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Nicht nur ein bisschen Kosmetik: Formel-1-Autos 2014

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Motorsport  

Nicht nur ein bisschen Kosmetik: Formel-1-Autos 2014

23.01.2014, 12:57 Uhr | dpa

Nicht nur ein bisschen Kosmetik: Formel-1-Autos 2014. Nicht alle Veränderungen in der Formel 1 sind sichtbar.

Nicht alle Veränderungen in der Formel 1 sind sichtbar. Foto: Jens Buettner. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Lenkrad und vier Räder haben die neuen Formel-1-Autos auch 2014. Ansonsten mussten die Teams für die kommende Saison praktisch von Grund auf neue Wagen konstruieren. Grund dafür ist die wohl größte technische Reform in der Geschichte der Motorsport-Königsklasse.

Ein Überblick über die wichtigsten optischen Veränderungen:

Die FAHRZEUGNASE: Sie ist drastisch abgesenkt. Zuletzt war eine Maximalhöhe von 55 Zentimetern erlaubt. Nun sind es nur noch 18,5 Zentimeter von der Spitze der Rennwagen zum Boden. Die Nasen liegen damit unwesentlich höher als der Frontflügel. Der Grund für die Änderung: Durch die noch tiefer liegende Wagenspitze soll bei Kollisionen die Gefahr weiter gemindert werden, dass andere Piloten von ihr getroffen werden.

Der FRONTFLÜGEL: Er ist schmaler geworden. Statt 1,80 Metern beträgt die erlaubte Maximalbreite 1,65 Meter. Auswirkung hat das auf die sogenannten Endplatten, die für die Luftführung vor den Vorderreifen wichtig sind.

Der HECKFLÜGEL: Das untere Heckflügel-Element, der sogenannte Beamwing, ist nicht mehr erlaubt. Für die Ingenieure besteht auch hier die Herausforderung darin, den dadurch verlorenen Abtrieb zu kompensieren.

Der AUSPUFF: Nur noch ein Endrohr ist erlaubt. Bislang wurden die Abgase über zwei seitliche Kanäle abgeleitet - und so auf das Heck geführt, dass auch dadurch weiterer Abtrieb erreicht wurde - sprich: eine bessere Straßenlage. Das neue Endrohr muss mittig angebracht sein. Es ist um fünf Grad nach oben abgewinkelt und liegt unter dem Heckflügel.

Nicht sichtbar sind weitere gravierende Veränderungen. Die zweifelsohne größte ist die Motorenreform. Statt der 2,4 Liter-Saugmotoren mit acht Zylindern werden die Wagen nun von 1,6-Liter-Turbomaschinen angetrieben mit sechs Zylindern. Hinzu kommt das deutlich komplexere Hybridsystem ERS (Energy Recovery System), das nicht mehr 82 PS für 6,67 Sekunden, sondern 160 PS für 33,3 Sekunden zusätzlich leistet. Wegen der schwereren Batterien wurde auch das Maximalgewicht angehoben. Waren bisher 642 Kilogramm - Auto und Fahrer - erlaubt, sind es nun 690 Kilogramm.

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