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Motorsport: Formel 1 zwischen Aufbruch und Zukunftsangst

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Formel 1 zwischen Aufbruch und Zukunftsangst

21.11.2014, 09:10 Uhr | dpa

Motorsport: Formel 1 zwischen Aufbruch und Zukunftsangst. Für einige der bei der Pressekonferenz anwesenden Fahrer stehen Änderungen an.

Für einige der bei der Pressekonferenz anwesenden Fahrer stehen Änderungen an. Foto: Valdrin Xhemaj. (Quelle: dpa)

Abu Dhabi (dpa) - Im Fahrerlager der Formel 1 auf dem Yas Marina Circuit von Abu Dhabi herrscht Abschiedsstimmung. Immer wieder ist am kleinen Yachthafen vor dem letzten Saisonrennen von Trennung die Rede, von Aufbruch in eine neue Zeit, aber auch von Ungewissheit und Sorge um die Zukunft.

Spitzenfahrer wie Sebastian Vettel und Fernando Alonso wechseln nach dem Grand Prix den Arbeitgeber. McLaren und Lotus wollen mit neuen Motorenpartnern zurück zu alten Erfolgen. Die Routiniers Jenson Button und Adrian Sutil wissen indes genauso wenig wie es weitergeht wie das insolvente Caterham-Team.

"Ich kann dazu keine Auskunft geben. Was mein Gefühl ist, das ist irrelevant", sagt Sutil vor seinem womöglich letzten Auftritt auf der größten PS-Bühne. Der Schweizer Sauber-Rennstall hat den Oberbayern etwas unfein zum Saisonende auf die Straße gesetzt, genauso wie seinen mexikanischen Teamgefährten Esteban Gutierrez. Als Nachfolger sollen Marcus Ericsson und Felipe Nasr mit ihren Sponsoren frisches Geld in die leeren Sauber-Kassen bringen.

Sutil indes ist sicher, dass sein Vertrag auch noch für 2015 gilt. "Man liest sich das ja durch, bevor man es unterschreibt", betont der 31-Jährige hörbar genervt. Es droht ein Rechtsstreit. Keine einfache Situation vor dem Jahresabschluss, in dem es für das noch punktlose Sauber um einige Millionen aus der Konstrukteurswertung geht.

Auch der frühere Weltmeister Button macht keine leichte Zeit durch. Das lange Zögern von McLaren im Vertragspoker hat den Briten zermürbt. "Ich habe dieses Jahr gelernt, den Moment mehr zu leben und nicht zu sehr über die Zukunft nachzudenken", philosophiert der 34-Jährige. Gut möglich, dass er auch dann seine Formel-1-Laufbahn beendet, wenn McLaren ihm doch noch den Platz neben Alonso anbietet. "Wenn man in eine schwierige Situation gebracht wird, öffnet das die Augen für andere Optionen", sagt Button.

Alonso würde das kaum gefallen. Er hat sich bereits für einen Verbleib von Button ausgesprochen, obwohl sein Wechsel zu McLaren noch nicht einmal offiziell ist. Zumindest bei Ferrari haben sie nun Klarheit geschaffen. Alonso verlässt die Scuderia nach fünf Jahren ohne Titel. "Jetzt ist es Zeit, eine Tür zu schließen und eine andere zu öffnen", versichert der Spanier. Noch einmal will er am Sonntag die großen Emotionen bedienen, auf seinem neuen Helm hat er neben der italienischen Fahne Unterschriften der Ferrari-Crew verewigt. "Ich will sie auf dieser Fahrt alle mitnehmen", sagt Alonso.

Sein Nachfolger Vettel nabelt sich zum Jahresende nach mehr als 15 Jahren von Förderer Red Bull ab. "#DankeSeb" heißt der Hashtag der Fanaktion, die der Rennstall via Twitter gestartet hat. "Man hört auf sein Herz", sagt Vettel über seinen Trennungsbeschluss. Ähnlich gefühlvoll klang es einst, als Alonso den Verlockungen von Ferrari erlag. Nun folgt der Asturier eher der Spur des Geldes.

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Von McLaren war er 2007 nach gewaltigem Hauskrach geflohen. Nun aber drängt Honda als neuer Motorenpartner der Briten auf eine Rückkehr von Alonso. Zunächst wird am Sonntag bei McLaren nach 20 Jahren die Zusammenarbeit mit Mercedes geschieden, die die Weltmeister Mika Häkkinen und Lewis Hamilton hervorbrachte. Dafür lässt sich von 2015 an Lotus von Mercedes-Power antreiben und trennt sich von Renault.

Dem französischen Motorenhersteller droht zudem der Verlust eines weiteren Kunden. Caterham hat zwar für die kommende Saison gemeldet, benötigt dafür aber dringend einen finanzkräftigen Käufer. Der Insolvenzverwalter hat schon die meisten Angestellten gekündigt, nur eine Rumpf-Crew ist mit Hilfe von Spendengeldern nach Abu Dhabi gereist. Nach dem Aus für das zu Monatsbeginn aufgelöste Marussia-Team sind die nächsten bitteren Abschiedstränen am hinteren Ende des Fahrerlagers zu befürchten.

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