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Schicksal von Michael Schumacher vereint alle - daran liegt es

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"Für ewig verbunden"  

Warum Schumachers Schicksal alle vereint

16.01.2014, 13:08 Uhr | t-online.de

Schicksal von Michael Schumacher vereint alle - daran liegt es. Von den Tifosi geliebt: Michael Schumacher feierte mit Ferrari fünf WM-Titel. (Quelle: imago/Sven Simon)

Von den Tifosi geliebt: Michael Schumacher feierte mit Ferrari fünf WM-Titel. (Quelle: Sven Simon/imago)

Michael Schumacher war Idol und Bösewicht zugleich, weil er die Formel 1 zu seinen besten Zeiten mit unnachgiebiger Härte dominierte. Doch jetzt, wo er seit fast drei Wochen in unverändertem Zustand mit einem schweren Schädel-Hirntrauma im Koma liegt, bangen nicht nur Freunde, Fans und die Familie um sein Leben. Auch frühere Erzfeinde zeigen sich auf einmal warmherzig, wo vorher Eiseskälte herrschte.

Das Schicksal des Formel-1-Rekordweltmeisters vereint sozusagen alle. Doch woran liegt das?

Die ganze Nation im Schumi-Fieber

Da wären zunächst einmal Schumachers sieben Titel, die er in seiner Karriere errungen hat. Der 45-Jährige prägte eine ganze Ära und löste mit seinen Triumphen - vergleichbar nur mit Boris Becker im Tennis - einen Motorsport-Boom in Deutschland aus. Eine ganze Nation war plötzlich im Schumi-Fieber und saß beim Rennstart vor dem Fernseher.

Beistand von Bruder und Vater 
Ralf und Rolf Schumacher besuchen Michael

Der siebenfache Formel-1-Weltmeister liegt noch immer in Grenoble im künstlichen Koma. Video

Ohne die Erfolge Schumachers hätten Sebastian Vettel, Nico Rosberg oder Adrian Sutil womöglich nie den Sprung in die Formel 1 geschafft. "Ich erinnere mich an den Rennsport-Boom damals in Deutschland; wir alle haben davon profitiert, all die verschiedenen Serien", bestätigt Sutil.

Vettel wird nie den Stellenwert Schumachers erlangen

Vettel erinnert sich noch an seine erste Begegnung mit Schumacher 1994. Damals überreichte Schumacher beim Finale einer Kartmeisterschaft die Pokale. Der Kerpener hatte gerade seinen ersten Titel geholt, der siebenjährige Knirps Vettel die Landesmeisterschaft gewonnen. "Und es kam, wie es kommen musste. Als er vor mir stand, wusste ich nicht, was ich sagen sollte", erzählt Vettel.

Jahrelang war Schumacher das große Idol des nun 26-Jährigen. Mittlerweile hat Vettel auch schon vier Titel eingefahren und ist auf dem besten Weg, die Rekorde Schumachers zu knacken. Doch den Stellenwert seines ehemaligen Vorbilds wird er nie erlangen, weil sich eben alles nur wiederholt.

Ferrari-Zeit ein Meilenstein

Schumacher hingegen hat Meilensteine gesetzt. Wie beispielsweise in seiner Zeit bei Ferrari. 1996 lag das Team vom Misserfolg gebeutelt am Boden, ehe Schumacher kam und die Scuderia zwischen 2000 bis 2004 mit fünf Titeln zu altem Glanz führte. Noch heute liegen die Tifosi Schumacher für seine Heldentaten zu Füßen.

Oft ging Schumacher für den Erfolg aber über die Grenzen hinaus, übertrieb es mit der strikten Trennung zwischen dem Privatleben und seinem Job als Rennfahrer. Zu Hause ein liebender Ehemann, Vater und guter Freund, fuhr er auf der Rennstrecke Gegnern ins Auto, trickste die Konkurrenz aus oder drohte sogar mit Prügel. Nicht umsonst wurde Schumacher damals als Rennroboter bezeichnet - kühl, perfekt, unverwundbar und alles kontrollierend.

Schumacher plötzlich menschlich

Doch die Eskapaden von damals sind bei Jacques Villeneuve, Damon Hill oder aber David Coulthard, die einst zu den Leidtragenden gehörten, vergessen. Plötzlich ist Schumacher, jetzt wo er im Kampf mit dem Tod im Krankenhaus liegt, verletzlich, schwach - eben menschlich und einer von ihnen geworden.

"Zum Glück ist Michael ein Kämpfer. Er hasst es zu verlieren. Das ist jetzt ganz wichtig", erklärt Villeneuve. Besonders treffend formuliert es Coulthard: "Der Unfall hat Michael mit dem Rest von uns auf menschlicher Ebene für alle Zeit verbunden."

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