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Formel-1-Testfahrten: Sebastian Vettel fährt Bestzeit in Barcelona

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Tests in Barcelona  

Vettel am schnellsten, Hamilton der Fleißigste

22.02.2016, 19:08 Uhr | sid

Formel-1-Testfahrten: Sebastian Vettel fährt Bestzeit in Barcelona. Schnell unterwegs: Sebastian Vettel legte mit seinem Ferrari die Bestzeit hin. (Quelle: dpa)

Schnell unterwegs: Sebastian Vettel legte mit seinem Ferrari die Bestzeit hin. (Quelle: dpa)

Das fängt doch gut an: Sebastian Vettel hat zum Auftakt der ersten Formel-1-Testfahrten der Saison 2016 ein Ausrufezeichen gesetzt und in Barcelona vor Weltmeister Lewis Hamilton (Mercedes) die Bestzeit erzielt. Allerdings war der Brite am Montag im neuen Silberpfeil mit gefahrenen 155 Runden der fleißigste Kilometersammler.

In 1:24,939 Minuten distanzierte Vettel den Titelverteidiger in seiner schnellsten Runde um 0,470 Sekunden. Der viermalige Weltmeister beließ es mit seiner neuen "Roten Göttin" bei 69 Umläufen. "Der erste Eindruck ist gut, das war wichtig", sagte Vettel. "Zwei, drei kleine Dinge" hätten ihn jedoch von mehr Runden abgehalten. Er spielte aber den Wert seiner Bestzeit ironisch herunter: "Es ist in einem Monat wichtiger. Aber es ist auch besser, als Letzter zu sein."

Dabei war der 28-Jährige nur rund drei Zehntel langsamer als Nico Rosberg (Mercedes) bei dessen Pole-Zeit aus dem Vorjahr (1:24,681). Der deutsche Mercedes-Pilot, der am Dienstag für Hamilton übernimmt, urteilte anerkennend: "Ferrari sieht wirklich stark aus. Wir erwarten, dass sie dieses Jahr eine große Gefahr für uns sein werden."

Hamilton lobt neues Auto

Der viermalige Weltmeister Vettel beließ es mit seiner neuen "Roten Göttin" bei 69 Umläufen. Die meisten davon drehte er am Vormittag, während Hamilton in der Mittagssonne Kataloniens richtig loslegte und mit einer Serie von konstant schnellen Runden beeindruckte.

"Es fühlt sich wie im letzten Jahr an", lobte der Brite die Standfestigkeit und Performance seines neuen W07, mit dem er auf dem 4,566 Kilometer langen Kurs mehr als zwei komplette Renndistanzen zurücklegte.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff formulierte bereits vor dem ersten gefahrenen Meter das Ziel, "weiter Rennen und Weltmeisterschaften zu gewinnen". Allerdings, so der Österreicher, "darf man in diesem Sport nichts als selbstverständlich ansehen".

Wehrlein hat zunächst Schwierigkeiten

Drittschnellster war bereits mit einigem Abstand der australische Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo (+1,105) vor dem Finnen Valtteri Bottas im Williams (+1,152). Pascal Wehrlein kam im Manor nach anfänglichen technischen Schwierigkeiten auf 54 Runden und belegte mit 3,353 Sekunden Rückstand Rang neun. "Es hat Spaß gemacht", sagte der Neuling.

Auch Ex-Weltmeister Jenson Button (McLaren-Honda) wurde zeitweise von Problemen mit dem Gaspedal gebremst, spulte aber letztlich 84 Runden ab und kam auf Platz sechs (+1,796).

Zwangspause durch Haas-Team

Die Einheit verlief insgesamt unspektakulär. Die Kühle und Nässe des Vormittags machte ab dem Mittag der Sonne Platz, bei bis zu 20 Grad Lufttemperatur fanden die Fahrer perfekte Bedingungen vor.

Allein am Mittag wurde das Geschehen zwischenzeitlich für 15 Minuten unterbrochen, nachdem der Franzose Romain Grosjean von Neuling Haas F1 seinen Frontflügel verloren hatte.

Zum Auftakt schickte jedes der elf Teams jeweils einen Fahrer auf die Strecke. Wie Rosberg ist unter anderem Ex-Weltmeister Fernando Alonso (McLaren) am Dienstag an der Reihe, Nico Hülkenberg (Force India) dreht am Mittwoch seine erste Runde.

Die Testfahrten in Barcelona dauern bis Donnerstag. Vom 1. bis 4. März stehen weitere Tests auf dem traditionellen Kurs des spanischen Grand Prix auf dem Programm. Die 21 Rennen umfassende Saison startet am 20. März in Australien.

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