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Formel 1 Monaco: Ferrari fährt eigenen Ansprüchen hinterher

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Wieder kein Monaco-Sieg  

"Irgendwie vorbeikommen": Vettel gibt sich selbst die Schuld

30.05.2016, 08:03 Uhr | dpa, t-online.de

Formel 1 Monaco: Ferrari fährt eigenen Ansprüchen hinterher. Für Sebastian Vettel lief der Große Preis von Monaco nicht rund. (Quelle: imago/Crash Media Group)

Für Sebastian Vettel lief der Große Preis von Monaco nicht rund. (Quelle: Crash Media Group/imago)

Vom großen Herausforderer Ferrari ist im Moment nicht viel zu sehen. Sebastian Vettel verpasste das Podest, Kimi Räikkönen schrottete seinen Wagen und schied früh aus. Die ruhmreiche Scuderia muss weiter auf den ersten Sieg beim Klassiker in Monte Carlo seit Michael Schumacher 2001 warten.

Warten muss auch Vettel auf seinen ersten Sieg in dieser Saison. "Wir sind natürlich nicht glücklich. Selbst wenn es schwer ist, zu überholen, erwarte ich selbst von mir, dass ich irgendwie vorbeikomme" sagte Vettel. "Das Ergebnis geht auf meine Kappe" erklärte er bei "motorsport-total.com".

Nüchtern, aber nicht niedergeschlagen analysierte der 28-Jährige nicht mal eine Stunde nach Ende des ereignisreichen Klassikers sein Rennen. Platz vier, mehr war für den vom selben Rang aus gestarteten Hessen einfach nicht drin. Selbst wenn er versucht hatte, als erster der Spitzengruppe mit den Intermediates auf der abtrocknenden Strecke nach vorn zu fahren. "Das hat nicht geklappt. Eine verpasste Gelegenheit, die man akzeptieren muss", resümierte Vettel.

Vettel hängt hinter Massa fest

Er selbst gab sich die Schuld, lobte sein Team, lobte seinen Wagen, mit dem er ja eigentlich in diesem Jahr um den WM-Titel fahren will. "Das Auto war definitiv schneller, als der Platz aussagt, auf dem wir stehen, aber in Monaco ist Überholen einfach schwer", sagte Vettel, der sich hinter Sieger Lewis Hamilton im Mercedes, Daniel Ricciardo im Red Bull und auch noch Sergio Perez im Force India einreihte.

Die Tatsache, dass er nach dem Wechsel auf die Intermediates hinter Felipe Massa im Williams festhing, kostete Vettel nach eigener Einschätzung einen der vorderen Plätze. "Wäre ich vorbeigekommen, hätten wir uns eher auf die ersten Beiden fokussieren können, anstatt uns um das Podium zu sorgen."

Keine Siege, aber knappere Abstände

Also wieder nichts mit einem Sieg für Ferrari in Monaco, der letzte liegt lange zurück. 2001 war Michael Schumacher dort für die Scuderia erfolgreich. Und auch in diesem Jahr klappt es noch nicht mit dem ersten Platz für den viermaligen Weltmeister. Vor einem Jahr hatte er zu diesem Zeitpunkt immerhin einen Grand-Prix-Erfolg geschafft.

"Es wäre unfair, das zu vergleichen. Im vergangenen Jahr waren wir im Niemandsland", sagte er mit Verweis auf die größeren Rückstände auf die Spitze. In diesem Jahr aber geht es knapper zu, längst hat sich auch Red Bull in den Titelkampf der Fahrer und Konstrukteure eingeschaltet.

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