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Motorsport  

Formel-1-Teams lehnen Pflicht-Boxenstopps ab

10.12.2013, 19:30 Uhr | dpa

Formel-1-Teams lehnen Pflicht-Boxenstopps ab. Die Haltbarkeit der Reifen von Pirelli sorgte in der Saison 2013 für Zoff.

Die Haltbarkeit der Reifen von Pirelli sorgte in der Saison 2013 für Zoff. Foto: Jens Buettner. (Quelle: dpa)

Paris (dpa) - Im Zuge ihrer Regeldebatte haben die Formel-1-Teams den Vorstoß für zwei Pflicht-Boxenstopps pro Rennen abgelehnt.

Bei einem Treffen von Strategiegruppe und Formel-1-Kommission sei der Wunsch von Reifenhersteller Pirelli am heftigen Widerstand der Rennställe gescheitert, berichtete die BBC. Mit dem Zwang zu mindestens zwei Reifenwechseln pro Grand Prix sollte ein erneuter Dauerzoff um die empfindlichen Pneus wie in der abgelaufenen Saison verhindert werden. Unterstützt wurde der Vorschlag von Chefvermarkter Bernie Ecclestone und Weltverbandspräsident Jean Todt.

Die Teams sahen dies jedoch als zu großen Eingriff in ihre Rennstrategien an und fürchteten zudem, dass dann künftig die meisten Grand Prix gleichförmig verlaufen könnten. Vor allem in der ersten Hälfte dieses Jahres hatte es immer wieder Ärger um die Reifen gegeben. Höhepunkt war der britische Grand Prix, der wegen mehrerer spektakulärer Reifenplatzer vor dem Abbruch stand. Pirelli wollte derartige Negativ-PR künftig vermeiden, zumal durch die umfassende Regelreform für 2014 völlig neue Reifentypen nötig werden.

Dem von Pirelli gewünschten Zusatztest in Bahrain stimmten die Formel-1-Verantwortlichen indes zu. Vom 17. bis 19. Dezember darf der italienische Hersteller mit Autos aus dieser Saison seine künftigen Reifenmodelle ausprobieren. Das sportliche Regelwerk sei aus Sicherheitsgründen in diesem Punkt geändert worden, teilte der Internationale Automobilverband FIA mit. Red Bull, Mercedes, Ferrari, und Toro Rosso werden laut FIA an dem Test teilnehmen. Entgegen der Verbandsangaben schlugen McLaren und Force India die Einladung von Pirelli allerdings aus, wie Sky Sports am Dienstag berichtete.

Durchgefallen ist bei den Teams indes auch der Vorschlag, das zulässige Maximalgewicht für Auto und Fahrer um zehn Kilogramm zu erhöhen. Damit sollte ein möglicher Nachteil für größere und schwerere Piloten ausgeschlossen werden. Ferrari, Mercedes und Lotus votierten dagegen.

Bei dem Treffen in Paris hatten die Spitzengremien Grünes Licht für eine Ausgabengrenze erteilt, die von 2015 an wirksam werden soll. Zudem werden künftig im Finalrennen der Saison doppelte Punkte für Fahrer und Teams verteilt. Von 2014 dürfen sich die Piloten feste Nummern zwischen 2 und 99 aussuchen, die 1 bleibt für den Weltmeister reserviert. Einigung wurde auch über die Einführung von Fünf-Sekunden-Strafen für kleinere Regelverstöße erzielt.

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