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Todts Gegenkandidat als FIA-Präsident gibt auf

14.11.2013, 15:10 Uhr | dpa

Todts Gegenkandidat als FIA-Präsident gibt auf. David Ward hat sein Vorhaben aufgegeben.

David Ward hat sein Vorhaben aufgegeben. Foto: Daniel Deme. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Mit einem Seitenhieb auf Amtsinhaber Jean Todt hat Herausforderer David Ward drei Wochen vor der Wahl zum neuen FIA-Präsidenten aufgegeben. Der ehemalige Politik-Berater und langjährige FIA-Funktionär erklärte seinen Rückzug von seiner Kandidatur.

Der Brite teilte seine Entscheidung in einem Brief den Mitgliedsverbänden des Internationalen Automobilverbandes mit. Es habe sich als unmöglich erwiesen, die nötigen Stimmen zu sammeln, erklärte Ward.

"Daher möchte ich Jean Todt meine Glückwünsche zu einer zweiten Amtszeit anbieten", erklärte Ward. Wenn auch ohne Gegner, so aber nicht unumstritten, fügte der 57-Jährige mit Blick auf den alten und designierten neuen Amtsinhaber Todt hinzu.

Ward hatte während seines Wahlkampfes zahlreiche Reformen in einem 20-Punkte-Papier gefordert. Er hatte dem aktuellen FIA-Boss zudem vorgeworfen, sich vorzeitig unerlaubt Stimmenzusagen im Block gesichert zu haben. Dies sei "ein ernster Verstoß gegen die Regularien und den Ethikcode der FIA", hatte Ward betont und die Ethikkommission der FIA zur Klärung aufgerufen.

In seinem zweiseitigen Schreiben an die FIA-Clubs sparte Ward nun auch wieder nicht an deutlicher Kritik an den Strukturen des Weltverbandes, der unter anderem auch Regelbehörde der Formel 1 ist. "Das derzeitige FIA-Modell ist eine Regierung der Führung durch die Führung und für die Führung." Es sollte aber eine Regierung von den Mitgliedsverbänden und für diese sein.

Der Brite verwies auch auf eine Rede des deutschen IOC-Präsidenten Thomas Bach vor der UN-Generalversammlung in der vergangenen Woch. Ward forderte Reformen der FIA, um Transparenz, Rechenschaftspflicht und Demokratie zu verbessern. Er hatte seine Kandidatur im September bekanntgegeben. Ward war zuvor Chef der FIA Foundation für Automobile und Sicherheit gewesen und hatte Todts Vorgänger Max Mosley beraten.

Mit seinem Rückzug ist der Weg nun frei für den aktuellen Amtsträger. Todt hatte den Posten 2009 übernommen. Der Franzose hatte früher als Teamchef die Titelära des italienischen Formel-1-Rennstalls Ferrari zusammen mit Rekordweltmeister Michael Schumacher geprägt.

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