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Weckruf für Mercedes - Dauergrinser Ricciardo: "Surreal"

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Motorsport  

Weckruf für Mercedes - Dauergrinser Ricciardo: "Surreal"

09.06.2014, 18:35 Uhr | dpa

Weckruf für Mercedes - Dauergrinser Ricciardo: "Surreal". Daniel Ricciardo feierte seinen ersten Formel-1-Sieg.

Daniel Ricciardo feierte seinen ersten Formel-1-Sieg. Foto: Valdrin Xhemaj. (Quelle: dpa)

Montréal (dpa) - Der WM-Weckruf von Dauergrinser Daniel Ricciardo verdarb Formel-1-Spitzenreiter Nico Rosberg gründlich die Laune. Nach fünf Doppelerfolgen kamen die Silberpfeile beim spektakulären Grand Prix von Kanada gewaltig ins Trudeln.

Und zu allem Überfluss musste sich Mercedes auch mit einer ausgiebigen Jubeltour des Premierensiegers abfinden, der auf dem Podium auch von seinem drittplatzierten Teamkollegen Sebastian Vettel gefeiert wurde. "Für ihn ist das ein fantastischer Tag, klasse, dass es aufgegangen ist", lobte der viermalige Weltmeister den Australier.

"Ich habe keine Lust, dass Red Bull gewinnt. Wir wollen die schlagen und auch alle anderen Teams", echauffierte sich Rosberg nach seinem zweiten Platz vom Sonntag. Durch den Ausfall seines Teamkollegen Lewis Hamilton baute der 28-Jährige aber die Führung auf den Briten mit nun 140 Punkten auf 22 Zähler aus. "Das Rennen nicht zu gewinnen und sogar nur mit einem Wagen auf Platz zwei ins Ziel zu kommen, ist extrem enttäuschend für uns", nörgelte Rosberg.

Ricciardo konnte mit dem Grinsen hingegen gar nicht aufhören. "Es ist ein bisschen surreal. Ich werde Zeit brauchen, bis ich das verarbeitet habe", stammelte der 24-Jährige, der erst als vierter Australier und 105. Rennfahrer insgesamt einen Grand Prix gewinnen konnte. "Ich werde diesen Moment genießen. Es ist ein Moment, den ich bewahren sollte."

Einer weiteren Silberpfeil-Bilderbuchfahrt rasten zunächst Rosberg und Hamilton entgegen. Nach der Hälfte des siebten Saisonlaufs funkten beide jedoch innerhalb weniger Sekunden SOS an die Box. "Ich verliere Power", hieß es unisono. Bis zu 160 PS soll den Motoren wegen Problemen am Energierückgewinnungssystem gefehlt haben. "Wir hatten einen Temperaturanstieg in einem System, das wir eigentlich nicht für so grundlegend gehalten haben", erläuterte Motorsportchef Toto Wolff. "Die Bremsen waren überhitzt, da haben wir beide gebeten, behutsamer mit ihnen umzugehen. Das haben sie auch gemacht, sie waren dennoch immer im Maximum."

Für Hamilton war trotzdem nach 46 Runden Schluss. "Die Bremse ist ausgefallen, einfach kaputt gegangen. Du trittst auf die Bremse, das Auto wird nicht langsamer, kein gutes Gefühl", analysierte der Brite, der im WM-Zweikampf mit Rosberg weiter an Boden verlor. "Ich bin schon zweimal in dieser Saison nicht ins Ziel gekommen. Diese Punkte muss ich mir anderswo zurückholen", sagte Hamilton.

Richtig angefressen war Titelverteidiger Vettel, der aber immerhin Rang drei ins Ziel retten konnte. "Zum Schluss habe ich noch Glück gehabt, dass mich Felipe nicht rausgekegelt hat", sagte der Heppenheimer zum Crash bei Tempo 300 zwischen Williams-Pilot Massa und Force-India-Fahrer Sergio Perez. "Wir haben mit der Brechstange noch mal alles probiert, aber glücklich bin ich nicht."

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Das Rennen um den WM-Titel lässt sich für Vettel nur mit einem verbesserten Motor offen halten. "Dass auf der Geraden mit unserer Gurke nix geht, ist natürlich frustrierend. Die Power fehlt gerade an einem Tag wie heute, wo der Sieg in Reichweite war", kritisierte Vettel, der zumindest Lob für seinen neuen Teamkollegen übrig hatte: "Für ihn ist das ein fantastischer Tag, klasse, dass es aufgegangen ist."

Dass erstmals in dieser Saison kein Mercedes gewann, soll der Teamleitung der Silberpfeile eine Warnung sein. "Für uns ist das ein guter Weckruf, dass die WM verdammt lang geht", sagte Wolff, dessen Teamaufsichtsrat Niki Lauda von der Leistung Rosbergs angesichts der Probleme begeistert war: "Es war eine meisterhafte Vorstellung von Nico."

In der packenden Schlussphase hatte selbst der WM-Führende phasenweise die Orientierung verloren. "Im Ziel musste ich meinen Ingenieur fragen, auf welchem Platz ich eigentlich angekommen bin. Ich dachte, dass ich vielleicht Fünfter oder Sechster geworden bin", räumte Rosberg ein. "Ich habe noch kurz vor dem Ende diesen langen Zug an Autos hinter mir gesehen und war froh, dass ich vor ihnen bleiben konnte. Eines ist dann zwar vorbeigegangen, aber die anderen habe ich noch in Schach gehalten." Beim nächsten Rennen in Österreich in zwei Wochen will Mercedes am Ende aber nicht nur verteidigen, sondern wieder ganz oben stehen.

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