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Nico Rosberg: "Natürlich haben sich die Ansprüche verändert"

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Nico Rosberg: "Natürlich haben sich die Ansprüche verändert"

20.05.2014, 10:42 Uhr | dpa

Nico Rosberg: "Natürlich haben sich die Ansprüche verändert". Nico Rosberg bejubelt 2013 seinen Sieg beim Großen Preis von Monaco.

Nico Rosberg bejubelt 2013 seinen Sieg beim Großen Preis von Monaco. Foto: Srdjan Suki. (Quelle: dpa)

Monte Carlo (dpa) - Nico Rosberg sieht die Siegesserie von Mercedes in der Formel 1 als Lohn der jahrelangen Aufbauarbeit: "Das haben wir auch verdient, alle sind fleißig genug gewesen."

"Ich genieße das sehr, nach den schweren Zeiten die Erfolge einzufahren", sagte der Silberpfeil-Pilot im Interview der Nachrichtenagentur dpa vor dem Grand Prix in Monaco. Den Klassiker im Fürstentum hatte Rosberg im Vorjahr gewonnen. Nach zuletzt vier zweiten Plätzen im Duell mit Teamkollege Lewis Hamilton will der Deutsche im Titelkampf die Wende schaffen.

Welche Bedeutung hat das Rennen in Monaco für Sie?

Rosberg: Monaco ist meine Heimatstadt, da bin ich aufgewachsen, da sind meine Freunde, meine Familie, also ist das für mich ein Heimrennen. Dann ist es das prestigeträchtigste Rennen des Jahres. Es ist die größte Herausforderung für den Fahrer, das schwerste Rennen. Daher hat es größte Bedeutung, dieses Rennen zu gewinnen. Es gibt den WM-Triumph - und danach kommt der Sieg in Monaco.

Wäre die Formel 1 ohne ein Monaco-Rennen denkbar?

Rosberg: Nein, Monaco gehört in den Formel-1-Kalender. Das ist das Rennen des Jahres, das ist ein Sportereignis, das in der ganzen Welt verfolgt wird. Das ist Rennsportgeschichte. Und ich bin sicher, dass es so bleiben wird für viele, viele Jahre.

Inwiefern haben sich Ihre Ansprüche durch Ihre wachsenden Erfolge mit Mercedes verschoben?

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Rosberg: Natürlich haben sich die Ansprüche verändert. Der Anspruch ist jetzt ganz klar zu gewinnen. Das war früher nicht so. Ich habe ein siegfähiges Auto. An die WM denke ich noch nicht. Ich nehme ein Rennen nach dem anderen. Natürlich denke ich an die Punkte und will mir die WM-Führung zurückholen.

Was macht Sie zuversichtlich, dass Sie in Monaco im Dauerduell mit Ihrem Teamkollegen Lewis Hamilton die Wende schaffen können?

Rosberg: Im Rennen bin ich immer sehr gut unterwegs gewesen. Ich bin dran, es geht sehr eng bei uns zu. Es braucht nur das Extra-Quäntchen, dann bin ich wieder vorn. Davon bin ich überzeugt. In der WM sind wir nur mickrige drei Punkte auseinander. Die Saison ist noch sehr lang. Ich freue mich darum jetzt sehr auf das Monaco- Rennen. Es ist einfach ein Wahnsinns-Gefühl, zum Rennen zu kommen und zu wissen, du kannst es gewinnen, wenn du alles zusammen kriegst.

Welche Entwicklung hat das Mercedes-Team seit der Rückkehr als Werksrennstall zur Saison 2010 genommen?

Rosberg: Es ist eine Riesen-Entwicklung, es hat sich so viel verändert. Das hat fast nichts mehr mit dem zu tun, wie das Team anfangs war. Es ist sehr gewachsen. Wir hatten so schwierige Zeiten, jetzt sind wir so stark geworden, dass wir diesen Mega-Start in die Saison haben. Das haben wir auch verdient, alle sind fleißig genug gewesen. Ich genieße das sehr, nach den schweren Zeiten die Erfolge einzufahren.

Wie schwierig war es für Sie, die Wellenbewegungen von Erfolgen und vielen Rückschlägen in dieser Zeit zu erleben?

