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F1-Pilot Button: "Zeit alleine ist das Schlimmste"

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Motorsport  

F1-Pilot Button: "Zeit alleine ist das Schlimmste"

01.07.2014, 09:16 Uhr | dpa

F1-Pilot Button: "Zeit alleine ist das Schlimmste". Jenson Button denkt oft an seinen Vater.

Jenson Button denkt oft an seinen Vater. Foto: Andreu Dalmau. (Quelle: dpa)

Silverstone (dpa) - Der Grand Prix von England in Silverstone feiert in diesem Jahr seine 50. Auflage. Für den britischen McLaren-Piloten Jenson Button ist das Formel-1-Rennen noch besonderer als sonst. Im Januar starb überraschend sein Vater John.

Es werde ein "sehr emotionales Wochenende", erzählte der WM-Champion von 2009 der Nachrichtenagentur dpa im Interview vor dem neunten Saisonlauf.

Herr Button, woher nehmen Sie nach 14 Jahren Formel 1 weiter die Motivation?

Button: Ich habe den besten Job der Welt. Gut, vielleicht ist er im Moment nicht so gut wie der von Lewis (Hamilton) und Nico (Rosberg). Aber ich wollte Rennen fahren, schon seitdem ich ein Junge bin. Ich liebe es einfach, in der Formel 1 zu fahren. Nichts hat sich geändert. Natürlich würde ich gerne wieder gewinnen, aber daran arbeiten wir. Du gibst aber nicht so einfach auf, nur weil Du ein schlechtes Jahr oder schlechte 18 Monate hattest. Es ist ein harter Wettbewerb, nur ein Rennstall kann den Konstrukteurstitel gewinnen.

Viel ist derzeit von Teamrivalitäten die Rede. Wie ist Ihr Verhältnis zu Stallgefährte Kevin Magnussen?

Button: Kevin lernt sehr schnell. Er hatte nicht viel Erfahrung, als er hier ankam, aber innerhalb von sechs Monaten hat er viel davon gesammelt. Wir sind keine besten Freunde. Ich war nie der beste Freund von einem Teamkollegen, denn ich habe meine Freunde. Aber er ist ein guter Typ und ich arbeite gerne mit ihm zusammen.

Sie haben über die Jahre viele Teamgefährten kommen und gehen sehen. Haben sich diese Rivalitäten im Laufe der Zeit geändert?

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Button: Sie sind im Vergleich zu früher entspannter geworden, denke ich. Wir haben von den Fehlern der anderen Fahrer gelernt. Wir verstehen, dass es nicht nur um einen selbst geht, sondern dass Du auf der Strecke für die Mannschaft arbeitest. Das musst Du lernen, sonst kannst Du dir deinen Traum nicht erfüllen. Als Lewis und ich Stallgefährten waren, hatten wir unsere Probleme, aber Du musst sofort darüber reden und lässt es dann hinter Dir. Du kannst Dir Groll nicht leisten.

War Lewis Hamilton ihr härtester Konkurrent?

Button: Was das Tempo betrifft, ja. Er ist sehr schnell, aber ich habe damit gerechnet, als ich zum Team kam. Wenn Du Lewis damals geschlagen hast, wusstest Du, dass Du einen guten Tag gehabt hast.

Wie wichtig ist der Einstieg von Honda ab 2015 für das Team?

Button: Alle freuen sich darauf. Bei uns passiert zur Zeit eine Menge. Schon in dieser Saison hat sich viel getan, Ron (Dennis) ist wieder in der Verantwortung, Eric (Boullier) ist an Bord. In der Vergangenheit hat vieles gut funktioniert, aber manchmal brauchst Du eine Veränderung, und diese hat eingesetzt. Ich spüre, wir sind auf dem richtigen Weg.

Ihr Vater ist überraschend im Januar gestorben. Wie sehr fehlt er Ihnen?

Button: Wenn die Dinge gutlaufen und Du Rennen gewinnst, dann tut es höllisch weh, denn er war immer da. Er war zusammen mit Jessica eine der ersten Personen, die ich gesehen habe, wenn ich auf dem Podium war. Und wenn die Dinge nicht so gutlaufen, vermisse ich ihn an den Rennwochenenden auch schrecklich. Im Rennzirkus versuche ich mich aber zu konzentrieren. Du musst das tun, Du darfst die Außenwelt nicht so an Dich heranlassen. Das würde Dein Fahren beeinflussen, selbst wenn Du meinst, es würde es nicht tun. Die Zeit alleine ist das Schlimmste. Es klingt doof, aber wenn etwas Aufregendes geschieht, selbst heute, willst Du es jemandem erzählen. Ich will es meiner Freundin erzählen und eben meinem Vater. Ich würde ihm am liebsten immer noch jedes Mal eine Nachricht schreiben, und das raubt Dir den Atem, das ist sehr schwierig.

War der Zuspruch innerhalb der Formel 1 sehr groß?

Button: Die Reaktionen im Fahrerlager waren großartig. Wenn er noch am Leben wäre und sehen könnte, wie die Menschen auf sein Ableben reagieren, er würde sich kaputt lachen. Er hat diesen Ort so geliebt. Es ist schwierig für mich zu sagen, aber was ich mitbekommen habe, hat ihn jeder gemocht. Nicht viele von uns werden von allen gemocht, aber er war eine dieser Personen.

Welche Bedeutung hat in diesem Zusammenhang Ihr Heim-Grand-Prix in England?

Button: Ich freue mich auf Silverstone, es wird ein sehr emotionales Wochenende. Es wird eine Menge Pink geben, weil es seine Lieblingsfarbe war. Ich werde auch einen rosa Helm tragen. Man wird sehen können, wie sehr er geliebt wurde.

ZUR PERSON: Jenson Button ist nach Kimi Räikkönen der zweitälteste Formel-1-Fahrer im aktuellen Feld. 2009 feierte der Brite den WM-Titel. Der 34-Jährige fährt seit 2000 in der Königsklasse, seit 2010 ist Button bei McLaren angestellt.

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