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Formel 1: Sebastian Vettel hat weiter Lust auf Rosenwasser

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Formel 1 in Bahrain  

Sebastian Vettel hat weiter Lust auf Rosenwasser

04.04.2014, 07:15 Uhr | dpa

Formel 1: Sebastian Vettel hat weiter Lust auf Rosenwasser. In Bahrain würde Sebastian Vettel den Champagner gern gegen Rosenwasser eintauschen.

In Bahrain würde Sebastian Vettel den Champagner gern gegen Rosenwasser eintauschen. Foto: Diego Azubel. (Quelle: dpa)

Sakhir (dpa) - Sebastian Vettels Lust auf Rosenwasser in Bahrain ist ungebrochen. Wenn es schon aufgrund islamischer Gepflogenheiten bei der Siegerdusche kein Champagner sein darf, dann möchte der Red-Bull-Pilot beim Grand Prix in Sakhir doch zumindest von dem Alternativgetränk wieder kosten dürfen.

Das in dieser Formel-1-Saison bislang dominierende Mercedes-Duo Lewis Hamilton und Nico Rosberg will aber den Sieg beim dritten Rennen 2014 am liebsten erneut unter sich ausmachen.

"Es ist sehr erfreulich, wo wir jetzt stehen", konstatierte Vettel am Donnerstag. "Wir wollen aber natürlich mehr." Dennoch sieht der Heppenheimer die Silberpfeile in der stärkeren Ausgangsposition. "Mercedes ist der Favorit. Sie haben das bessere Paket", urteilte Vettel. Anders sieht es bei Red Bull aus. "Das Paket alles in allem ist im Moment nicht stark genug, um mehr Paroli zu bieten", räumte Vettel bei seiner Auftaktpressekonferenz im Fahrerlager ein.

Selbst Red-Bull-Teamchef Christian Horner sieht die Silberpfeile zumindest am Persischen Golf weiter vorne. "Ich denke, dass ihr Vorteil in Bahrain möglicherweise größer sein wird, als er es in Malaysia war", meinte der Brite, "denn die Strecke wird von der Power bestimmt." Und da hat Mercedes eine Menge Vorarbeit geleistet. "Das ist eine Motorenstrecke", erklärte auch Rosberg vor seinem 150. Grand Prix. Und diese komme den PS-starken Silberpfeilen entgegen.

Das verwundert auch die Hinterherfahrer von Ferrari nicht. "Schon nach den Tests war klar, dass Mercedes vorne sein würde", räumte Scuderia-Teamchef Stefano Domenicali vor dem ersten Nachtrennen dieses Jahres ein. "Wenn Mercedes sein Tempo beibehält, wird es sehr schwer sein, zu ihnen aufzuschließen."

Ob Ferrari um seine Weltmeisterpaarung Fernando Alonso und Kimi Räikkönen nun schon in Sakhir attackieren könne oder erst in den nachfolgenden Rennen in China und Spanien, sei nicht die Frage. "Wir müssen das Auto weiterentwickeln", forderte der in der Kritik stehende Domenicali. Einen Hoffnungsschimmer gibt es allerdings: Kein Rennstall konnte vor der zehnten Auflage öfter in Bahrain gewinnen als Ferrari: Viermal wurde von ihnen Rosenwasser verspritzt.

Vettel & Co. müssen sich auf ein Rennen einstellen, das ihren Bremsen und Motoren viel abverlangen wird. Und dazu kommen auf den 57 Runden über insgesamt 308,238 Kilometer noch die Verwehungen von Wüstensand, die keine Seltenheit bei diesem Grand Prix sind. Nicht zu vernachlässigen, sind allerdings auch die Winde auf dem Kurs.

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Aber nicht nur für Vettel sind das bekannte Begleitumstände. Viel wichtiger wird für den viermaligen Weltmeister und sein in der Vergangenheit vom Erfolg verwöhntes Team die Frage sein, ob Renault den vor allem während der Testphase so störrischen Turbomotor endlich entscheidend weiter gebracht hat. "Es ist kein Geheimnis, dass wir bezüglich Fahrbarkeit und Power noch mehr machen müssen", weiß Vettel, der die letzten beiden Bahrain-Auflagen gewann.

Der Hesse nahm den Motorenlieferanten allerdings auch in Schutz. "Man darf nicht immer so versteift mit dem Finger auf Renault zeigen", beschwichtigte Vettel. Red Bull habe während der Wintertests zu wenig fahren können. Renault mache nun richtig Dampf, sagte Vettel.

Weitere Fortschritte will auch Nico Hülkenberg machen. Der Rückkehrer zu Force India konnte dank Platz sechs und fünf in diesem Jahr schon 18 Zähler sammeln. "Hier wird es etwas kniffliger", meinte er. An die Stätte seines ersten Grand-Prix-Starts aus dem Jahr 2010 hat der 26-Jährige aber keine guten Erinnerungen. "Um ehrlich zu sein, war Bahrain bislang nicht der beste Ort für mich und ich hatte hier nie gute Resultate", räumte Hülkenberg ein, der in den vergangenen beiden Saisons jeweils nur Zwölfter wurde und hier noch keinen Punkt ergattern konnte. "Dieses Jahr werden wir das ändern."

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