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Großer Preis der USA: Nico Rosberg schnappt sich die Pole

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Großer Preis der USA  

Rosberg schnappt sich USA-Pole vor Hamilton

02.11.2014, 15:59 Uhr | dpa

Großer Preis der USA: Nico Rosberg schnappt sich die Pole. Nico Rosberg startet am Sonntag von der Pole Position aus ins Rennen.

Nico Rosberg startet am Sonntag von der Pole Position aus ins Rennen. Foto: Larry W. Smith. (Quelle: dpa)

Austin (dpa) - Nico Rosberg hat im WM-Duell mit Lewis Hamilton zurückgeschlagen und sich die Pole Position für den Großen Preis der USA gesichert. Der deutsche WM-Zweite war in der Qualifikation zum drittletzten Formel-1-Rennen der Saison nicht zu schlagen.

Der Mercedes-Pilot verwies seinen britischen Teamkollegen auf Rang zwei. Es war Rosbergs neunte Pole in der Saison. Den dritten Startplatz holte Williams-Mann Valtteri Bottas.

Vettel verabschiedete sich im auf 18 Autos dezimierten Starterfeld erwartungsgemäß schon nach der ersten K.o.-Runde. Er wurde 17. und geht nach einem unerlaubten Motorenwechsel aus der Boxengasse in den Grand Prix am Sonntag.

"Ein toller Tag, ich bin sehr glücklich. Es hat alles gut geklappt", sagte ein zufriedener Rosberg. Der erste Platz sei "großartig", ins Rennen will er "voll konzentriert reingehen". Hamilton zollte ihm Respekt: "Nico hat einen tollen Job gemacht."

Mit Platz zehn sicherte sich der Gräfelfinger Adrian Sutil für das immer noch punktlose Sauber-Team sein bestes Qualifikationsergebnis in dieser Saison, rückt nach einer Strafversetzung von McLaren-Mann Jenson Button aber sogar noch einen Platz vor. Force-India-Pilot Nico Hülkenberg erreichte als 13. hingegen nicht den letzten K.o.-Durchgang. Eingangs seiner letzten Runde hätte sich ein Visier um sein Vorderrad gewickelt und er damit Grip verloren, berichtete der Emmericher. "Hatte eigentlich mehr im Köcher. Ist einfach Pech."

Vor den finalen Saisonrennen hat Hamilton 17 Punkte Vorsprung auf Rosberg und mit vier Siegen in Serie mächtig viel Rückenwind. Bei insgesamt noch bestenfalls 100 zu holenden Zählern kann sich Vettels Red-Bull-Teamkollege Daniel Ricciardo, der als Dritter 92 Zähler Rückstand auf den Briten hat, kaum noch Chancen ausrechnen.

In der zweiten Einheit am Freitag hatte Hamilton noch über Probleme an der Hydraulik geklagt und vorzeitig in die Garage fahren müssen. "Unser Auto hat eine starke Pace. Das ist aus unserer Sicht positiv", urteilte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. "Unser Hauptaugenmerk muss jedoch darauf liegen, das Auto hundertprozentig standfest zu machen."

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Seine beeindruckende Show konnte Hamilton dann aber nicht ganz bis zum Schluss durchziehen. Rosberg, der im Abschlusstraining noch Probleme mit der Bremsscheibe gehabt hatte, bot eine überzeugende Vorstellung und entriss dem Briten, der später auch über eine nicht optimale Bremse klagte, Startplatz eins.

"Mercedes hat Texas erobert. Für den Nico war es unheimlich wichtig heute, Lewis zu schlagen", sagte Teamaufsichtsrat Niki Lauda. "Für die Motivation ist das wahnsinnig wichtig. Der wurde ja in den vergangenen vier Rennen demoralisiert."

Kummer bereitete Vettel am Freitag zunächst das Getriebe. "Das war nicht optimal", sagte der Heppenheimer zu einer unfreiwilligen Auszeit. Am Samstag legte Vettel mit 25 Runden zwar die meisten Umläufe im Abschlusstraining hin, startete aber nur als 18. und damit Letzter in die Qualifikation. Während Hamilton in allen drei Trainings Bestzeit fuhr, musste sich Vettel dreimal mit der Rolle als ungewohntes Schlusslicht abfinden.

Der 27-Jährige maß der Qualifikation jedoch keinen übergeordneten Wert bei, schließlich wusste er schon längst, dass er am Sonntag nur aus der Boxengasse starten würde. Grund: Der unerlaubte Einbau einer weiteren neuen Antriebseinheit. Also arbeitete Vettel in den Trainings nur am Renn-Setup und nicht auf eine aussichtsreiche Qualifikationsplatzierung hin.

"Das Wichtigste war für uns heute Morgen schon erledigt, heute Nachmittag haben wir nur unsere Pflicht getan", sagte Vettel, der in der ersten K.o.-Runde nur drei Runden drehte. "Die Möglichkeit besteht schon, dass man nach vorne kommen kann. Heute war sicher kein schöner Tag für uns, weil es nicht mal um die Goldene Ananas ging." Realistisch im Rennen sei Platz sieben, acht oder neun.

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