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Formel 1 in Sotschi: Red Bull testet "Windschutzscheibe" im freien Training

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Mehr Sicherheit in der Formel 1  

Red Bull testet im Training die "Windschutzscheibe"

29.04.2016, 11:30 Uhr | sid

Formel 1 in Sotschi: Red Bull testet "Windschutzscheibe" im freien Training . Daniel Ricciardo auf dem Kurs von Sotschi.  (Quelle: imago/LAT photographic)

Daniel Ricciardo auf dem Kurs von Sotschi. (Quelle: LAT photographic/imago)

Im Bestreben um mehr Sicherheit in der Formel 1 hat Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo im ersten freien Training zum Großen Preis von Russland in Sotschi ein innovatives Kopfschutzsystem getestet. Der Australier drehte eine Runde mit dem neu entwickelten "Aeroscreen ("Windschutzscheibe").

Im Training fuhr Mercedes-Pilot Nico Rosberg Bestzeit vor seinem Teamkollegen Lewis Hamilton. Dritter wurde Ferrari-Star Sebastian Vettel.

Beim neuen Schutzsystem wird das Cockpit von einer kanzelartigen, extrem widerstandsfähigen Scheibe umschlossen, die auf der Vorderseite auf Helmhöhe verläuft und zu den Seiten etwas niedriger abschließt. Red Bull hatte zuvor statische Tests durchgeführt, bei denen das System dem Aufprall eines über 220 Kilometer pro Stunde schnellen Reifens standhielt.

GP von Sotschi 
Eine Runde auf dem Sochi Int. Street Circuit

Die Strecke beim Großen Preis von Russland steckt voller Überraschungen. Video

Aeroscreen soll verhindern, dass der Fahrer von herumfliegenden Objekten am Kopf getroffen wird. Zudem soll der Pilot nach einem Unfall ohne fremde Hilfe zügig aussteigen können. "Wenn das in den nächsten 20 Jahren auch nur ein Leben rettet, ist die Einführung richtig", sagte Ricciardo vor der ersten Probefahrt.

Vettel und Hamilton gehören zu den Kritikern

Aeroscreen könnte eine Alternative zum Halo-System sein, das von Ferrari bei den Formel-1-Tests in Barcelona Ende Februar präsentiert worden war. Hierbei bilden zwei waagerecht geschwungene und eine senkrechte Strebe eine Art Schutzbügel.

Wie Halo hat auch Aeroscreen im Fahrerfeld schnell Kritiker gefunden. "Diese Scheibe sieht so schlecht aus", sagte Weltmeister Lewis Hamilton. "Da hat man diese coolen, eleganten, futuristischen Formel-1-Autos, und dann verschandelt man sie mit einem Schutzschild." Ferrari-Pilot Sebastian Vettel findet beide Designs "nicht hübsch" und scherzte: "Bei der Windschutzscheibe musst du nachher natürlich die Fliegen abkratzen."

Über die Einführung eines Kopfschutzsystems entscheidet die Formel-1-Kommission. Weil das Reglement für das kommende Jahr bis Samstag verabschiedet werden soll, ist eine Einführung vor 2018 wenig realistisch.

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