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Bernie Ecclestone kritisiert Jean Todt im Motorenstreit der Formel 1

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"Mehr Interesse an Straßensicherheit"  

Ecclestone kritisiert Todt im Motorenstreit

09.12.2015, 07:28 Uhr | sid

Bernie Ecclestone kritisiert Jean Todt im Motorenstreit der Formel 1. Weggefährten: Bernie Ecclestone und Jean Todt (rechts) kämpfen für neue Motoren in der Formel 1. (Quelle: imago/Crash Media Group)

Weggefährten: Bernie Ecclestone und Jean Todt (rechts) kämpfen für neue Motoren in der Formel 1. (Quelle: imago/Crash Media Group)

Nach einer starken Partnerschaft sieht das nicht aus. Jedenfalls hat Formel-1-Boss Bernie Ecclestone bei seinem Kampf um neue Motoren für die Königsklasse in Jean Todt keinen besonders mächtigen Verbündeten ausgemacht. Der Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA sei im Ringen mit den Herstellern nicht hart genug, so der Brite.

"Das Problem mit Jean ist, dass er die Dinge gerne sehr demokratisch löst", sagte Ecclestone bei Sky Sports News HQ. "Er will, dass jeder glücklich ist und dass jeder zustimmt", sagte der 85 Jahre alte Brite über den Franzosen. Der FIA-Präsident setze zudem die falschen Schwerpunkte. "Er hat viel mehr Interesse an Straßensicherheit als an der Formel 1. Vielleicht sollte er sich hier ein wenig zurückziehen und jemand anderem bei der FIA diese Dinge überlassen", sagte Ecclestone.

"Vielleicht Reglement vorschreiben"

Immer wieder wurden in der Vergangenheit die höchst unterschiedlichen Schwerpunkte von Ecclestone und Todt offensichtlich, aktuell sind die beiden Schwergewichte aber zwangsweise aneinander gebunden. Der Weltrat der FIA stattete sie zuletzt mit einem Mandat aus, zu drängenden Problemen der Königsklasse Vorschläge zu erarbeiten und Entscheidungen zu treffen.

Zu diesen Problemen gehören etwa eine Kostenobergrenze und der Plan einer neuen Motorformel. Bis Ende Januar sollen Ecclestone und Todt ihre Vorschläge präsentieren.

Der Brite hoffe, dass die Hersteller Mercedes, Ferrari, Renault und Honda diesen zustimmen, andernfalls will er Änderungen durchdrücken. "Vielleicht muss die FIA das Reglement dann einfach vorschreiben", sagte Ecclestone. Wem es dann nicht gefalle, der könne auch aussteigen. Zweifel an dem Erfolg dieses Weges hege er allerdings wegen Todts mangelnder Härte.

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