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Formel 1: Mercedes-Boss Toto Wolff fordert Ecclestone-Rücktritt

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"Die Zeiten verändern sich"  

Mercedes-Boss fordert Ecclestone zum Rücktritt auf

04.05.2016, 10:14 Uhr | dpa

Formel 1: Mercedes-Boss Toto Wolff fordert Ecclestone-Rücktritt. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff (links) und Formel-1-Boss Bernie Ecclestone im Gespräch. (Quelle: imago/Crash Media Group)

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff (links) und Formel-1-Boss Bernie Ecclestone im Gespräch. (Quelle: Crash Media Group/imago)

Die Formel 1 muss sich nach Ansicht von Toto Wolff für eine Zeit nach Chefvermarkter Bernie Ecclestone rüsten. In dem Zusammenhang fordert der Mercedes-Motorsport-Boss den Briten indirekt zum Rücktritt auf.

"Manche mögen glauben, dass sie vielleicht unsterblich sind, und dass die Performance die gleiche bleibt. Man hat aber eine große Verantwortung für den Sport und da zählt es auch, den Sport richtig für die Zukunft aufzustellen", sagte Wolff.

Ferrari-Chef Sergio Marchionne hatte schon zuvor geäußert, dass sich die Formel 1 Gedanken machen müsse, da Ecclestone mit seinen 85 Jahren auch einmal in Rente gehen werde.

"Irrationalität hat in keinem Job einen Platz"

Die oft schlagzeilenträchtigen Aussagen des Briten bewertet Wolff skeptisch. "Irrationalität und übertriebene Emotionalität haben in keinem Job einen Platz. Die Zeiten verändern sich, wir leben in einer digitalen Welt und alle paar Tage irgendeine Schlagzeile herauszuschleudern, ohne darüber nachzudenken, ist sicher nicht der richtige Weg", sagte Wolff weiter.

Die Achtung des Österreichers, der seit Januar 2013 Motorsportchef bei Formel-1-Branchenprimus Mercedes ist, vor Ecclestone ist dennoch groß. "Er hat diesen Sport zu einem globalen Sport gemacht und das verdient Anerkennung", beteuerte Wolff. Ecclestone leitet seit mehr als 40 Jahren die kommerziellen Geschicke der Formel 1.

"Die Rolle bei Mercedes macht mir Spaß"

Auf die Frage, wie lange er noch bei Mercedes bleiben wolle, und ob er einen Masterplan für seine berufliche Laufbahn verfolge, antwortete Wolff: "Den Plan habe ich, aber über den zu sprechen ist zu früh. Die Rolle bei Mercedes macht mir Spaß. Ich habe die Unterstützung des Vorstandes und der Daimler-Mitarbeiter. Ich freue mich über die Unterstützung im Team. Insofern habe ich sehr gute Rahmenbedingungen, um die Ziele mit Mercedes weiterzuverfolgen."

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