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Michael Schumacher: Rega bestreitet Beteiligung an Aktenklau

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Anzeige gegen Unbekannt  

Gestohlene Schumacher-Akte: Helikopterfirma weist Vorwürfe zurück

09.07.2014, 07:13 Uhr | AFP, sid, t-online.de

Michael Schumacher: Rega bestreitet Beteiligung an Aktenklau. Ermittler sind bei ihrer Suche nach dem Dieb eines Dokuments aus Michael Schumachers Krankenakte auf ein Schweizer Hubschrauber-Unternehmen gestoßen. (Quelle: imago/Sven Simon)

Ermittler sind bei ihrer Suche nach dem Dieb eines Dokuments aus Michael Schumachers Krankenakte auf ein Schweizer Hubschrauber-Unternehmen gestoßen. (Quelle: imago/Sven Simon)

Im Fall der gestohlenen Krankenakte von Michael Schumacher hat die Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega) eine Beteiligung bestritten. Angesichts von Pressemutmaßungen über eine mögliche Verwicklung in den Diebstahl hat die Rega bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Hiermit solle "umfassende Klarheit" über Medienberichte geschaffen werden, teilte die Organisation mit.

Zuvor hatten französische Behörden die IP-Adresse des Computers, von dem die Akte per E-Mail verschiedenen Medien zum Kauf angeboten worden war, einer Schweizer Helikopterfirma mit Sitz in Zürich zugeordnet. Die Staatsanwaltschaft Grenoble nannte allerdings keinen Namen.

Es liege "kein Hinweis auf ein fehlbares Verhalten von Mitarbeitenden vor", ließ die Rega wissen. Es werde davon ausgegangen, dass keine Patientenrechte verletzt wurden und das Arztgeheimnis gewahrt wurde.

Keine Kenntnis von Ermittlungen

Bei der gestohlenen Akte handelt es sich um einen elf oder zwölf Seiten langen Arztbericht. Sie war einigen französischen, Schweizer und deutschen Journalisten für umgerechnet knapp 50.000 Euro angeboten worden.

Die französische Polizei hatte daraufhin ein Strafverfahren eröffnet. Die Rega sei bislang allerdings nicht über irgendwelche Ermittlungen in dem Fall informiert worden, teilte das Unternehmen mit.

Rega mit Transport Schumachers betraut

Schumacher war Ende Dezember im französischen Skigebiet Méribel bei einem Sturz mit dem Kopf auf einen Felsen geprallt. Er erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma und lag wochenlang im Koma. Vor zwei Wochen wurde er unter größter Diskretion von Grenoble zur Reha nach Lausanne verlegt.

Die Züricher Firma hatte den Transport des Formel-1-Rekordweltmeisters übernommen und dafür ein medizinisches Dossier erhalten.

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