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Motorsport  

Hamilton will keine Spa-Revanche - Rosberg schweigt

26.08.2014, 16:18 Uhr | dpa

Hamilton will keine Spa-Revanche - Rosberg schweigt. Nico Rosberg: "Wir müssen das intern regeln.

Nico Rosberg: "Wir müssen das intern regeln." Foto: Valdrin Xhemaj. (Quelle: dpa)

Hamburg (dpa) - Im hochbrisanten Mercedes-Hauskrach will sich Lewis Hamilton bei seinem Teamkollegen Nico Rosberg nicht für den Crash von Spa revanchieren.

"Ich werde das Team immer an die erste Stelle setzen und werde nichts selbst in die Hand nehmen", zitierten britische Medien den WM-Zweiten der Formel 1. Auf die Frage, ob er Rosberg bei einem Rad-an-Rad-Duell beim nächsten Rennen in Italien noch vertrauen könne, antwortete der Brite: "Ich muss sicherstellen, dass wir nicht Rad an Rad fahren."

Der Streit der beiden Silberpfeil-Piloten war am Sonntag beim Großen Preis von Belgien erstmals in dieser Formel-1-Saison in einem Zusammenstoß eskaliert. Schon in Runde zwei schlitzte Rosberg bei einem verhängnisvollen Überholversuch den linken Hinterreifen seines britischen Stallgefährten auf. Während der WM-Führende nach einem Tausch der Wagenfront noch auf Rang zwei raste, gab Hamilton wenige Umläufe vor Schluss entnervt auf.

WM-Spitzenreiter Rosberg verordnete sich ein öffentliches Schweigegelübde. "Es macht einfach keinen Sinn, dass ich meinen Senf dazu gebe", betonte der 29-Jährige am Montagabend beim Sport Bild Award in Hamburg. Der Eklat von Spa mit seinem Teamkollegen Hamilton müsse hinter verschlossenen Türen weiter geklärt werden. "Wir müssen das intern im Detail abarbeiten." Natürlich gebe es intensive Gespräche, "aber es ist nicht das erste und auch nicht das letzte Mal. Das muss man so akzeptieren. Wir kämpfen jedes Mal um Rennsiege und möglicherweise auch um den Titel. Da ist es klar, dass es irgendwann auch Reibungspunkte geben wird."

Hamilton hat an der jüngsten Nullnummer zu knabbern. "Man denkt schon daran, dass es vielleicht einfach nicht mein Jahr ist", räumte der Champion von 2008 ein, der nach dem Rennen in den Ardennen im WM-Privatduell 29 Zähler Rückstand auf Rosberg hat. "Aber es sind immer noch sieben Rennen. Ich werde alles geben."

Nach dem zwölften Saisonlauf hatte Hamilton seinem früheren Cart-Kumpel Absicht bei dem Manöver unterstellt. Motorsportchef Toto Wolff und Teamaufsichtsrat Niki Lauda schäumten angesichts der riskanten Aktion. Wolff kündigte später Konsequenzen an. Selbst eine Stallregie gilt als Option, um die beiden Streithähne irgendwie zu bändigen. "Die vereinbarten Regeln wurden gebrochen", konstatierte der Österreicher.

Der Automobil-Weltverband FIA wird den Zusammenstoß der beiden Silberpfeile nicht untersuchen. Schon am Renntag hatten die Stewards von einer genauen Analyse abgesehen, da sie den Crash als Rennvorfall einstuften. "In erster Linie fahre ich für das Team, aber ich muss auch an mich denken, das ist immer ein Kompromiss", beschrieb Rosberg seine Herangehensweise.

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Das Binnenklima zwischen den großen WM-Favoriten ist extrem belastet. "Wenn du da draußen bist, musst du darauf vertrauen können, dass die Leute mit ihrem Kopf denken und Dinge nicht vorsätzlich machen", kritisierte Hamilton. Nach der ersten Spa-Manöverkritik "weiß ich aber nicht, wie ich an das nächste Rennen herangehen soll."

Trotz des Vertrauensverlustes wird Hamilton, der sich in Ungarn den Befehlen vom Kommandostand widersetzt hatte, mit dieser Situation umzugehen wissen. Der Brite hat Erfahrung in Psychoduellen. Schon als Neuling lieferte er sich mit seinem damaligen McLaren-Teamkollegen Fernando Alonso 2007 einen giftigen Zweikampf. Die Führungsriege bei Mercedes ist nun gefordert. "Es ist ein schmaler Grat, alle glücklich machen zu wollen", urteilte Ferrari-Star Alonso.

Rückendeckung bekam Hamilton von seinem früheren Stallgefährten Jenson Button. "Es tut mir leid für Lewis. Es ist schade, dass der Wettkampf nicht sauberer war", sagte der Weltmeister von 2009. "Was da passiert ist, verleiht der ohnehin schon brisanten Beziehung noch mehr Brisanz." Der McLaren-Mann bedauerte, dass nach dem Crash kein Zweikampf der beiden Silberpfeile auf dem Asphalt mehr möglich war. "Aber jeder ist jetzt auf das nächste Rennen in Italien gespannt."

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