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WM abgehakt: Red Bull stürzt ab - Renault am Pranger

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Motorsport  

WM abgehakt: Red Bull stürzt ab - Renault am Pranger

23.06.2014, 10:55 Uhr | dpa

WM abgehakt: Red Bull stürzt ab - Renault am Pranger. Motorsportchef Christian Horner krtitisiert die Zuverlässigkeit der Renault-Motoren.

Motorsportchef Christian Horner krtitisiert die Zuverlässigkeit der Renault-Motoren. Foto: Erwin Scheriau. (Quelle: dpa)

Spielberg (dpa) - Wenigstens Sebastian Vettels oberster Chef hatte Spaß am Großen Preis von Österreich. Das Desaster seines Red-Bull-Teams auf dem Red Bull Ring konnte Dietrich Mateschitz die Laune nicht verderben.

Während der viermalige Formel-1-Weltmeister nach dem dritten Ausfall in der Saison Spielberg frustriert verließ und die WM abhakte, lief der 70 Jahre alte Red-Bull-Macher nach dem Rennen auf seiner Hausstrecke lächelnd durch das Fahrerlager, plauderte und gab Autogramme.

"Der Erfolg dieses Wochenendes ist uns um so viel wichtiger als ein weiteres Podium", stellte der Milliardär fest. Der gelungene Marketing-Coup seines Brause-Konzerns mit dem ersten Rennen in Österreich seit 2003 vor fast 100 000 Zuschauern zählten mehr als das traurige Ende der Dienstfahrten seiner PS-Angestellten Vettel und Daniel Ricciardo.

Statt der erhofften Wende hatte sich in der Bergwelt der Steiermark die Talfahrt des WM-Teams beschleunigt. Wieder hatte ein technischer Defekt Vettel ausgebremst und wegen Aussichtslosigkeit zur Aufgabe gezwungen. Sein junger australischer Teamkollege Ricciardo, der mit der Empfehlung des Kanada-Sieges angereist war, kam nicht über den achten Platz hinaus.

Der Schuldige ist längst ausgemacht. Motorenpartner Renault steht seit den ersten Testfahrten in der Kritik. Nach dem achten von 19 Rennen sollte eine Zwischenbilanz gezogen werden. Und die fällt desaströs aus. "Die Zuverlässigkeit ist unakzeptabel, die Leistung ist unakzeptabel", schimpfte Teamchef Christian Horner. "Es ist nicht unser Geschäft. Es ist nicht unsere Verantwortung. Wir sind die Endverbraucher, und es ist frustrierend, dass wir im Moment nicht das bekommen, was wir brauchen." Es müsse bei Renault etwas passieren: "Es kann so nicht weitergehen."

Das zumindest sieht auch Mateschitz nicht anders. "Die Lage ist ernst. Der Motorenentwicklung muss endlich Priorität gegeben werden", mahnte der Team-Besitzer. Der Vertrag mit Renault läuft noch bis 2015. Das Reglement lässt kaum Verbesserungen zu. Wie unterlegen der Renault-Antrieb dem Mercedes-Aggregat ist, zeigt, dass in Spielberg sieben Autos mit dem Stern-Motor unter die ersten Zehn fuhren.

Bei Red Bull wird über Alternativen nachgedacht. Doch die sind nicht gerade üppig. Ein eigener Motor ist auf jeden Fall keine Option. "Wir bauen Chassis, keine Motoren", stellte Horner klar.

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Das hilflose Rufen von Vettel ("Ich habe keinen Antrieb. Sagt mir, was ich machen soll") aus seiner bockigen "Suzie" an den Kommandostand, als sein Red Bull in der zweiten Runde in Spielberg nur noch rollte statt raste, war symptomatisch für die Situation im Team. "Nachdem leider auch keine Lösungsvorschläge aus der Box gekommen sind, habe ich versucht, so viele Knöpfe wie möglich durchzuprobieren, was dann am Ende auch wirklich geholfen hat", berichtete Vettel. Prinzip Hoffnung statt planvolles Handeln.

Vom Titel redet niemand mehr. "Dazu muss man kein Genie sein", sagte der 26-jährige Vettel. Mercedes ist mit dem WM-Führenden und Österreich-Sieger Nico Rosberg (165 Punkte) sowie Lewis Hamilton (136) weit weg. Ricciardo liegt als Dritter schon 82 Punkte hinter Rosberg, der Gesamt-Fünfte Vettel hat bereits 105 Zähler Rückstand.

So bleibt für diese Saison nur noch das Ziel Schadensbegrenzung. "Wenn einen die Pechsträhne verfolgt, dann scheinbar massiv", meinte Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko. "Die WM-Chancen sind deutlich gesunken, es gibt aber noch keine Katastrophenstimmung." Noch nicht.

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