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Motorsport: Heimspiel für Lauda/Wolff - Silberpfeile klare Favoriten

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Heimspiel für Lauda/Wolff - Silberpfeile klare Favoriten

17.06.2015, 10:48 Uhr | dpa

Motorsport: Heimspiel für Lauda/Wolff - Silberpfeile klare Favoriten. Für die Mercedes-Bosse Niki Lauda (l) und Toto Wolff ist das Rennen in Spielberg etwas Besonderes.

Für die Mercedes-Bosse Niki Lauda (l) und Toto Wolff ist das Rennen in Spielberg etwas Besonderes. Foto: Valdrin Xhemaj. (Quelle: dpa)

Spielberg (dpa) - Vorjahressieger Nico Rosberg kündigt "volle Attacke" an, WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton will sich mit seinem fünften Saisonsieg weiter von seinem schärfsten Verfolger absetzen. Das Mercedes-Duo ist beim siebten Formel-1-Saisonlauf nicht nur erneut klarer Favorit.

In Spielberg sind die beiden auch doppelt motiviert: Der Große Preis von Österreich ist an diesem Wochenende das Heimrennen der Mercedes-Teamführungskräfte Toto Wolff und Niki Lauda. "Dafür müssen wir in Bestform sein", betonte Rosberg.

Für Rosberg geht es auf dem Red Bull Ring primär darum, den Rückstand auf Hamilton nicht weiter anwachsen zu lassen. Zuletzt in Kanada endete die Aufholjagd des davor zweimal siegreichen Deutschen: Hamilton stellte mit einem ungefährdeten Erfolg die alte Hackordnung wieder her. Vor dem Grand Prix in der Steiermark am Sonntag (Start: 14.00 Uhr) führt der britische Titelverteidiger (151) mit 17 Punkten Vorsprung vor Rosberg (134). Sebastian Vettel (108) weist als Gesamtdritter schon einen respektablen Rückstand auf.

Die Erinnerung an seinen Erfolg beim Österreich-Comeback 2014 auf dem generalüberholten Berg-und-Tal-Kurs nach elf Jahren Grand-Prix-Pause beflügelt Rosberg zusätzlich. "Mein erstes Rennen auf dieser Strecke im vergangenen Jahr hätte nicht viel besser sein können", sagte der gebürtige Wiesbadener. "Natürlich hatte ich im Qualifying keinen idealen Beginn, aber am Sonntag haben wir es auf den Punkt genau hinbekommen. Es war super, dort zu gewinnen."

Hamilton will das dieses Mal verhindern und erstmals auf dem 4,326 Kilometer langen Kurs triumphieren. "Im vergangenen Jahr hatte ich ein schwieriges Debüt auf der Strecke in Österreich. Das möchte ich nun geraderücken", sagte der 30-Jährige. Nach Problemen in der Qualifikation kämpfte sich Hamilton vom neunten Startplatz noch auf Rang zwei vor. Für den erfolgsbesessenen Doppel-Champion dennoch eine Niederlage, die er nun korrigieren will: "Natürlich arbeite ich hart daran, eine bessere Siegchance am Sonntag zu haben."

Gewisse Siegchancen kann sich auch Vettel auf dem relativ reifenschonenden Rundkurs ausrechnen. In Kanada deutete der vierfache Weltmeister an, welches Potenzial in seinem aerodynamisch und motorenmäßig aufgepeppten Ferrari steckt: Der Heppenheimer stürmte in Montréal von Startposition 18 sensationell auf Rang fünf vor. "Ich würde sagen, wir sind auf dem richtigen Weg", sagte Vettel.

Für den langjährigen Red-Bull-Zögling bleibt der österreichische Grand Prix trotz seines Wechsels zu Ferrari "eines der Highlights". Er habe zu Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz und allen Teammitgliedern "noch ein sehr, sehr gutes Verhältnis". Schließlich seien sie ja nicht im Streit auseinandergegangen.

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Neben Ferrari gehört Mercedes-Motorenkunde Williams zu den härtesten Silberpfeil-Widersachern. Obwohl Hamilton und Rosberg in Kanada bereits den vierten Doppelerfolg dieser Saison einfuhren und unter normalen Umständen in Spielberg den fünften perfekt machen könnten, warnt Wolff vor Selbstgefälligkeit. "Nach einem weiteren Spitzenergebnis in Kanada wäre es einfach, sich zurückzulehnen und zu denken, dass wir alles unter Kontrolle haben", sagte der Mercedes-Motorsportchef, der wie der Team-Aufsichtsratsvorsitzende Lauda in seiner Heimat unbedingt reüssieren will. "Aber in der Realität ist das nie der Fall."

Mercedes drohe von der Konkurrenz weiterhin Gefahr, "obwohl sich dies nicht im Ergebnis widerspiegelte", urteilte Wolff. "Auch wir müssen nachlegen, wenn wir unsere gute Form fortsetzen möchten. Österreich wird demnach eine schwierige Prüfung für uns." Rosberg ist überzeugt, dass "wir auch diesmal harte Konkurrenz durch Williams und einige andere Teams haben werden".

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