Rosberg: Schwierig - das ist immer relativ. Es war immer noch ein Silberpfeil, eine große Herausforderung. Eine Wahnsinnschance, diesem Team zum Erfolg zu verhelfen. Das ist auch extrem motivierend. Natürlich waren es schwere Phasen, die auch manchmal hart waren. Aber das war eben der Weg zum Erfolg. Mich hat da Michael Schumacher sehr beeindruckt mit seiner Arbeitseinstellung. Wir sind in Austin in einem der letzten Formel-1-Rennen seiner Karriere irgendwo bei Platz 10 rumgefahren. Und anstatt zu cruisen, gibt Michael immer noch alles und sitzt danach zwei Stunden bei der Nachbesprechung mit uns, wie wir das Auto schneller machen können. Das hat mich sehr beeindruckt.

Hatten Sie irgendwann Zweifel, dass es die richtige Entscheidung war, zu Mercedes zu gehen?

Rosberg: Klar, ein paar Monate sind halt echt schlecht gelaufen. Aber ich habe trotzdem voll an das Team geglaubt. Jetzt zeigt sich ja, dass sich die ganze harte Arbeit auszahlt, dass alles richtig war. Und darüber bin ich sehr glücklich.

Brauchen Teams einfach diese Zeitspanne, um zu einem Spitzen-Rennstall zu wachsen?

Rosberg: Ja, Red Bull hat fünf Jahre gebraucht, auch Ferrari mit Michael Schumacher. Es dauert lange, bis man eine Firma so hinbekommt, dass sie die Besten sind. Das haben wir noch nicht ganz geschafft, aber wir sind auf dem richtigen Weg.

Wie viel Anteil haben die Regeländerungen an der aktuellen Überlegenheit von Mercedes?

Rosberg: Das spielt eine große Rolle, aber nur, weil wir als Team das Beste daraus gemacht haben - offensichtlich besser als unsere Gegner. Einen großen Vorteil haben wir uns durch das Antriebssystem verschafft. Früher waren alle gleich. Jetzt hatten wir die Möglichkeit, uns da einen technischen Vorteil zu holen - und das haben wir geschafft. Wir haben einfach- den besten Hybridmotor der Formel 1. Das ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Leistung. Die Regeländerung hat also schon einen Anteil daran, dass wir jetzt gewinnen. Aber wir haben einfach -das Beste draus gemacht.

Wie langfristig kann man so einen Vorsprung halten?

Rosberg: Die Entwicklung wird sehr schnell vorangehen. Red Bull ist weiter die Messlatte, auch Ferrari ist nicht weit weg. Es ist zu erwarten, dass die voll attackieren und versuchen, die Lücke zu schließen. Ich bin aber optimistisch, dass wir vorn bleiben können. Es wird sicher schwer. Aber es ist auf jeden Fall möglich, die Position zu behalten, weil wir einfach jetzt ein starkes Team sind.-

Inwiefern ist es für Sie ein Vorteil, dass Sie schon so lange in diesem Team sind?

Rosberg: Man merkt, dass ich voll eingearbeitet in diesem Team bin. Ich bin von Tag eins im Silberpfeil-Projekt der Neuzeit dabei. Ich habe eine Position in dem Team, den Respekt, dass meine Meinung gehört wird. Ich kann wirklich mithelfen, dieses Team zu pushen.

Sie haben zuletzt oft über den Faktor Gewicht gesprochen. Was hat es damit auf sich?

Rosberg: Es ist eine konstante Diät dieses Jahr, das braucht schon viel Disziplin. Ich bin WM-Zweiter, habe den Sieg im nächsten Rennen vor Augen, das macht es alles ein bisschen einfacher. Da verzichte ich gern auch mal. In diesem Jahr sind Rennfahrer ein bisschen den Skispringern ähnlich, die müssen einfach leicht sein. Jedes Kilo, das ich mehr drauf habe, macht mich ungefähr vier Hundertstelsekunden pro Runde langsamer. Das ist voll extrem. Deshalb muss ich versuchen, so leicht wie möglich zu sein.

Liefern Sie sich auch da einen Wettbewerb mit Lewis Hamilton?

Rosberg: Natürlich habe ich geschaut, mir gegenüber meinem Teamkollegen einen Vorteil zu verschaffen, leichter zu sein als er. Leider ist das nicht ganz aufgegangen, wir wiegen beide genau gleich.

ZUR PERSON: Nico Rosberg (28) fährt seine neunte Saison in der Formel 1. Nach vier Jahren beim Williams-Team wechselte der gebürtige Wiesbadener 2010 zu Mercedes. Mit bislang vier Grand-Prix-Siegen in 152 Rennen ist er viertbester Deutscher der Formel-1-Historie.

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