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Formel 1: Das sind die fünf Lehren aus dem Großen Preis von Singapur

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Formel 1  

Die fünf Lehren aus dem Großen Preis von Singapur

21.09.2015, 12:34 Uhr | dpa

Formel 1: Das sind die fünf Lehren aus dem Großen Preis von Singapur. Aus der Sicht von Ferrari könnte es so weitergehen: Sebastian Vettel (M) vor Kimi Räikkönen auf dem Podest.

Aus der Sicht von Ferrari könnte es so weitergehen: Sebastian Vettel (M) vor Kimi Räikkönen auf dem Podest. Daniel Ricciardo wurde Dritter. Foto: Rungroj Yongrit. (Quelle: dpa)

Singapur (dpa) - Wer hätte das gedacht? Ferrari macht es im Mercedes-Stil. Sieg durch einen überlegenen Sebastian Vettel, ein weiterer Podestplatz durch Kimi Räikkönen.

So könnte es aus Sicht der Scuderia in Suzuka weitergehen. Nur könnte sich die erinnerungswürdige Formel-1-Nacht von Singapur auch als Momentaufnahme ohne großen Wiederholungswert herausstellen.

VETTEL MIT LEADER-GEN

Keine Frage, Vettel reißt die Scuderia weiter mit. Die erste Pole nach einer gefühlten Ewigkeit, das einst als perfekt bezeichnete Saisonziel von drei Siegen schon erreicht. Rot ist wieder in - dank Vettel. Den Vergleich mit seinem guten Kumpel, dem Ende 2013 schwer verunglückten Rekordweltmeister Michael Schumacher, den scheut Vettel aber. "Das ist ganz weit weg", sagte er in Singapur. In seinem ersten Ferrari-Jahr fuhr er aber schneller als Schumacher seinen dritten Sieg ein. Vettel gelang es im 13., Schumacher 1996 im 14. Saisonlauf.

MERCEDES OHNE ERFOLGS-GARANTIE

Lange erschien es so, dass Mercedes in einer eigenen Liga fährt. Umso erstaunlicher der Einbruch in Singapur - und vor allem, dass die Ingenieure und die Fahrer nicht in der Lage waren, das Problem an den drei Tagen zu lokalisieren. Warum die Reifen bei den Bedingungen und auf diesem Kurs nicht mit dem Wagen harmonierten wie sonst - ein Rätsel. Mit garantierter Fortsetzung? Davon ist eigentlich nicht auszugehen, Singapur ist schon sehr speziell. Wiederholen sich die Probleme auch in Japan, wird eine praktisch entschieden geglaubte WM jedoch wirklich noch mal spannend.

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Der Antrieb von Noch-Partner Renault machte ihnen ja so viele Sorgen. So viele, dass man auch vor öffentlichen Anschuldigungen nicht zurückschreckte. Doch siehe da, auch wenn es in Singapur im Gegensatz zu schnellen Strecken weniger auf die Motorleistung ankommt: Daniel Ricciardo fuhr auf Rang zwei und schaffte mit Renault-Power sogar die schnellste Runde. "Darauf können wir stolz sein", meinte der Australier. Teamkollege Daniil Kwjat landete auf Rang vier.

ALONSO UND BUTTON MIT(-)LEID

Zwei Ex-Weltmeister, ein bitteres Schicksal, das nicht enden will. Fernando Alonso schaffte es im McLaren bis Runde 33, Jenson Button ereilte das Aus in der 52. Runde. Beide Male streikte das Getriebe im Wagen mit Honda-Motor. Sie versuchen ja die Fassung immer zu bewahren und retten sich wie Button in Sätze wie diesen: "Wir hätten heute Punkte holen sollen, und wir hätten sie geholt, wenn ich keinen Kontakt mit (Pastor) Maldonado gehabt hätte und wir nicht die Getriebeprobleme gehabt hätten." Zugleich musste aber auch Button zugeben: "Das sind eine Menge hätte und wenn."

SINGAPUR MIT SPEKTAKEL-ABO

Ein Fußgänger auf der Strecke musste nicht sein. Das Nachtrennen bot nach überschaubar spannendem Beginn auch so wieder jede Menge Spektakel. Wie immer auf dem Marina Bay Street Circuit musste auch Bernd Mayländer mit dem Safety Car raus. Wie immer flogen Funken und Autoteile. Alles ging glimpflich ab. Das Feuerwerk zum Schluss durfte auch nicht fehlen. Singapur bleibt eines der Highlights im Rennkalender.

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