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Formel 1 Russland: Sebastian Vettel nach Crash völlig gefrustet

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"Es ist einfach frustrierend"  

Nach Kwjat-Crash: Vettel mit nächstem WM-Rückschlag

02.05.2016, 09:21 Uhr | dpa

Formel 1 Russland: Sebastian Vettel nach Crash völlig gefrustet. Daniil Kwjat kracht mit seinem Red Bull von hinten in den Ferrari von Sebastian Vettel. (Quelle: xpb/Moy)

Daniil Kwjat kracht mit seinem Red Bull von hinten in den Ferrari von Sebastian Vettel. (Quelle: Moy/xpb)

Völlig gefrustet setzte sich Sebastian Vettel nach seinem frühen Unfall-Aus beim Formel-1-Rennen in Sotschi ans Steuer eines Mopeds und fuhr selbst zurück an die Box. Nach zwei heftigen Schubsern von Red-Bull-Mann Daniil Kwjat krachte der Heppenheimer mit seinem Ferrari schon in der ersten Runde in die Mauer.

Das Aus beim Großen Preis von Russland war der nächste heftige Rückschlag für den viermaligen Weltmeister im Titel-Kampf, in dem Landsmann Nico Rosberg mit dem vierten Sieg im vierten Rennen weiter dominiert.

Vettel genervt: "Was soll ich machen?"

"Ich habe es jetzt kurz gesehen, die Bilder sprechen für sich. Was soll ich machen? Ich war nicht zweimal der, der jemandem drauf gefahren ist", klagte der 28-Jährige. "Das Rennen hat 53 Runden, nicht zwei Kurven", schimpfte Vettel.

Im WM-Rennen verliert der Ferrari-Pilot immer mehr an Boden. "Die Chance war da. Wir hatten einen Superstart. Jetzt stehe ich hier und das Rennen läuft da draußen. Das ist natürlich bitter, wenn man nach einer Runde schon Feierabend hat."

Seltsames Manöver des Russen

Kurz nach seiner zweiten Nullnummer in dieser noch so jungen Saison sammelte Vettel den abgetrennten Frontflügel seines Ferrari auf und verstaute ihn in seinem Cockpit. In Kurve 2 und gleich nochmal in Kurve 3 war Kwjat in den SFH-16 des Südhessen gekracht.

"Der erste Schlag war schon eine große Überraschung. Ich dachte, ich hätte den richtigen Speed, habe mich an Daniel (Ricciardo) vorbeibremsen können. Dann krieg ich nochmal einen Schlag, dann war es vorbei", beschrieb Vettel die schwer nachvollziehbaren Manöver des Russen.

Hier fährt Vettel (am Steuer) mit dem Roller in die Box:

Schimpfwort-Tirade via Vettels Boxenfunk

Noch während des Rennens marschierte er zur Box von Red Bull zur kurzen Aussprache mit Kwjats Teamchef Christian Horner. Via Boxenfunk hatte Vettel, der wegen eines Getriebewechsels auf Rang sieben strafversetzt worden war, vorher noch heftig gewettert.

"Was zum Teufel machen wir hier?", war noch eine seiner harmlosesten Aussagen in einer Schimpfwort-Tirade, die im Fernsehen mit vielen Pieptönen entschärft wurde.

Hören Sie bei Vettels Schimpftirade via Boxenfunk rein:

Auch in China gerieten Vettel und Kwjat aneinander

Vettel war schon beim Rennen in China vor zwei Wochen mit dem jungen Russen aneinander geraten. Noch voller Adrenalin hatte der Hesse direkt nach dem Großen Preis in Shanghai den Drittplatzierten gemaßregelt, weil er ihn als Schuldigen für seinen Crash mit Teamkollege Kimi Räikkönen in der ersten Kurve ausgemacht hatte. "Du kamst angeschossen wie ein Torpedo", schimpfte Vettel. In Asien kam er allerdings noch als Zweiter ins Ziel.

Zwei Ausfälle gab es für Vettel zuletzt 2014

Mit nur 33 Punkten verliert Vettel seinen Landsmann und WM-Spitzenreiter Nico Rosberg immer weiter aus dem Fokus. Ein Motorschaden hatte Vettel in Bahrain ausgebremst, nun der Zusammenprall mit Kwjat. Mindestens zwei Ausfälle in der Formel 1 musste der Star letztmals 2014 verkraften: In seinem letzten Jahr für Red Bull waren es sogar drei.

Den schwarzen Tag am Schwarzen Meer muss Vettel jetzt erst einmal verdauen. "Es ist frustrierend", sagte er nach seiner kurzen Ausfahrt am Sonntag geknickt. "Man macht alles richtig und bekommt dann einen Schlag, und dann noch einen, so dass man gar keine Chance mehr hat."

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