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Formel 1 plant Revolution - Der Tankstopp soll wieder zurückkehren

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Aggressiver, schneller, lauter  

Formel 1 plant Revolution mit Tankstopp-Rückkehr

15.05.2015, 16:37 Uhr | sid, dpa

Formel 1 plant Revolution - Der Tankstopp soll wieder zurückkehren. Kimi Räikkönen 2009 beim Nachtanken. (Quelle: imago/HochZwei)

Kimi Räikkönen 2009 beim Nachtanken. (Quelle: imago/HochZwei)

Tankstopps, breitere Reifen, stärkere Motoren: Die Strategiegruppe der Formel 1 hat zahlreiche Vorschläge für spannendere Rennen in der Königsklasse erarbeitet. Das gab der Automobil-Weltverband FIA bekannt.

Demnach sollen Sebastian Vettel und Co. ab 2017 wieder zum Tanken an die Box fahren - das gab es zuletzt in der Saison 2009. Zudem wünschen sich die Top-Teams lautere Motoren mit mehr Power sowie ein "aggressiveres Aussehen" der Rennwagen. Außerdem sollen die Boliden deutlich leichter werden. "Die Formel 1 plant schnellere Autos und aufregende Rennen", hieß es in der Mitteilung der Strategiegruppe. Die Wagen könnten dann für eine Runde "fünf bis sechs Sekunden" weniger benötigen.

Vettel dürfte sich freuen

Die Strategiegruppe setzt sich aus Chefpromoter Bernie Ecclestone, FIA-Präsident Jean Todt sowie jeweils einem Vertreter der Teams von Ferrari, McLaren, Mercedes, Red Bull, Williams und Force India zusammen. Das Gremium ist nicht entscheidungsbefugt, kann seine Vorschläge aber an die Formel-1-Kommission weiterleiten. In letzter Instanz entscheidet der FIA-Motorsport-Weltrat über Regeländerungen.

Die Entscheidungen der Gruppe, die rund sieben Stunden am Londoner Flughafen Biggin Hill getagt hatte, dürften besonders Chefpromoter Ecclestone und Ex-Weltmeister Vettel freuen. Der Ferrari-Star ist einer der größten Kritiker der "modernen" Formel 1 und wünscht sich wieder Lärm, Gestank und bebenden Asphalt. Und auch Ecclestone sagte angesichts einer grassierenden Finanzkrise, sinkender TV-Quoten und der Dominanz von Mercedes zuletzt: "Die Regeln sind Müll. Wir müssen spektakulären Sport bieten, keinen Vorreiter in der Automobil-Technologie spielen."

Mehr Freiheiten bei Reifenwahl

Die Gruppe wehrte zudem den Vorschlag von Red Bull (Renault) und McLaren (Honda) ab, in dieser Saison einen fünften Motor einsetzen zu dürfen. Damit droht den Teams schon bald eine Strafe, weil ihre Antriebseinheiten sehr unzuverlässig sind. Zudem sollen die Teams ab der kommenden Saison selbst über ihre beiden Reifenmischungen für die Rennen entscheiden - bisher trifft der Lieferant Pirelli diese Entscheidung für alle Rennställe.

Die Entscheidung um die Einführung einer Budgetobergrenze wurde erneut vertagt. Außerdem könnten die elektronischen Starthilfen für die Piloten beschnitten werden, auch über eine "globale" Debatte über das Format der Formel 1 wurde nachgedacht.

"Einfache Evolution ist nicht genug"

Damit hat sich offenbar Vettels Rennstall Ferrari in den zentralen Streitpunkten um die Zukunft der Formel 1 durchgesetzt. "Eine einfache Evolution ist nicht genug", hatte der neue Teamchef Maurizio Arrivabene schon im Vorfeld gesagt und mit einer Designstudie für Aufsehen gesorgt, "wir brauchen eine echte Revolution mit radikalen Neuerungen: mehr Power und höhere Geschwindigkeit."

Der 57-Jährige will wieder "Autos sehen, mit denen man die Fans gewinnen kann. Autos, die eine Lautstärke produzieren, die Gänsehaut verursacht. Wie bei einer Heavy-Metal-Band." Ab 2017 könnte es wieder so richtig auf die Ohren geben.

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