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Formel 1: Ferrari auch in Monza ohne Chancen auf Sieg

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Motorsport  

Ferrari - Das "springende Pferdchen" lahmt

05.09.2014, 13:37 Uhr | dpa

Formel 1: Ferrari auch in Monza ohne Chancen auf Sieg. Ferrari-Pilot Fernando Alonso klagt derzeit über mangelhafte Konkurrenzfähigkeit.

Ferrari-Pilot Fernando Alonso klagt derzeit über mangelhafte Konkurrenzfähigkeit. Foto: Valdrin Xhemaj. (Quelle: dpa)

Monza (dpa) - Die glorreichen Zeiten bei Ferrari liegen Jahre zurück, das "cavallino rampante" lahmt seit langem. Auch beim Heimrennen in Monza am Wochenende hat die Scuderia keine realistischen Siegchancen.

Mercedes ist trotz des Dauerzoffs seines Pilotenduos Nico Rosberg und Lewis Hamilton einfach zu dominant in dieser Formel-1-Saison. "Wir liegen 1,5 Sekunden zurück", klagte Ferrari-Star Fernando Alonso über mangelhafte Konkurrenzfähigkeit.

Der spanische Doppel-Weltmeister sorgte 2010 für den bis dato letzten Ferrari-Triumph beim Großen Preis von Italien im Königlichen Park. Alonso holte im Mai 2013 in Barcelona auch den letzten von bislang 221 Ferrari-Siegen. Teamkollege Kimi Räikkönen gewann vor sieben Jahren den letzten Fahrertitel für die "Roten", die dann 2008 letztmals die Konstrukteurs-WM für sich entschieden.

Was waren das für Zeiten, als der von den Ferraristi verehrte "Michele" Schumacher fünf WM-Triumphe in Serie (2000 bis 2004) feierte und der Scuderia auch jeweils die Team-Titel bescherte. Mit bislang 15 Fahrer- und 16 Konstrukteurs-Titeln ist der älteste Grand-Prix-Rennstall auch immer noch der erfolgreichste.

Der neue Teamchef Marco Mattiacci soll das "springende Pferdchen" wieder auf Trab bringen, das Motto "passione e potenza" (Leidenschaft und Kraft) wieder beleben. Nach nur zwei Rennen installierte der allmächtige Firmenchef Luca di Montezemolo seinen 43 Jahre alten Landsmann als neuen Verantwortlichen der "gestione sportiva" in Maranello als Nachfolger von Stefano Domenicali. "Ferraris Obsession ist es, die Nummer 1 zu sein", umschrieb der Quereinsteiger seine Mission.

Mattiacci steht vor einer Riesenherausforderung. Im Interview der Zeitung "Die Welt" erklärte der 43-Jährige, wie er diese Aufgabe angehen und lösen will: "Indem ich die Dinge verändere und dann damit die maximale Leistung bringe, anstatt alles zu verändern und später kollabieren zu lassen. So würde ich es auf eine sehr einfache Formel bringen. Also Evolution statt Revolution. Keine Slogans, stattdessen konkrete Veränderungen. Dabei benötigt jeder im Team Disziplin, mentale und körperliche Stärke."

Mattiacci weiß, dass diese Restrukturierung und Rückkehr zu alter Stärke einige Zeit dauern wird. "Die Messlatte" sei dabei Mercedes, das vier Jahre benötigte, um an die WM-Spitze zu stoßen. Ferrari wolle es "bald besser machen als Mercedes", sagte der Italiener.

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Eine Schlüsselrolle kommt den Piloten zu. Über Alonso und Räikkönen kursieren seit längerem wilde Spekulationen. Der Spanier gilt als Kandidat bei McLaren-Honda in der kommenden Saison. Der Finne könnte rennmüde seinen Rücktritt erklären. Mattiacci versicherte indes vor dem Großen Preis von Belgien, Alonso und Räikkönen würden auch 2015 für Ferrari fahren.

Alonso teilte kurz vor Monza mit, er stehe in guten Verhandlungen mit Ferrari. Der Vertrag des 33-Jährigen läuft noch bis 2016, enthält aber die üblichen Ausstiegsklauseln. Angeblich soll er das Team verlassen können, wenn er am 1. September mehr als 25 Punkte Rückstand auf den WM-Führenden aufweist. Vor dem Europafinale am Sonntag liegt Alonso (121) als Gesamtvierter aber schon 99 Zähler hinter Rosberg (220).

Alonso will nach Informationen verschiedener Fachmagazine seinen Vertrag bei Ferrari um drei Jahre verlängern, sofern ihm dies entsprechend honoriert werde. Die Rede ist von über 30 Millionen Euro Gehalt pro Saison. Honda, das 2015 als Motorenpartner von McLaren in die Formel 1 zurückkehrt, soll Alonso - aber auch Sebastian Vettel und Hamilton - angeblich mit einem Angebot in vergleichbarer Höhe zu einem Wechsel verführen wollen.

Für den Fall, dass Räikkönen seine Karriere beenden sollte, werden schon Namen gehandelt. Der vierfache Weltmeister Vettel, der bei Red Bull eine enttäuschende Saison erlebt, Nico Hülkenberg und der für Marussia fahrende Franzose Jules Bianchi gelten als mögliche Nachfolger. Hülkenberg stand schon einmal ganz oben auf dem Wunschzettel, aber die Scuderia entschied sich dann für Räikkönen.

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