Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Formel 1 >

Kühler Empfang für neuen Ferrari-Teamchef Mattiacci

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Motorsport  

Kühler Empfang für neuen Ferrari-Teamchef Mattiacci

18.04.2014, 12:35 Uhr | dpa

Kühler Empfang für neuen Ferrari-Teamchef Mattiacci. Ferraris neuer Teamchef Marco Mattiacci versucht Souveränität zu demonstrieren.

Ferraris neuer Teamchef Marco Mattiacci versucht Souveränität zu demonstrieren. Foto: Diego Azubel. (Quelle: dpa)

Shanghai (dpa) - Der Ferrari-Aufräumer trägt Sonnenbrille. Ziemlich übernächtigt betritt der neue Scuderia-Teamchef Marco Mattiacci am Freitag im smoggrauen Shanghai die Box des taumelnden Formel-1-Traditionsteams. Seine demonstrative Coolness wird der 43 Jahre alte Römer brauchen.

Einen Vertrauensvorschuss bekommt der Nachfolger des zu Wochenbeginn zurückgetretenen Stefano Domenicali nicht. "Den kenn ich nicht. Wahrscheinlich hab ich ihn schon mal getroffen", knurrt Neuzugang Kimi Räikkönen. Teamkollege Fernando Alonso meint hörbar distanziert: "Es ist noch zu früh, um zu sagen, ob der Wechsel sehr gut oder sehr schlecht war."

Die Laune der Roten ist in diesen Tagen so grau wie der Himmel über dem Shanghai International Circuit. So schlecht wie in diesem Jahr ist die Scuderia schon lange nicht mehr in eine Saison gestartet, da gilt die zweitbeste Trainingszeit von Alonso schon als Lichtblick. Der enttäuschende Auftakt kostete Domenicali das Amt, nun soll es der in der Branche bislang völlig unbekannte Mattiacci richten. "Keine Angst, er ist die richtige Wahl", versichert Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo.

Und doch scheint Montezemolo Zweifel zu haben. Warum sonst will sich der Patron künftig deutlich mehr selbst ins Tagesgeschäft des Teams einmischen? "Ich werde im Vergleich zu den letzten Jahren zur Vergangenheit zurückkehren: Näher am Team und an der Formel 1", sagt der 66-Jährige.

Die Lage ist für Ferrari schlicht inakzeptabel. Ausgerechnet die Motoren-Revolution in der Formel 1 hat den stolzen Sportwagen-Hersteller aus Maranello vollends aus der Spur gebracht. Kein Wunder, dass die Ferraristi seit Wochen an den neuen Regeln der Königsklasse herumnörgeln. Sogar den Präsidenten des Olympischen Komitees Italiens zitierte das Team auf seiner Homepage als Kronzeugen. "Ich spreche im Namen aller Sportler und Fans Italiens: Ich mag diese Formel 1 nicht. Meiner Meinung nach liefert sie ein Produkt, das absolut keinen Sinn macht", wetterte Giovanni Malagò.

Aber es hilft wohl nichts. Ferrari muss bis auf weiteres aus eigener Kraft den Anschluss an die Spitze herstellen. Seit elf Monaten wartet Ferrari auf einen Grand-Prix-Sieg. Schon 35 Punkte trennen den Spanier Alonso als Gesamtvierten von WM-Spitzenreiter Nico Rosberg. Rückkehrer Räikkönen hat gar erst sieben Punkte gesammelt und ist damit WM-Zwölfter. "Wir müssen ehrlich sein: Wir sind nicht da, wo wir sein wollten", sagt Alonso, der im Vorjahr in China gewann.

Viel Arbeit also für den neuen Teamchef. "Wir werden nicht aufgeben. Es ist erst das vierte Rennen. Wir wollen die Lücke schließen, so weit wie möglich", sagt Mattiacci. Aber was kann dieser Mann bewirken, der bislang vor allem als Experte für Verkauf und Vermarktung beim Autobauer aufgefallen ist? Schnell blühten die Spekulationen, er sei nur Platzhalter für eine Formel-1-Koryphäe. Es fielen Namen wie Ross Brawn, Bob Bell und sogar Gerhard Berger.

Formel 1  
Die schönsten Girls des Motorsports

Diese Damen sind nicht nur ein fester Bestandteil der Formel 1. zur Foto-Show

Brawn war einst Vater der Ferrari-Erfolge mit Michael Schumacher und zog sich nach der Vorsaison bei Mercedes zurück. Technikchef Bell verlässt das Silberpfeil-Team im November und wäre dann frei. Berger fuhr früher für Ferrari und war später Motorsportdirektor bei BMW und Mitbesitzer beim Toro-Rosso-Team.

Zunächst aber soll Mattiaci die Stimmung bei der Scuderia wieder heben. "Es ist Zeit für einen maßgeblichen Wandel", sagte sein Vorgänger Domenicali zum Abschied in dieser Woche. So weit will Mattiaci dann bei seinem ersten Auftritt doch noch nicht gehen: "Es ist noch zu früh, Umstrukturierungen anzukündigen."

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Wahnsinn 
Cleverer Hund überwindet Gartenzaun mit Trick

Kaum zu glauben, wie der Hund es schafft zu seinen Freunden zu gelangen. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Auf flachen Sohlen - Schuhe für die kühle Jahreszeit

Angesagte Stiefel, trendige Schnürer, klassische Stiefeletten u.v.m. jetzt entdecken bei BAUR.

Shopping
Mit dem Multitalent wird jedes Kochen zum Erlebnis

Krups Multifunktions-Küchenmaschine HP5031: Ihr Partner für kreative Kochideen! bei OTTO.de

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal