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Formel 1: Nürburgring-Deal entfacht heftigen Streckenzoff

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"Das ist eine Frechheit"  

Nürburgring-Deal entfacht heftigen Streckenzoff

17.06.2014, 18:48 Uhr | dpa, sid, t-online.de

Formel 1: Nürburgring-Deal entfacht heftigen Streckenzoff. Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel landet beim letzten Formel-1-Rennen auf dem Nürburgring 2013 auf dem fünften Platz. (Quelle: imago/Kräfling)

Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel landet beim letzten Formel-1-Rennen auf dem Nürburgring 2013 auf dem fünften Platz. (Quelle: Kräfling/imago)

Das Knallen der Korken am Nürburgring ließ die Betreiber in Hockenheim vor Wut schäumen. Zwischen den Ausrichtern der traditionsreichen Formel-1-Rennstrecken ist ein handfester Streit entbrannt. Drei Monate nach dem Erwerb des Kurses vermeldete die Capricorn Nürburgring GmbH (CNG) ein grundsätzliches Übereinkommen mit Promoter Bernie Ecclestone, den Grand Prix von Deutschland der Motorsport-Königsklasse ab 2015 für mindestens fünf Jahre in der Eifel stattfinden zu lassen.

In Baden-Württemberg löste die Bekanntgabe des Deals Wut und blankes Entsetzen aus. "Es ist eine Frechheit, dass diese Pressemitteilung herausgegeben wurde. Es gibt in der Formel 1 ein ungeschriebenes Gesetz, das besagt: Kein Versand von Pressemitteilungen, wenn man sich im Verhandlungszustand befindet", sagte Hockenheim-Geschäftsführer Georg Seiler: "Das ist rufschädigend. Erst geht man pleite zu Lasten des Steuerzahlers, und nun macht man Millionenverträge."

Formel-1-Chef Ecclestone bestätigte der Online-Ausgabe der Zeitschrift "auto motor und sport", dass er mit den Nürburgring-Betreibern in Verhandlungen steht. "Ich habe mich mit den Leuten von Capricorn getroffen und mit ihnen besprochen, wie wir mit ihnen einen längerfristigen Vertrag abschließen können. Ich bin dazu bereit", sagte Ecclestone. Gleichzeitig deutete der 83-Jährige an, dass der laufende Vertrag mit Hockenheim und dem Nürburgring über die alternierende Austragung des Großen Preises von Deutschland eine Ausstiegsklausel hat.

Seiler: "Es gibt keine Ausstiegsklausel"

Demnach ist der Vertrag offenbar kündbar, wenn ein Veranstalter in Deutschland zu besseren Konditionen abschließen kann. "Wir werden den Vertrag mit Hockenheim respektieren. Wenn wir mit dem Nürburgring ein langfristiges Abkommen abschließen, dann ist es das Beste, den bestehenden Vertrag zu beenden und bereits 2015 mit dem neuen zu beginnen", erklärte Ecclestone.

Wenn es zu einem Vertrag kommt, wird der Große Preis von Deutschland ab 2015 für fünf Jahre am Nürburgring stattfinden. Zuletzt fand das Rennen im jährlichen Wechsel mit Hockenheim statt. Dort pocht man darauf, auch 2016 und 2018 die vertraglich zugesicherten Rennen auszutragen. "Wir freuen uns auf den Grand Prix von Hockenheim", sagte Seiler, demzufolge Ecclestone nicht die Möglichkeit habe, den Kontrakt aufzulösen. "Es gibt keine Ausstiegsklausel", betonte er. Vielmehr sieht Seiler den Briten als fairen Partner und er habe auch keinen Grund, das anders zu sehen: "Ecclestone kann und will den Vertrag nicht kündigen."

"Dauerhafte Bindung der Formel 1 am Nürburgring in greifbarer Nähe"

Zuvor hatten die Nürburgring-Betreiber um Hauptgesellschafter Robertino Wild von der Einigung geschwärmt. "Beide Parteien sind davon überzeugt, dass dieser Weg für alle an der Veranstaltung Beteiligten deutliche Vorteile und einen Mehrwert erbringt. So haben Fans und Zuschauer Gewissheit, wo und wann das Highlight in der Königsklasse des Motorsports stattfindet", hieß es in der Capricorn-Mitteilung. Zudem würden sich für Sponsoren und Geschäftspartner optimale und langfristige Planungsmöglichkeiten ergeben: "Damit ist eine dauerhafte Bindung der Formel 1 am Nürburgring möglich und in greifbarer Nähe."

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Der Düsseldorfer Automobilzulieferer Capricorn hatte den insolventen Nürburgring im März für rund 102 Millionen Euro gekauft und sich gleich in seinem ersten öffentlichen Statement zur Formel 1 in der Eifel bekannt. Nun scheint der große Wurf gelungen: Erstmals seit den Siebziger-Jahren wird die Königsklasse des Motorsports wieder dauerhaft am Nürburgring gastieren.

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