so beständigen Hessen hoffen. Die sind aber eher unwahrscheinlich. Aber wenn Vettel schon keine Fehler unterlaufen, vielleicht kränkelt ja mal sein Red Bull? Sieht auch eher schlecht aus. Denn der mit üppigen Ressourcen ausgestattete Rennstall von Vettel hat schon in Spa nach der vierwöchigen Sommerpause mit einem Entwicklungspaket nachlegen können. Und hat sicher noch so manches in der Hinterhand.

Gerade von dieser starken Weiterentwicklung des RB9 profitiert Vettel auch kurz vor seinen Asien-Wochen, in denen er fast schon traditionell dem Feld nochmals davonfährt. Die Konkurrenz weist vor der Reise nach Übersee zudem schon große Rückstände auf. "Wenn der Ferrari im Juni und Juli so wettbewerbsfähig gewesen wäre wie gestern in Belgien, hätten Sebastian Vettel und Red Bull keine so starken Spuren in der WM hinterlassen können", mutmaßte "Tuttosport". Das mag vielleicht sein. Vettel kann das aber kalt lassen.

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