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Mercedes GP steckt in der Zukunftsdebatte: Ross Brawn will Zeit

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Motorsport  

Mercedes GP steckt in der Zukunftsdebatte: Ross Brawn will Zeit

10.10.2013, 14:51 Uhr | dpa

Mercedes GP steckt in der Zukunftsdebatte: Ross Brawn will Zeit. Ross Brawn lässt Mercedes noch im Unklaren.

Ross Brawn lässt Mercedes noch im Unklaren. Foto: David Ebener. (Quelle: dpa)

Suzuka (dpa) - Ein Jahr nach Michael Schumachers Abschiedsrede von Suzuka steckt Mercedes in Japan schon wieder mitten in einer Zukunftsdebatte. Die Ungewissheit um Teamchef Ross Brawn steht sinnbildlich für die Lage des Formel-1-Rennstalls zwischen Hoffen und Bangen.

Der unverhofft große Aufschwung des Werksteams in der ersten Saison ohne den Rekordweltmeister hat die Last der Erwartungen für 2014 noch einmal gesteigert. Das neue Reglement bietet Mercedes die Chance zum Vorstoß an die Branchenspitze, ein Rückzug des Teamchefs käme da zur Unzeit.

Seit Wochen versuchen Team-Aufsichtsratsboss Niki Lauda und Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff, dem Briten ein Treue-Bekenntnis abzuringen. "Mein Ziel ist es eindeutig, ihn zu behalten, aber die Entscheidung wird er erst Ende des Jahres fällen", erklärte Lauda. Brawn will sich nicht drängen lassen. "Sollte ich mich anderweitig orientieren, dann würde ich mir das sehr gut überlegen und die Optionen genau durchspielen. Das braucht Zeit", sagte der 59-Jährige dem Fachmagazin "Auto, Motor und Sport".

Nach den oft ernüchternden Anfangsjahren des Teams, die auch Zweifel an "Superhirn" Brawn keimen ließen, ist der passionierte Rosenzüchter inzwischen wieder in einer starken Position. Drei Siege und acht Pole Positions in den bisherigen 14 Saisonläufen können sich mehr als sehen lassen. Die Verpflichtung von Lewis Hamilton als Schumacher-Nachfolger hat sich als Volltreffer erwiesen. "Ich kenne die Leute dort, ich weiß, wie hart sie arbeiten, daher freut mich das natürlich", grüßte Schumacher vor einigen Tagen via Internet.

Am 4. Oktober 2012 hatte der Formel-1-Rentner in Suzuka seinen endgültigen Rücktritt verkündet. Die jüngsten Mercedes-Erfolge sieht der 44-Jährige durchaus auch als sein Erbe. "Ich denke, auch ich kann mir zugute halten, dort einiges auf den Weg gebracht zu haben. Dass sich dies nun langsam auszahlt, ist für mich genauso befriedigend wie für das ganze Team", versicherte Schumacher.

Der Rennstall allerdings hat sich erstaunlich schnell vom siebenmaligen Champion emanzipiert. Ein Abschied von Schumachers langjährigem Weggefährten Brawn dürfte nicht so leicht fallen. Zwar stünde in Paddy Lowe ein Nachfolger bereit, der frühere McLaren-Technikchef aber gilt unter Experten eher als stiller Tüftler denn als starke Führungsfigur. "Es wäre großartig, wenn Ross bleibt. Er ist ein toller Teamchef", sagte Silberpfeil-Pilot Nico Rosberg.

Keine Frage: Ein erneuter Umbruch beim Spitzenpersonal würde den Rennstall zu einem kritischen Zeitpunkt treffen. Gerade erst wurde die Integration mehrerer Top-Ingenieure ins sensible Teamgefüge abgeschlossen. 2014 gibt es eine neue Motorenformel in der Formel 1, die Autos werden sich enorm verändern, der Antriebseinheit kommt viel größere Bedeutung zu. Gerade hier fühlt sich Mercedes stark, stärker auch als die Konkurrenz von Red Bull um Sebastian Vettel.

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Zugleich hat sich das Team in vierjähriger Aufbauarbeit für 2014 auch eine große Fallhöhe geschaffen. Die Aussicht auf Triumphe birgt auch das Risiko des Scheiterns. Eine Schonfrist gibt es dann nicht mehr bei Mercedes, für keinen. Das weiß auch Brawn. Spekuliert wird, dass er zu Honda zurückkehren und die Rückkehr der Japaner als Motorenpartner von McLaren 2015 vorbereiten könnte. Aber würde er dafür die reale Titelchance 2014 mit Mercedes aufgeben? Das Fahrerlager rätselt. Und Mercedes muss sich auf eine quälende Geduldsprobe einstellen.

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