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Motorsport  

Patient Formel 1: Krisensymptome der Königsklasse

20.07.2014, 12:11 Uhr | dpa

Patient Formel 1: Krisensymptome der Königsklasse. Formel-1-Chef Bernie Ecclestone flaniert durch das Fahrerlager des Hockenheimrings.

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone flaniert durch das Fahrerlager des Hockenheimrings. Foto: Sebastian Kahnert. (Quelle: dpa)

Hockenheim (dpa) - Der Patient Formel 1 braucht dringend eine Kur. Die Königsklasse des Motorsports leidet unter einer ganzen Reihe von Krisensymptomen. Eine Bestandsaufnahme.

GELD: Nur Red Bull, Ferrari und Mercedes können sich den Zirkus in dieser Form leisten. Anderen Rennställen fehlt das Geld, um die Branchenriesen in die Bredouille bringen zu können. Da müssen Teams wie Lotus oder Sauber auf Bezahlfahrer zurückgreifen, die mit ihren Alimenten von Konzernen das Überleben sichern. "Wir sind dafür mitverantwortlich, dass sie am Leben gehalten werden", mahnte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff die Verantwortung der großen Rennställe mit Blick auf die Hinterbänkler-Teams an. Das dringend benötigte Sparpaket lässt weiter auf sich warten, eine zukunftsträchtige Lösung ist nicht in Sicht.

MACHT: Auch auf dem Hockenheimring absolvierte Bernie Ecclestone wie gewohnt seine Stippvisite. Eine Abwechslung für den 83-Jährigen von seinem juristischen Ärger. Seit Ende April muss sich der Brite in einem Schmiergeldprozess vor dem Landgericht München verantworten. Stürzt der Chefvermarkter, dürfte auch die Formel 1 ins Wanken geraten. Das Macht-Vakuum wäre immens. Ein Nachfolger wurde über all die Jahre nicht aufgebaut, Machtkämpfe wären programmiert.

FAHRER: Die Zahl der Charakterköpfe in der Formel 1 ist überschaubar. Jede Sportart braucht jedoch vermarktbare Helden. Austauschbare und talentferne Bezahlfahrer schärfen das Profil der Rennserie nicht. Sie sichern vielleicht vorübergehend die Zukunft der krisengebeutelten kleinen Teams, für PR-trächtigen Gesprächsstoff sorgen sie kaum.

QUOTEN: Immer mehr Zuschauer brechen den internationalen TV-Anstalten weg. Das bekommt auch RTL zu spüren, das mit dem Hockenheim-Rennen seinen 400. Grand-Prix zeigte - teils spärlich besetzte Tribünen inklusive. Die Deutschen hätten nach der Fußball-WM "ihre Euphorie aufgebraucht, sie sind müde nach so vielen großen Sport-Events", sagte Ecclestone bild.de vor dem Grand Prix. Trotz des Schwunds verweist der Privatsender auf 4,2 Millionen Zuschauer und 29,9 Prozent Marktanteil. Erklärungsansätze gibt es genügend. Michael Schumacher sorgte für einen unverwechselbaren Boom, seinen Nachfolgern fehlt die historische Strahlkraft des Kerpeners. Erst siegte sich Sebastian Vettel durch die Rekordbücher, nach der Regelzäsur haben die Silberpfeile die Formel 1 zu ihrer Spielwiese um den Titel gemacht. Auf den ersten Blick droht da Langeweile. Doch nicht zuletzt die Duelle zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton haben jedes Rennen aufs Neue Konfliktpotenzial.

REGELN: Bei der Regelkunde kann man schon mal den Überblick verlieren. "Auto, Motor und Sport" listete seit 2005 insgesamt 77 gravierende Änderungen auf. "Es ist falsch, immer neue Dinge zu schaffen, nur um den Reiz zu erhöhen. Diese Überregulierung ärgert mich, das entmündigt die Fahrer", kritisierte der dreimalige Weltmeister und Teamaufsichtsrat bei Mercedes, Niki Lauda, in einem Interview der "Stuttgarter Nachrichten".

SCHLUSSFOLGERUNG: Ein Krisentreffen soll in der Zukunftsdebatte etwas Linderung schaffen. Nach Ferrari-Boss Luca di Montezemolo regte auch FIA-Chef Jean Todt solch einen Gipfel an. "Ich werde einen Runden Tisch mit Sponsoren, der Presse, Vertretern von Neuen Medien, Veranstaltern, aktuellen und früheren Rennfahrern sowie den Konstrukteuren einberufen", sagte der französische Präsident des Automobil-Weltverbandes. Ein Zeitpunkt für das Treffen steht noch nicht fest, Lösungen dürften auf sich warten lassen.

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