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Ecclestone-Prozess: Wichtige Sätze der Anklage und der Verteidigung

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Motorsport  

Wichtige Sätze der Anklage und der Verteidigung

24.04.2014, 11:24 Uhr | dpa

Ecclestone-Prozess: Wichtige Sätze der Anklage und der Verteidigung. Formel-1-Chef Bernie Ecclestone (M.

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone (M.) bei der Ankunft im Verhandlungssaal in Begleitung von seinem Anwalt Sven Thomas (l). Foto: Sven Hoppe. (Quelle: dpa)

München (dpa) - Formel-1-Chef Bernie Ecclestone hat nach Überzeugung der Münchner Staatsanwaltschaft aus Angst vor einem Machtverlust Bestechungsgelder in Millionenhöhe an den Banker Gerhard Gribkowky gezahlt. Damit wollte er laut Anklage Einfluss auf die Auswahl des Käufers der Formel 1 nehmen.

Die Verteidiger von Ecclestone erklärten in einer Pressemitteilung, dass der Formel-1-Geschäftsführer die Vorwürfe der schweren Bestechung zurückweist.

Wichtige Sätze aus der Anklage:

"Dr. Gribkowsky erhielt durch und auf Veranlassung des Angeschuldigten zwischen Juni 2006 und Dezember 2007 als Gegenleistung Zahlungen in Höhe von insgesamt 44 Mio. USD, die als Entgelt für Beratungsleistungen getarnt waren."

"Da der Angeschuldigte die mit Dr. Gribkowsky vereinbarten Zahlungen zumindest nicht vollständig aus seinem eigenen Vermögen aufwenden wollte, veranlasste er Dr. Gribkowsky bei der BayernLB eine Provisionszahlung in Höhe von 41 Mio USD zu seinen Gunsten durchzusetzen, die tatsächlich zumindest in erheblichem Umfang als Kick-Back-Zahlung an Dr. Gribkowsky floss."

"Für den Angeschuldigten waren die Beteiligungen der BayernLB und der weiteren Formel-1-Banken JP Morgan und Lehman als Mehrheitsanteilseigner der Formel 1 über Speed von Beginn an ein Störfaktor."

"Jegliche Einmischung oder gar Mitbestimmung bei den operativen Abläufen und Strukturen durch die Banken als Mehrheitseigner wollte er soweit als möglich verhindern, da dies für ihn den Verlust seiner faktisch unumschränkten Kontroll- und Machtposition in der Formel 1 bedeutet hätte."

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"Für den Angeschuldigten entstand insoweit einerseits Anfang April 2005 ein ganz erheblicher Druck, nach Lösungen zu suchen, um die Schwächung seiner bestimmenden Stellung als Chef der Formel 1 schlimmstenfalls seiner Absetzung zu vermeiden."

"Andererseits wusste der Angeschuldigte von Dr. Gribkowsky, dass dieser bei der BayernLB nicht uneingeschränkt glücklich war. Zudem hatte der Angeschuldigte erkannt, dass Dr. Gribkowsky an dem Formel-1-Renngeschäft erheblichen Gefallen gefunden hatte."

"Der Verurteilte Dr. Gribkowsky ging auf das Angebot des Angeschuldigten ein, da er Interesse an finanziellen Vorteilen und auch einer künftigen wichtigen Rolle in der Formel 1 hatte."

"Der Angeschuldigte war sich dabei bewusst, dass es sich bei der BayernLB nicht um eine Geschäftsbank handelte, sondern die Bank des Freistaats Bayern sowie öffentlich-rechtlicher Körperschaften des Freistaats und der Verurteilte Dr. Gribkowsky insofern Amtsträger war."

"Nachdem der Verkaufsprozess nach den Vorstellungen des Angeschuldigten Anfang September 2005 in Gang gesetzt war, fasste er den Entschluss, selbst daraus finanzielle Vorteile zu generieren, mit denen er mindestens die Dr. Gribkowsky versprochenen finanziellen Vorteile ausgleichen wollte."

Die wichtigsten Auszüge aus der Erklärung der Anwälte:

"Herr Ecclestone verteidigt sich gegen die Vorwürfe der Anklage und weist diese zurück. Die behauptete Bestechung gab es nicht. Die Anklagevorwürfe beruhen auf Erklärungen von Herrn Dr. Gribkowsky, die unzutreffend, irreführend und unschlüssig sind. Sie berücksichtigen nicht den tatsächlichen Verlauf der Jahre 2005 und 2006 in der Formel 1 und im Leben von Herrn Ecclestone, Vorgänge, die diese Vorwürfe nicht tragen."

"In der Hauptverhandlung werden daher Zeitpunkt, Inhalt und Umstände der vielfältigen Aussagen von Herrn Dr. Gribkowsky zu hinterfragen sein."

"Das Gericht und die Verfahrensbeteiligten werden sich mit den relevanten Unterlagen zu Vorgängen und zum Umfeld des Verkaufs der Anteile der BayernLB an der Formel 1 Gruppe in den Jahren 2005 und 2006 zu beschäftigen haben. Einiges davon hat noch keinen Eingang in die Akten gefunden. Es ergibt sich daher derzeit ein unvollständiges Bild."

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