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Rückschlag für Vettel: Abbruch mit Feuerlöscher

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Großer Preis von Spanien  

Rückschlag für Vettel: Abbruch mit Feuerlöscher

09.05.2014, 18:47 Uhr | dpa

Rückschlag für Vettel: Abbruch mit Feuerlöscher. Sebastian Vettel muss nach nur vier Runden in Barcelona seinen Red Bull stehen lassen.

Sebastian Vettel muss nach nur vier Runden in Barcelona seinen Red Bull stehen lassen. Foto: Toni Albir. (Quelle: dpa)

Barcelona (dpa) - Bei der erneuten Demonstration der Silberpfeil-Übermacht war Sebastian Vettel ganz schnell zum Zuschauen verdammt.

Die Vettel-Attacke auf das Mercedes-Duo mit einem erneut brillant aufgelegten Seriensieger Lewis Hamilton und dem abermals zweitplatzierten Nico Rosberg ging beim ersten Kräftemessen zum Europa-Auftakt gründlich daneben.

Ein Kurzschluss in seinem Red Bull stoppte das Training für den Heppenheimer nach nur vier Runden. "Ein kleiner Defekt, der uns sehr getroffen hat", sagte Vettel und klang dabei noch erstaunlich gelassen. "Ich glaube nicht an Pech, es gibt irgendeinen Grund dafür, dass es kaputt gegangen ist. Ich brauche kein Mitleid."

In großer Sorge ist auch Teamchef Christian Horner nicht. Vettel sei in guter Form und zuversichtlich. "Er ist aber auch relaxed. Er arbeitet so mit dem Team, wie er das immer gemacht hat. Wir hatten 2012 auch schon mal einen schlechten Start in die Saison und uns in die Saison zurückgekämpft", betonte Horner in einem dpa-Interview.

Schon wieder lief es bei seinem zweiten Fahrer Daniel Ricciardo deutlich besser. Der Australier wurde in der Tagesabrechnung - wenngleich mit einem beachtlichen Rückstand von fast einer Sekunde auf Hamilton - Dritter. Rosberg fehlte allerdings auch fast eine halbe Sekunde auf den Briten, der Sonntag den Großen Preis von Spanien erstmals gewinnen will.

Und die Vorzeichen sind ausgezeichnet: Seit drei Rennen ist Hamilton bereits ungeschlagen, jedes Mal wurde Rosberg, der in der WM-Wertung mit nur noch vier Punkten vor dem Ex-Weltmeister führt, Zweiter. Und die beiden fuhren auch am Freitag auf dem 4,655 Kilometer langen Circuit de Catalunya, der als Leistungsindikator par excellence gilt, wieder in einer eigenen Liga. "Das war ein großartiger Tag", stellte daher Hamilton rundum zufrieden fest. "Es sieht so aus, als ob wir erneut sehr schnell wären", fügte Rosberg hinzu.

Bis sein Landsmann Vettel vor die Kameras und Mikrofone trat, ließ der in diesem Jahr noch immer sieglose Titelverteidiger ein paar Stunden verstreichen. Erst nach dem zweiten Training, bei dem er zum Zuschauen verdammt war, redete er - erstaunlich entspannt - über einen weiteren verkorksten Tag mit seiner dauerhaft zickigen "Suzie".

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"Es ist eigentlich kein großer Schaden, aber er ist sehr versteckt", sagte Vettel. Durch einen Defekt war der Kabelbaum beschädigt worden. Dieser wurde danach komplett ausgewechselt, der Wagen mit Hochdruck für das Training an diesem Samstag (11.00 Uhr) fertiggestellt. "Es ist keine Sache von fünf Minuten", erklärte Vettel.

Mit versteinerter Miene war er Stunden zuvor ins Motorhome gestapft. Nach nicht einmal 20 Kilometern war das Training für ihn bereits gelaufen. Die Bilder vom Vierfach-Weltmeister mit einem Feuerlöscher in den Händen weckten Erinnerungen an die desaströsen Testauftritte, als der neue RB10 gleich mehrfach stehen geblieben war und Vettel sich als Feuerwehrmann verdient gemacht hatte.

Es ist wie verhext. Ausgerechnet jetzt, da Vettel zum Neustart in eine bislang sieglose Saison starten wollte und dabei auf ein gebrauchtes Chassis von den Wintertests setzte, ging die Pannenserie weiter: Platz 20 von 22 im ersten Durchgang, keine Zeit im zweiten.

Technische Probleme hatten allerdings zunächst auch Rosberg noch ein wenig gebremst. Der WM-Spitzenreiter, der vier Punkte Vorsprung auf Hamilton hat, schaffte nur neun Runden, belegte aber in der ersten Session immerhin Rang fünf. An der Spitze unterstrich Hamilton in beiden Trainingseinheiten seine Ambitionen, seine Serie auf vier Siege auszubauen.

Er verwies zuerst seinen britischen Landsmann Jenson Button im McLaren deutlich auf Rang zwei. Danach Rosberg. Einen guten Eindruck hinterließ auch Ferrari-Star Fernando Alonso. Nachdem er am Donnerstag öffentlich einen Podiumsplatz noch außer Reichweite gewähnt hatte, fuhr der spanische Lokalmatador und Vorjahressieger die viertbeste Zeit.

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