Großes Punkte-Polster
Vettel braucht für WM-Titel keinen Sieg mehr09.09.2013, 16:49 Uhr | dpa, t-online.de
Red-Bull-Pilot Vettel dominiert derzeit die Formel 1 nach Belieben. (Quelle: Reuters)
Das Pfeifkonzert und die nicht enden wollenden "Alooooooonso"-Rufe aus dem roten Fahnenmeer nahm Sebastian Vettel mit einem charmanten Lächeln zur Kenntnis. "Das war fantastisch", sagte er nach dem überlegenen Start-Ziel-Sieg beim Ferrari-Heimrennen in Monza. Der Red-Bull-Pilot strahlte über beide Ohren, wohlwissend, dass er der große Gewinner des Formel-1-Wochendes war.
Mit seinem überlegen herausgefahrenen sechsten Saison-Triumph demütigte er die Konkurrenz - vor allem den tapfer kämpfenden Ferrari-Piloten Fernando Alonso - und baute den Vorsprung in der WM-Wertung auf 53 Punkte aus. So groß war sein Polster auf die Verfolger noch nie in seiner Karriere. Der 26-Jährige braucht in den verbleibenden sieben Rennen noch nicht einmal mehr einen Sieg, um am Ende den vierten Titel in Folge einzufahren. Angenommen, Alonso gewinnt nun alle Grand Prixs, Vettel würde jeweils ein zweiter Platz reichen.
Dabei hatte sich die Konkurrenz um Mercedes und Ferrari gerade bei den vergangenen zwei Highspeed-Rennen in Spa und Monza einiges ausgerechnet, um Vettel noch einmal in Bedrängnis zu bringen. Jetzt oder nie, hieß das Motto. Doch weit gefehlt, beide Male stand Vettel ganz oben auf dem Podest. "Normalerweise ist das Rennen in Italien eines der härtesten für uns", sagte der Weltmeister. "In diesem Jahr funktionierte das Auto wirklich sehr gut."
Und mit Blick auf die folgenden Asien-Rennen müsste der Konkurrenz eigentlich Angst und Bange werden. Hier funktionieren die Red-Bull-Autos traditionell sehr gut, Vettel ist der klare Favorit auf weitere Siege.
An den vierten WM-Titel will Vettel zwar noch nicht denken ("Es kann noch viel passieren"), doch im Grunde kann nur eine Pannen- oder Unfallserie den Heppenheimer noch stoppen. Doch selbst darauf kann die Konkurrenz nicht hoffen. Bislang lief sein Auto wie am Schnürchen. Warum sollte sich daran etwas ändern?
Alonso scheint sich mit einer erneuten Niederlage im WM-Kampf gegen Vettel bereits abgefunden zu haben. Nach dem Rennen in Monza sagte er fast schon resignierend: "Wir müssen realistisch sein, zwischen uns liegt eine große Lücke und es sind nicht mehr viele Rennen."
Mercedes verspielte seine Siegchancen bereits im Qualifying.
09.09.2013, 16:49 Uhr | dpa, t-online.de
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