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Formel 1: Rennwagen werden ab 2017 wieder breiter und tiefer

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Ab der Saison 2017  

Medien: Formel-1-Renner werden breiter und schneller

26.04.2016, 21:58 Uhr | sid

Formel 1: Rennwagen werden ab 2017 wieder breiter und tiefer. Starterfeld: Ab der Saison 2017 soll es Änderungen an den Rennwagen der Formel 1 geben. (Quelle: imago/Thomas Melzer)

Starterfeld: Ab der Saison 2017 soll es Änderungen an den Rennwagen der Formel 1 geben. (Quelle: imago/Thomas Melzer)

Es tut sich was in der Formel 1: Die Königsklasse des Motorsports schickt ab der Saison 2017 offenbar wieder deutlich breitere und tiefere Boliden auf die Rennstrecken.

Wie mehrere Fachmedien übereinstimmend berichteten, hat die Formel-1-Kommission an den Entwürfen festgehalten, die der Motorsport-Weltrat bereits im März abgesegnet hat. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht. Bis Samstag soll das Reglement für die kommende Saison stehen.

Demnach wird der Vorschlag des McLaren-Rennstalls umgesetzt, wonach die Autos um 20 Zentimeter breiter werden und mit zwei Metern wieder Maße wie letztmals in der Saison 1997 erreichen. Auch Frontflügel und Heckflügel sollen breiter werden und zugleich tiefer angebracht werden. In Kombination mit breiteren Reifen sollen bis zu fünf Sekunden schnellere Rundenzeiten möglich sein.

Kritik aus dem Mercedes-Team

Unter anderem Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hatte bis zuletzt einen solch radikalen Eingriff ins Regelwerk kritisiert und offenbar gehofft, noch eine Mehrheit gegen die "Macho-Kur" formieren zu können. Die Argumentation des Österreichers: "Je länger man Regeln stabil hält, desto mehr schmilzt die Performance zwischen allen zusammen."

Wolff, dessen Team 35 der letzten 41 Rennen gewann, ist nicht der einzige Kritiker der breiteren und tieferen Boliden. So prophezeiten zuletzt auch einige Piloten, das Überholen werde aufgrund von Verwirbelungen und einer größeren Reifenbelastung keineswegs einfacher. "Wir werden einfach nur schneller fahren als bisher. Das ist alles", hatte Weltmeister Lewis Hamilton gesagt.

Motoren-Reglement noch offen

Noch keine Lösung soll dagegen beim Motoren-Reglement gefunden worden sein - angeblich, weil mehrere Entscheidungsträger nicht bei der Abstimmung anwesend waren. Offenbar soll nun ein elektronisches Voting bis zur Deadline am Samstag Klarheit in der Motorenfrage bringen.

Streitpunkt sind die Preise, die durch die vier Hersteller Ferrari, Mercedes, Renault und Honda aufgerufen werden. Die kleineren Kundenteams und auch der Automobil-Weltverband FIA streben eine Kostensenkung an.

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