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Bernie Ecclestone will Formel 1 "noch in diesem Jahr" verkaufen

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Geht die Ära Ecclestone zu Ende?  

Verkauf der Formel 1 "noch in diesem Jahr"

08.10.2015, 11:16 Uhr | dpa, sid

Bernie Ecclestone will Formel 1 "noch in diesem Jahr" verkaufen. Bernie Ecclestone hält mit 84 Jahren noch die Fäden der Formel 1 in der Hand. (Quelle: imago/LAT)

Bernie Ecclestone hält mit 84 Jahren noch die Fäden der Formel 1 in der Hand. (Quelle: LAT/imago)

Es wäre ein Paukenschlag in der Königsklasse des Motorsports: Bernie Ecclestone will den Verkauf der Formel 1 noch in den nächsten Monaten über die Bühne bringen. Ob der 84-Jährige selbst weitermacht, ist noch unklar.

"In diesem Jahr", antwortete Ecclestone auf die Frage, in welchem Zeitraum der Mega-Deal und damit der Besitzerwechsel über die Bühne gehen solle. Zudem bestätigte er ein Angebot aus Katar.

Wert von über sechs Milliarden Euro

Zusammen mit Katar Sports Investment (QSI) als solventem Partner hatte der US-Milliardär Stephen Ross schon vor Wochen sein Interesse hinterlegt. Der Immobilien-Mogul, dem unter anderem die Miami Dolphins aus der amerikanischen Football-Profiliga NFL gehören, ist knapp sechs Milliarden Euro schwer. Der Wert der Formel 1 dürfte darüber liegen.

Ross will zusammen mit den Katarern, Besitzer des französischen Fußball-Meister Paris Saint-Germain, zunächst 35,5 Prozent von der Londoner Private Equity Firma CVC Capital übernehmen. Auch die knapp fünf Prozent von Ecclestone sollen erworben werden, die Rede ist von einem gemeinsamen Paket. Mittelfristig plant QSI die Übernahme der gesamten Anteile. Ecclestone sprach allerdings auch von "einigen" anderen Interessenten.

Macht Ecclestone weiter?

Ecclestones Verkauf der letzten eigenen Anteile wäre ein großer Einschnitt für die Königsklasse. Dennoch soll er nach dem Willen der möglichen neuen Besitzer weiter das Ruder in der Hand halten. Vor allem für die Märkte in China und den USA sei der Brite wichtig, hieß es zuletzt. Ecclestones Vertrag als Chef-Rechteverwalter gilt unabhängig von den Besitzverhältnissen. Allerdings hatte der kauzige Brite zuletzt immer wieder gegen sein eigentliches Lebenswerk gewettert.

"Ich saß zuletzt mit einigen Ingenieuren zusammen", hatte der 84-Jährige gesagt, "und ich habe ihnen gesagt: Ich war schon mein ganzes Leben ein guter Verkäufer, aber jetzt habt ihr mir ein beschissenes Produkt gegeben. Und das muss ich an den Mann bringen." Leere Zuschauertribünen und gähnende Langeweile in der Meisterschaft sind nicht die allerbesten Verkaufsargumente.

"Ich kann nicht über Hypothesen sprechen", sagte Norbert Haug, langjähriger Mercedes-Motorsportdirektor und F1-Experte: "Ein Besitzerwechsel hat in der Vergangenheit nicht unbedingt geheißen, dass Bernie Ecclestone nicht mehr am Start war."

Der ehemalige Formel-1-Pilot Hans-Joachim Stuck geht zumindest mittelfristig von Ende der Ära Ecclestone aus. "Auch Bernie ist leider endlich. Ich finde toll, dass er jetzt schon die Weichen für die Zukunft stellt", sagte er bei Sky.

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