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Bernie Ecclestone will wieder "Diktator" über die Formel 1 sein

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"Wie in den guten, alten Tagen"  

Ecclestone will wieder "Diktator" über die Formel 1 sein

28.04.2016, 16:24 Uhr | sid

Bernie Ecclestone will wieder "Diktator" über die Formel 1 sein. Bernie Ecclestone hat klare Vorstellungen darüber, wie es mit der Formel 1 weitergehen soll. (Quelle: imago/Thomas Melzer)

Bernie Ecclestone hat klare Vorstellungen darüber, wie es mit der Formel 1 weitergehen soll. (Quelle: Thomas Melzer/imago)

Ist eine Diktatur die beste Herrschaftsform für die Formel 1? Zumindest Bernie Ecclestone, Chefpromoter der siechenden Königsklasse, scheint diese eigenwillige Sichtweise zu vertreten.

"Wir müssen zurück zu den guten alten Tagen, als ich in einer Position mit viel mehr Macht war. Als ich ein Diktator war", sagte Ecclestone der russischen Sportzeitung "Sovetsky Sports".

"In einer Demokratie wird manipuliert"

Von einer Demokratie scheint der Brite indes wenig zu halten. "In der Demokratie, die wir heute haben, manipulieren gewisse Leute den Sport, um eigene Interessen zu verfolgen", klagte der 85-Jährige an.

Die Struktur der Formel 1 sei "einfach falsch", sagte Ecclestone weiter. Man habe es Ferrari und Mercedes "erlaubt, dass sie unsere Show leiten, indem sie den meisten Rennställen Motoren liefern".

Kooperation als der "falsche" Weg

Wenn Ecclestone oder der Automobil-Weltverband FIA dann eine Neuerung einführen wollten, werde die Kooperation der Teams gebraucht. Dies sei "falsch", erklärte der Formel-1-Zampano: "Das passiert eben, wenn Demokratie nicht funktioniert."

Ecclestone führte die Formel 1 bis zur Einführung von Strukturreformen durch FIA-Präsident Jean Todt im Jahr 2009 wie ein Alleinherrscher. Todt installierte Gremien wie die Formel-1-Kommission, in der neben Vermarkter FOM und der FIA unter anderem jedes Team sowie einige Sponsorenvertreter und Streckenbetreiber stimmberechtigt sind.

Zuletzt ließen Machtspiele der einzelnen Interessengruppen bezüglich des Qualifying-Modus die Formel 1 schlecht aussehen. Auch die Verabschiedung des Reglements für 2017 droht aufgrund divergierender Interessen zur Hängepartie zu werden.

Mercedes-Dominanz ein Dorn im Auge

Ecclestones Antrieb ist vor allem, die Formel 1 spannend zu halten. Die Dominanz von Mercedes seit Beginn der Hybrid-Ära 2014 (35 Siege in 41 Rennen) ist dem Briten ein Dorn im Auge: "Ich hoffe wirklich, dass Ferrari ein gutes Jahr hat und Red Bull einen besseren Motor bekommt. Konkurrenz belebt das Geschäft, die Fans wollen das."

Zwar könne er "verstehen", dass sich Mercedes gegen grundlegende Änderungen sträube, weil sie viel Arbeit investiert hätten, doch "eine solche Dominanz tut dem Sport einfach nicht gut", sagte Ecclestone.

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